Planungsmittel für den Neubau des Gymnasiums Essen Nord-Ost und Entwicklung von Schulbauleitlinien beschlossen

25.09.2019

Für Planungsleistungen des Neubaus des Gymnasiums Essen Nord-Ost in der Katzenbruchstr. 79 im Essener Nordviertel hat der Rat der Stadt Essen in seiner heutigen (25.9.) Sitzung 3 Millionen Euro inklusive einer überplanmäßigen Mittelbereitstellung von 200.000 Euro beschlossen.

Das bestehende Gymnasium Essen Nord-Ost weist zwischenzeitlich zahlreiche Schadensbilder auf und entspricht weder den heutigen energetischen noch pädagogischen Anforderungen. Eine Machbarkeitsstudie kam zu dem Ergebnis, dass ein Neubau der Schule einschließlich des in den 1990er Jahren ergänzten pädagogischen Zentrums sowie eine Modernisierung der benachbarten Sporthalle die sinnvollste Lösung ist. Die Verwaltung hat sich daraufhin für einen Ersatzneubau des Schulgebäudes am bestehenden Schulstandort entschieden. Die Sporthalle bleibt bestehen und wird saniert.

Für den Neubau wurde ein Planungswettbewerb europaweit ausgeschrieben. Im April dieses Jahres erfolgte die Jurierung.

In der europaweiten Wettbewerbsauslobung wurde festgehalten, dass eine stufenweise Vergabe an den 1. Preisträger für die Realisierung des Wettbewerbs beabsichtigt ist. Die Beauftragung des Generalplaners und der anderen Ingenieure erfolgt in Form einer HOAI-Stufenbeauftragung. Zunächst werden die Leistungsphasen 1-4 bis zur Genehmigungsplanung (Stufe 1) beauftragt und in einem zweiten Schritt die Leistungsphasen 5-9 (Stufe 2).

Zusätzlich zu der Beauftragung des Generalplaners für die Leistungsphasen 1-4 sollen folgende Leistungen beauftragt werden:

  • Ingenieure und Fachfirmen für Prüfstatik
  • Sicherheits- und Gesundheitskoordination
  • Nachhaltigkeitskoordination
  • Energieberatung
  • Bodengutachten
  • Kostencontrolling
  • Erstellung der Informations- und Kommunikationstechnik
  • Infrastruktur (Essener Systemhaus)
  • Sachverständigengutachten für Barrierefreiheit
  • Nutzung einer Daten- und Planmanagementplattform zur Dokumentation und Beweissicherung

Für die Stadt Essen wird der Neubau mit einer veranschlagten Summe in Höhe von 55,3 Millionen Euro eines der größten stadteigenen Bauprojekte sein. Der Neubau wird drei Geschosse in Holzbauweise beinhalten und ist damit eines der wenigen Schulgebäude dieser Art in Deutschland. Insgesamt wird er Platz für über 1.000 Schülerinnen und Schüler bieten. Der Baubeginn wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 sein.

Finanzierung

Diese Leistungen einschließlich der Leistungsphasen 1-4 umfassen ein Kostenvolumen in Höhe von 3 Millionen Euro. 2,8 Millionen Euro wurden bereits im Haushalt 2020 veranschlagt, 200.000 Euro erfolgen über eine außerplanmäßige Mittelbereitstellung. Der Abschluss dieser Leistungsphasen wird Ende April 2020 erwartet. Im Anschluss ist ein Beschluss zum Bau und Baubeginn in den politischen Gremien vorgesehen. Die Fertigstellung des Neubaus wird für Herbst 2023 angestrebt. Die Teilnahme an Förderprogrammen ist zurzeit in Prüfung.

Die Sanierung der Sporthalle des Gymnasium Essen Nord-Ost war nicht Bestandteil des Wettbewerbes und ist somit gesondert zu betrachten. Der Rat wird hierzu zu gegebener Zeit informiert.

Rat beschließt Entwicklung von Essener Schulbauleitlinien zur zukünftigen Optimierung der Schulbauprozesse

Zur zukünftigen Festlegung von baulichen und pädagogischen Standards sowie zur Beschleunigung der Verfahren hat der Rat zudem die Entwicklung von Schulbauleitlinien beschlossen.

Schulbauleitlinien können für zu erarbeitende Machbarkeitsstudien eine zeitersparende Unterstützung darstellen, da bei der Überprüfung der Geeignetheit von möglichen Grundstücken noch keine detaillierten Raumprogramme vorliegen müssen. Die Erarbeitung von Essener Schulbauleitlinien wird im Rahmen der Optimierung der Schulbauprozesse auch für die Stadt Essen angestrebt, wobei die beteiligten Akteure sowie die Politik eng einzubinden sind. Im Konsens aller Akteure werden räumliche Standards, sowie die modernen baulichen wie auch aktuellen pädagogischen Anforderungen entsprechend erarbeitet.

Die Entwicklung von Schulbauleitlinien wurde die in der heutigen Ratssitzung ebenfalls beschlossen.

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