Foto: Heike Lewandowski, Mitarbeiterin Friedhofsverwaltung Kettwig, Hans-Joachim Hueser, Abteilungsleiter Friedhöfe der Stadt Essen, sowie Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleiterin Grün und Gruga Essen, (v.l.n.r.) zeigten Bereiche, in denen demnächst naturnahe Urnenbaumgräber realisiert werden. Heike Lewandowski, Mitarbeiterin Friedhofsverwaltung Kettwig, Hans-Joachim Hueser, Abteilungsleiter Friedhöfe der Stadt Essen, sowie Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleiterin Grün und Gruga Essen, (v.l.n.r.) zeigten Bereiche, in denen demnächst naturnahe Urnenbaumgräber realisiert werden. Foto: Grün und Gruga

Naturnahe Urnenbaumgräber auf dem städtischen Friedhof Kettwig

11.10.2019

Auf dem städtischen Friedhof in Kettwig wird eine neue Grabart angeboten: naturnahe Urnenbaumgräber. Die naturnahen Urnenbaumgräber werden ausschließlich in den bewaldeten Bereichen des Friedhofes realisiert. Es können bis zu vier Urnen in einem Grab beigesetzt werden. Auf die Grabstätte wird entweder durch Kennzeichnung des entsprechenden Baumes durch eine Plakette in Form eines Ahornblattes oder durch eine Keramiknummer unmittelbar auf der Grabstätte hingewiesen. Die Aschereste der Verstorbenen werden in einer Bio-Urne vorsichtig im Wurzelbereich des Baumes beigesetzt. Das Ablegen von Grabschmuck und die Verwendung von Grablichtern sind nicht zulässig.

In dem ausgewählten Waldabschnitt des Kettwiger Friedhofs, der insgesamt 5.000 Quadratmeter umfasst, können zunächst 120 Bäume, hauptsächlich Buchen, mit je vier Grabstätten angeboten werden. Die Gebühr für das Nutzungsrecht über 25 Jahren an einer Grabstätte beträgt 2.450 Euro.

"Die Wünsche, Bedürfnisse und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger stehen für uns im Mittelpunkt unserer Friedhofsentwicklung. Deswegen bieten wir auf den 23 kommunalen Friedhöfen inzwischen 29 verschiedene Grabarten an", sagt Melanie Ihlenfeld, Fachbereichsleiterin von Grün und Gruga.

Die Idee von Bestattungen in der Natur ist noch relativ jung, aber immer mehr Menschen fühlen sich von den traditionellen Bestattungsformen nicht mehr angesprochen und sehen daher die Möglichkeit der naturnahen Bestattung als interessante Alternative an. Hinzu kommt, dass auf den großen Friedhöfen die traditionellen Erd- und Urnenbeisetzungen stark nachgelassen haben und die Hinterbliebenen bevorzugt ihre Verstorbenen im Kern- beziehungsweise Zugangsbereich der Friedhöfe beisetzen lassen. Deshalb hat die Friedhofsverwaltung beschlossen, sich aus diesen Bereichen zurückzuziehen, sodass die Natur diese Flächen nach und nach zurückerobern wird. Bereits seit 2011 bietet Grün und Gruga naturnahe Urnenbaumgräber auf dem Park- und auf dem Südwestfriedhof an.

4.639 Bestattungen wurden im Jahr 2018 auf den kommunalen Friedhöfen der Stadt Essen durchgeführt. Der Anteil der Urnenbestattungen lag bei 76 Prozent – ein Trend, auf den die Friedhofsverwaltung mit neuen Grabarten reagiert.

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