Archäologische Funde in Rellinghausen

03.01.2020

Im Rahmen von Abrissarbeiten an der Frankenstraße im Stadtteil Rellinghausen konnten durch die archäologische Begleitung einige ältere Spuren der Vergangenheit freigelegt werden.

So fanden sich im entsprechenden Bereich, etwa 150 Meter südöstlich von St. Lambertus und damit schon außerhalb des ehemaligen Stifts an einem flachen, nach Norden und Osten hin abfallenden Hang, Reste einer Bebauung und einige Abfallgruben, die noch aus dem 18. Jahrhundert stammen könnten. Möglicherweise blieben auch geringe Überreste eines Brunnens erhalten. Wo dieser allerdings genau lag, ließ sich nicht mehr ermitteln, da an der vermuteten Stelle bereits im 20. Jahrhundert Gebäude errichtet wurden. Der älteste Fund dieser neuen Untersuchung, eine unscheinbare Scherbe eines Henkeltopfes, stammt wohl aus dem 9. Jahrhundert. Darüber hinaus wurden Tierknochen und Keramik gefunden, vermutlich aus der Zeit zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert.

Die Anfänge Rellinghausens reichen weit zurück: Der heutige Essener Ortsteil – der im früher auch die Namen Ruoldinghus, Ruodlingshus und Rellekhusen trug – entstand wahrscheinlich aus einem Hof des Ehepaares Eggihard (Eginhard) und Rikilt und lag um 860 im Bereich des heutigen Stiftsplatzes.

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Das kleine Henkelfragment (oben links) stammt vermutlich aus dem 9. Jahrhundert. Darüber hinaus wurden Tierknochen und Keramik aus dem Zeitraum zwischen dem 17. bis 19. Jahrhundert gefunden. Foto: Dr. Detlef Hopp
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