Überreste einer alten Bruchsteinmauer in Werden entdeckt

13.03.2020

Die Stadtarchäologie Essen konnte durch einen aufmerksamen Bürger eine interessante Entdeckung auf einer Baustelle in der Straße Klemensborn in Werden machen. In der Baustelle, die sich bei der Ruine der Kirche St. Klemens befunden hat, entdeckte die Stadtarchäologie in einer Tiefe von 1,90 bis 2,40 Metern zahlreiche Bruchsteine einer alten Bruchsteinmauer. Diese Bruchsteine gehören zu einem alten Steinkanal, in dem das Wasser des Bornbaches sowie das Wasser von vier Quellen, die unter der Kapelle entspringen, abgeleitet wurden.

Die Kirche St. Klemens soll 957 durch Erzbischof Brun von Köln geweiht worden sein. 1817 wurde sie veräußert und abgebrochen. Archäologische Grabungen fanden 1896 und 1967/68 statt. Die vier Quellen, die auch durch archäologische Untersuchungen nachgewiesen werden konnten, waren auch der Grund, weshalb St. Klemens als ein Quellheiligtum und als Kirche entstand. Für Essen ist die Einbeziehung der Quellen in den Kirchenbau einmalig. Dem Wasser wurde und wird noch heute gelegentlich Heilkraft zugeschrieben.

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Auf dieser Baustelle in der Straße Klemensborn in Werden konnten die Überreste gefunden werden. Foto: Dr. Detlef Hopp, Stadtarchäologie Essen
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