Bevölkerungsstatistik 2019: leichter Geburtenrückgang, deutlich weniger Sterbefälle, erneut mehr Zu- als Abwanderung

Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen veröffentlicht Daten zum Bevölkerungsbestand und zu den Bevölkerungsbewegungen für das Jahr 2019

24.03.2020

Die für das Jahr 2019 bisher registrierten Geburten in Essen liegen – nach aktuell vom Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen ermittelten Zahlen – bei 5.845 Kindern. Das sind im Vergleich zum Vorjahr – 134 Geburten weniger (2018: 5.979). Allerdings ist davon auszugehen, dass sich die Geburtenzahl noch durch nachträglich gemeldete Geburten erhöht und auch 2019 voraussichtlich mehr als 5.900 Kinder geboren wurden. Dennoch deutet sich ein leichter Rückgang der Geburtenzahlen an. Bereits in der Bevölkerungsvorausberechnung war dieser Trend angenommen worden.

Die Zahl der Sterbefälle liegt 2019 bisher bei 7.017 und ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich niedriger (2018: 7.616, - 599). Dieser Effekt ist auf die unterschiedliche Größe der Altersjahrgänge der Bevölkerung zurückzuführen und zwar insbesondere der während des Zweiten Weltkrieges beziehungsweise der kurz davor oder danach Geborenen. Diese Menschen sind jetzt ab 70 Jahre alt oder älter und haben insofern eine höhere Sterbewahrscheinlichkeit. Zum Beispiel ist der Jahrgang der 1945 Geborenen um rund 1.000 Personen kleiner als der Jahrgang der 1944 Geborenen.

Der sogenannte natürliche Bevölkerungssaldo, also die Differenz zwischen Geburten und Sterbefällen, liegt im Jahr 2019 mit den bisher vorliegenden Zahlen bei minus 1.172. Das heißt, es gibt nach wie vor einen deutlichen Sterbefallüberschuss. Dieser ist aber sehr viel geringer als in den letzten zehn Jahren; es ist sogar der geringste seit 1987.

Ohne Zuwanderung würde die Essener Bevölkerungszahl zukünftig stetig zurückgehen. Seit 2010 sind in jedem Jahr mehr Menschen nach Essen zugezogen, als die Stadt verlassen haben. Zu Beginn der Dekade lag dieser Wanderungsgewinn bei +1.057 Personen, in der Hochphase der Zuwanderung von Schutzsuchenden errechnete sich ein Plus von fast 10.000, das bis 2019 auf 1.669 zurückgegangen ist. Ab 2013 wurden damit die Sterbefallüberschüsse durch Zuwanderung ausgeglichen. 2018 und 2019 allerdings um weniger als 500 Personen.

Weitere kommentierte Statistikschlagzeilen zu den Ergebnissen für das Jahr 2019 sowie aktualisierte Veröffentlichungsreihen sind auf der Homepage des Amtes für Statistik, Stadtforschung und Wahlen verfügbar. Die Statistikschlagzeilen stehen rechts zum Download bereit.

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