Arbeiten an der Fassade der Lichtburg kommen durch Corona-Stillstand schneller voran

03.04.2020

Die Stadt Essen nutzt den coronabedingten Stillstand in der Essener Innenstadt zur Beschleunigung erforderlicher Arbeiten an der Fassade des denkmalgeschützten Lichtburggebäudes.

An der Fassade wurde im Oktober 2019 an der nord-westlichen Gebäudeecke eine gelockerte Fassadenplatte entdeckt. Bei der Untersuchung des Umfeldes wurden zunächst an der umgebenden Fassade und im Rahmen nachfolgender Untersuchungen Schäden an der gesamten Fassade des Gebäudes festgestellt.

Die schwersten Schadensbilder zeigten sich witterungsbedingt an der historischen West-Fassade zur Kettwiger Straße hin. Dort wurden seit dem 23. März neunzig Natursteinplatten mit neuen Edelstahlankern versehen. Die Arbeiten an der West-Fassade sind mittlerweile abgeschlossen. Durch die mit der Corona-Krise verbundenen Geschäftsschließungen konnten die Arbeiten wesentlich schneller als geplant durchgeführt werden, da auf den Publikumsverkehr der dort ansässigen Betriebe keine Rücksicht genommen werden musste. Auch die Kosten für die Maßnahme sind dadurch gesunken.

Momentan wird noch an der Nord-Fassade des Gebäudes gearbeitet. Die Arbeiten erfolgen ohne Gerüstaufbau mittels Hubsteigereinsatz.

Die Süd-Fassade des Gebäudes soll als Musterfläche testweise komplett saniert werden. Der Bauabschnitt ist von seiner Größe her überschaubar und gleichzeitig repräsentativ für den Zustand der Gesamtfassade. In ihm sind sämtliche Schadensbilder und Steinvarietäten vertreten, da der Fassadenteil bereits mehrfach Reparaturen unterlag. Die dort gewonnen Erkenntnisse sollen als Basis zur Entwicklung eines Sanierungskonzeptes für die übrige Fassade und der denkmalrechtlichen Erlaubnis dienen.

Alle Arbeiten an der historischen Fassade erfolgen in enger Abstimmung mit dem Institut für Denkmalschutz und Denkmalpflege. Ziel ist es, einen möglichst großen Teil der Originalplatten der denkmalgeschützten Muschelkalkfassade zu erhalten.

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Momentan wird noch an der Nord-Fassade des Gebäudes gearbeitet. Die Sicherungsmaßnahmen erfolgen dabei mittels Hubsteigereinsatz. Foto: Jörg Cavasin, Stadt Essen
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