Mehrere archäologische Erdbefunde bei Bauarbeiten in Burgaltendorf entdeckt

27.04.2020

Beim Bau eines Busparkplatzes an der Dumberger Straße im Stadtteil Burgaltendorf wurden Aufschüttungen aus gebranntem Haldenmaterial entdeckt. Es ist wahrscheinlich, dass diese von den in der Umgebung gelegenen, damaligen Zechen Altendorf Tiefbau, Altendorfer Bank oder der Zeche Vereinigte Preußische Adler stammen. Alle drei Zechen haben bis zum Ende des 19. Jahrhunderts Steinkohle gefördert. Das Haldenmaterial wurde dort etwa in den 1960er/-70er Jahren aufgeschüttet. Darunter befanden sich mehrere Erdbefunde, wie beispielsweise einfache Gruben. Aus zwei davon konnte noch Keramik des 16./17. Jahrhunderts sichergestellt werden. Zudem fanden sich in den Aufschüttungen zahllose Abdrücke von Pflanzen aus der Karbonzeit: Sie sind etwa 300 Millionen Jahre alt.

Unmittelbar in der Nähe des geplanten Busparkplatzes befindet sich auch die Ruine der Burg Altendorf, die aufgrund von Grabungsfunden und ihres Baustils während der Romanik, etwa in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut wurde.

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Blick auf das rot gebrannte Haldenmaterial auf der Baustelle des geplanten Busparkplatzes. Foto: Dr. Detlef Hopp, Stadt Essen
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