Oberbürgermeister kommentiert aktuelle Arbeits- und Ausbildungssituation in Essen

30.04.2020

Oberbürgermeister Thomas Kufen hat heute (30.4.) die Arbeits- und Ausbildungssituation in Essen kommentiert. Mit Blick auf die Zahlen, die die Agentur für Arbeit für den Monat April vorgelegt hat, sagt Kufen: "2.758 mehr Arbeitssuchende als im Vormonat März ist eine alarmierende Zahl und für jede Betroffene und jeden Betroffenen ein Schicksalsschlag." Diese Zahlen seien auch in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie zu sehen, so Kufen weiter. "Wir mussten unsere Wirtschaft massiv herunterfahren, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen."

Dass es bisher nicht zu viel mehr Fällen gekommen ist, in denen Menschen ihre Arbeit verloren haben, liegt am Modell der Kurzarbeit. Insgesamt 4.610 Essener Betriebe haben seit Beginn der Krise bis einschließlich dem 26. April Kurzarbeit für ihre Belegschaft angemeldet und so Arbeitslosigkeit verhindert. "Ich weiß, dass in manchen Lohngruppen 60 Prozent vom Bruttogehalt zu wenig Geld bedeutet. Deshalb begrüße ich die Pläne von Bund und Land, das Kurzarbeitergeld zeitnah zu erhöhen und auch die Möglichkeit für Betriebe, das Kurzarbeitergeld aufstocken lassen zu können. In einigen Bereichen gibt es sicher noch Nachbesserungsbedarf, trotzdem haben wir ein gutes Sozialsystem, das die Folgen der Krise aktuell noch abschwächen kann."

Kufen dankte den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Agentur für Arbeit sowie des JobCenters Essen, die aktuell Höchstleistungen erbringen, um alle Anträge zeitnah zu bearbeiten und in Not geratene Personen sowie Unternehmen zu beraten: "Vielen herzlichen Dank für Ihren außerordentlichen Einsatz. Ihr Engagement unterstützt Arbeitgeber sowie Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerade bei der Inanspruchnahme von kurzfristigen Hilfen."

Mit Blick auf den Start in das Ausbildungsjahr im Sommer betonte der Oberbürgermeister, dass es wichtig sei, dass Betriebe trotz der aktuellen Krisensituation weiterhin ausbilden, um in der Zeit nach der Krise arbeitsfähig zu bleiben, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. "Dieser Tage werden die Verträge für den Ausbildungsbeginn im August oder September geschlossen. Wenn Betriebe jetzt zurückhaltend agieren, wird der Fachkräftemangel verschärft. Es wird eine Zeit nach der Krise geben, deshalb muss weitsichtig geplant und weiter ausgebildet werden."

Zahlreiche Betriebe hätten sich auf die neue Situation eingestellt, entsprechende Schutzmaßnahmen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter getroffen und freuten sich auf Unterstützung durch Azubis. "Junge Menschen sind gerade in dieser Zeit, da die Digitalisierung von Unternehmen eine große Rolle spielt, sehr wichtig und werden vielerorts dringend gesucht. Ich kann gerade in der aktuellen Situation interessierte junge Menschen nur ermutigen, sich auch weiterhin nach einem guten Ausbildungsplatz umzusehen. Viele Essener Unternehmen bieten gute Chancen und berufliche Perspektiven."

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