Planungen zu drittem Bauabschnitt des Berthold-Beitz-Boulevards sowie zur Bahnhofstangente

08.05.2020

Die Planungen für den dritten Bauabschnitt des Berthold-Beitz-Boulevards sowie der Bahnhofstangente schreiten voran. In seiner Sitzung am 28. Mai soll der Bau- und Verkehrsausschuss über die entsprechenden Ausarbeitungen vom Amt für Straßen und Verkehr und der Ruhrbahn entscheiden.

Planungen zur Fortführung des Berthold-Beitz-Boulevards

Der dritte Bauabschnitt des Berthold-Beitz-Boulevards von der Frohnhauser Straße bis zur Hans-Böckler-Straße sieht eine vierstreifige Hauptverkehrsstraße mit einer Straßenbahntrasse in Mittellage sowie einen begrünten Mittelstreifen zwischen den Gleisen vor. Die künftigen Gehwege im Seitenraum sollen ebenfalls durch einen mit Bäumen bepflanzten Grünstreifen von der Fahrbahn separiert werden.

Um Verlustzeiten der Straßenbahnen im Kreuzungsbereich des Berthold-Beitz-Boulevards mit der Hans-Böckler-Straße zu verhindern, ist in diesem Bereich ein Unterführungsbauwerk geplant, um die Anbindung an die Hachestraße zu gewährleisten.

Im dritten Planungsabschnitt des Berthold-Beitz-Boulevards sind zudem insgesamt zwei neue Straßenbahnhaltestellen geplant. Zum einen die Haltestelle "Westendhof" im Kreuzungsbereich mit der Westendhofstraße sowie im weiteren Verlauf die Haltestelle "Schwanenkampbrücke" an der östlichen Ausfahrt aus der künftigen Unterführung in der Hachestraße.

Mit Fertigstellung des dritten Bauabschnitts wird der Boulevard erstmalig von der Bottroper Straße bis zur Hans-Böckler-Straße für den Verkehr durchgängig befahrbar sein. Innerstädtische Straßen, insbesondere die Hans-Böckler-Straße, werden hierdurch verkehrlich entlastet.

Mit dem Bau des dritten Teilstücks des Berthold-Beitz-Boulevards soll Ende 2021 begonnen werden.

Planungen zur Bahnhofstangente

Durch den Bau des dritten Abschnittes des Berthold-Beitz-Boulevards und der geplanten neuen Straßenbahntrasse auf der Hachestraße und der Hollestraße, kann die Straßenbahn oberirdisch zukünftig am Essener Hauptbahnhof vorbei bis nach Steele fahren.

Mit dieser Planung wird der Straßenzug Hachestraße/Hollestraße zwischen der Hindenburgstraße und dem neuen Hotel am östlichen Eingang des Hauptbahnhofs zu einer Umweltachse umgestaltet, die künftig nur von Bussen, Bahnen und Fahrrädern durchgängig befahren werden kann. Als wichtige Schnittstelle zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt wird der Bahnhofsvorplatz bis auf den direkten Anliegerverkehr vollständig von Autoverkehr entlastet. Durch diese neue Schienenverbindung entsteht eine Umfahrungsmöglichkeit der Innenstadt nach Westen, in Richtung Borbeck, und nach Osten, Richtung Steele, was zudem zu einer Entlastung der Tunnelstrecken der Straßenbahn im Stadtkern führen wird.

Im Planungsbereich ist westlich der Hindenburgstraße eine neue Haltestelle "Hindenburgstraße" vorgesehen, unmittelbar vor dem Hauptbahnhof soll die Straßenbahnhaltestelle "Hauptbahnhof" entstehen. Westlich der Steeler Straße soll an der Haltestelle "Hollestraße" zudem ein neuer Bahnsteig in Betrieb genommen werden.

Die Ruhrbahn plant auf der Strecke die Linie 105 von Steele nach Frintrop sowie die Linie 108 vom Betriebshof Stadtmitte nach Bergeborbeck zu führen.

Mit dem Umbau der Hachestraße und Hollestraße soll im Jahr 2023 begonnen werden. Angestrebt wird, dass in 2025 die Straßenbahn in Betrieb geht.

Kostenübersicht

Die von der Stadt Essen und der Ruhrbahn ermittelten Gesamtkosten für den dritten Abschnitt des Berthold-Beitz-Boulevards sowie der Bahnhofstangente werden auf rund 89 Millionen geschätzt. Nach Absprachen wollen Bund und Land die Stadt Essen und die Ruhrbahn bei der Realisierung des Projektes durch die Bereitstellung von Fördergeldern unterstützen.

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Auf der geplanten Straßenbahntrasse soll künftig eine oberirdische Schienverbindung am Bahnhof vorbei bis nach Steele führen. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen

Die Hachestraße kurz hinter der zukünftigen Kreuzung Berthold-Beitz-Boulevard/Hans-Böckler-Straße, an der eine Unterführung entstehen soll. Foto: Elke Brochhagen, Stadt Essen
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