Kinderbetreuungsstart am 8. Juni: Eingeschränkter Regelbetrieb löst die Notbetreuung ab

05.06.2020

Das Jugendamt der Stadt Essen hat mit allen Trägern der Kinderbetreuungseinrichtungen und Kindertagespflegepersonen die Rückkehr zum eingeschränkten Regelbetrieb am 8. Juni 2020 vorbereitet. Dieser gilt auch für Kinder, deren Eltern in der bisherigen Notbetreuung im Einzelfall eine umfangreichere Betreuung in Anspruch nehmen konnten.

Die Öffnung der Kindertagesbetreuung im eingeschränkten Regelbetrieb erfolgt mit quantitativen wie qualitativen Einschränkungen. "Das ist eine neue Herausforderung. Die Reduzierung um 10 Stunden ist für viele Familien eine weitere Härte. Es stehen aber auch leider bis zu 20 Prozent des Personals nicht zur Verfügung“, sagt Muchtar Al Ghusain, Geschäftsbereichsvorstand Jugend, Bildung und Kultur der Stadt Essen. In den Essener Kitas fehlen teilweise bis zu 20 Prozent des regulären Personals.

Der eingeschränkte Regelbetrieb am 8. Juni sieht folgendes Konzept nach den Vorgaben des Landes Nordrhein-Westfalen vor:

  • Das Betretungsverbot für Kitas und Kindertagespflege wird aufgehoben.
  • Die bisherige Notbetreuung wird aufgelöst.
  • Alle Kinder dürfen wieder zu einem reduzierten Betreuungsumfang von 35, 25 und 15 Stunden pro Woche statt 45, 35, 25 in die Kita kommen.
  • Kitas, die sich aufgrund räumlicher und personeller Kapazitäten in der Lage sehen, ein höheres Stundenangebot zu realisieren, können dies in Absprache mit dem Jugendamt ermöglichen.
  • Kitas, die aufgrund der Personalsituation außer Stande sind, dieses Angebot zu erbringen, können in Absprache mit dem Jugendamt auch nach unten abweichen; dies sollte nur in Ausnahmefällen geschehen.
  • Fälle des Kinderschutzes und besondere Härtefälle sind beim Betreuungsumfang zu berücksichtigen.

Standards des Kinderbildungsgesetzes können noch nicht wieder erreicht und der Fachkraftschlüssel noch nicht erfüllt werden. Das nordrhein-westfälische Familienministerium hat aber klare Standards für den eingeschränkten Regelbetrieb definiert:

  • Es gibt nur feste Gruppen, keine offenen Konzepte.
  • In jeder Gruppe wird mindestens eine Fachkraft eingesetzt.
  • Die Gruppen sind weiterhin räumlich voneinander getrennt.
  • Alle Kontakte müssen nachvollziehbar sein und die Hygienekonzepte eingehalten werden.

Auch die Kindertagespflege startet zum 8. Juni wieder mit der Betreuung von Kindern:

  • Alle Kinder haben Zugang mit dem gebuchten Betreuungsumfang.
  • Der Betreuungsumfang kann bei Überlastung der Gesamtsituation in Absprache mit der Fachberatung reduziert werden.
  • Bis 5 Kinder pro KTPP / bis 9 Kinder in Großtagespflege, aber: räumliche Trennung der Tagespflegepersonen und deren Kinder.

"Ich freue mich sehr über das Engagement aller Tagespflegepersonen, die bereit sind, ab dem 8. Juni wieder Kinder zu betreuen", erklärt Muchtar Al Ghusain. Im Bereich der Kindertagespflege kann es ebenfalls zu reduzierten Betreuungsumfängen kommen, da nicht alle Kräfte zur Verfügung stehen. "Zum Schutz der Kindertagespflegepersonen, Erzieherinnen und Erzieher muss ganz klar sein, dass nur Kinder, die keinerlei Krankheitssymptome zeigen, in die Kindertagespflege oder Kita kommen dürfen. Ich danke allen Beteiligten aus der frühkindlichen Bildung für Ihren Einsatz."

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