Mittelalterliche Funde am Königsiepen im Stadtteil Heisingen

30.07.2020

Bei den Abrissarbeiten anlässlich der Neubebauung eines Geländes in der Straße Königsiepen im Stadtteil Heisingen konnte die Stadtarchäologie zwischen März und Juni 2020 Spuren aus der Vergangenheit feststellen.

Auf dem Baugelände befand sich im 19. Jahrhundert noch ein Gebäude des Linhöferhofes, welches im 20. Jahrhundert bebaut war. Gefunden wurden – neben schlecht erhaltenen Mauerresten - einige Siedlungsgruben aus dem Mittelalter:

Im so genannten Essener Kettenbuch wird der Linhöferhof als "hoeve ter lynden" schon 1332 erwähnt, 1370 wird Gerhardus tor Linden als Aufsitzer im Heberegister zur Pforte genannt. Der Hof gehörte in Heisingen zu den so genannten Kapellenhöfen, die sich "im Dreieck Heisinger Straße, Linhöferberg und Königshof" befanden.

"Die ältesten Funde, die in den kommenden Wochen aber noch genauer untersucht werden müssen, reichen", so Stadtarchäologe Dr. Hopp, "bis in die Zeit um 1000 zurück und somit in eine Zeit, die vor der ersten schriftlichen Erwähnung des Hofes liegt."

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Auch ein Gefäßrest, ein Oberteil eines Topfes, aus dem Spätmittelalter konnte bei den Funden sichergestellt werden.
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