Weiteres Vorgehen bei der Neugestaltung des Regattabereichs am Baldeneysee

18.08.2020

Der Ausschuss für die Sport- und Bäderbetriebe hat in seiner heutigen (18.08.) Sitzung empfohlen, mit der Neugestaltung des Regattabereichs am Baldeneysee zu beginnen und beauftragt die Sport- und Bäderbetriebe Essen (SBE) die Vergabe der benötigten Planungsleistungen im Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Teilnahmewettbewerb durchzuführen.

Nachdem das Vergabeordnung (VgV)-Verfahren im Anschluss an den Planungswettbewerb "Neugestaltung des Regattabereichs am Baldeneysee Essen" im Mai 2020 aufgehoben wurde, erarbeiten die SBE bereits die Planungsaufgabe unter Berücksichtigung der neuen Schwerpunktsetzung.

Die neue Umsetzung soll neben dem Erhalt des Regattaturms, dem Bau einer Tribüne mit umfangreichen Räumlichkeiten im Baukörper und einem multifunktionalen Gebäude neben dem Regattahaus im Wesentlichen folgende Ziele haben: Der Regattabereich soll an die heutigen Anforderungen des Sports und der Sportveranstaltungen mit teilweise internationaler Bedeutung angepasst werden. Zudem soll der Trainingsstandort für die Bundes- und Landesleistungsstützpunkte Kanu und Rudern fortbestehen, berücksichtigt und ausgebaut werden. Auch eine Modernisierung von Zielturm, Tribüne und Regattahaus im Hinblick auf die seitens des Sports erforderliche Funktionalität soll durchgeführt werden. Dabei steht insbesondere der Erhalt des Ensembles aus Zielturm, Tribüne und Regattahaus im Fokus. Auch ein Verkehrskonzept zur Entzerrung des Kreuzungspunktes an der Freiherr-vom-Stein Straße sowie Verbesserungen für den fließenden und ruhenden Verkehr sollen miteinbezogen werden. Ebenso spielt die Ausgestaltung der Eingangssituation zum See unter Berücksichtigung der starken Nutzung durch die Öffentlichkeit sowie die Funktion des Regattabereichs als Ort mit Aufenthaltsqualität eine wichtige Rolle bei der Planung.

Bei einem Austausch der SBE mit Vertreter*innen aus der Politik sowie den Sportvereinen teilten die Nutzer*innen der Verwaltung ihre Anforderungen mit, teilweise in Form konzeptioneller Skizzen sowie Nutzungs- und Flächenvorgaben. Aktuell werden die Flächen-und Raumbedarfe aller Nutzer konkretisiert, zusammengetragen, zwischen allen Beteiligten abgestimmt und konzeptionelle Ideen weiterentwickelt. Die SBE werden alle Anforderungen zusammenführen und daraus ein Leistungsverzeichnis als Grundlage zur Ausschreibung der Planungsleistungen erstellen.

Um die Planungsleistungen vergeben zu können, ist die Durchführung einer EU-weiten Ausschreibung notwendig. Für die Vergabe von Architektenleistungen dieses Umfangs sieht die Vergabeverordnung (VgV) in der Regel das Verhandlungsverfahren mit Teilnahmewettbewerb vor. Ein großer Vorteil des Verhandlungsverfahrens ist die Einflussmöglichkeit auf den vollständigen Planungsprozess und die kürzere zeitliche Dauer bis zur Vergabeentscheidung. Daher schlägt die Verwaltung vor, die Planungsleistungen wieder im Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Teilnahmewettbewerb zu vergeben.

Der zu beauftragende Planer soll dann ein Konzept für das gesamte Areal des Regattabereichs erstellen. Bauliche Erweiterungen und die Anordnung anderer Nutzungen sind aktuell mit dem bestehenden Bebauungsplan im Regattabereich nicht umsetzbar. Daher soll für geplante Neubauten, bauliche Erweiterungen und die Anordnung anderer Nutzungen ein Konzept im Sinne einer Machbarkeitsstudie darlegen, wie die Flächen- und Raumbedarfe umgesetzt werden könnten.

Parallel zum Konzept für das gesamte Areal soll der Planer zwei bis drei Alternativvorschläge für die Realisierungsplanung für den Tribünenneubau erarbeiten. Die Vorzugsvariante soll dann Grundlage für die weitere Planung und den Bau- und Baubeginnbeschluss werden.

Der Rat der Stadt Essen entscheidet in seiner Sitzung am 26. August darüber, ob mit der Neugestaltung des Regattabereichs am Baldeneysee begonnen werden soll und ob die SBE beauftragt werden, die Vergabe der benötigten Planungsleistungen im Verhandlungsverfahren mit vorgelagertem Teilnahmewettbewerb durchzuführen.

Sobald der Ratsbeschluss vorliegt, wird die Leistungsbeschreibung mit allen Beteiligten abgestimmt und die Bekanntmachung für die Ausschreibung soll vorbereitet werden.

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