Europäische Mobilitätswoche zum vierten Mal in Essen

Klimafreundliche Mobilität für alle: Europäische Mobilitätswoche lädt zum Mitmachen ein

08.09.2020

Vom 16. bis 22. September findet erneut die Europäische Mobilitätswoche statt. Auch Essen beteiligt sich in diesem Jahr wieder an dem Projekt der EU-Kommission. Gemeinsam mit 29 Teilnehmer*innen bietet die Stadt verschiedene Veranstaltungen, Mitmach-Aktionen, Vorträge und Informationsangebote rund um das Thema nachhaltige Mobilität für Essener Bürger*innen und Unternehmen an.

Die Europäische Mobilitätswoche (EMW) in Essen ist mit der vierten Teilnahme bereits zu einer kleinen Tradition geworden. Die weltweit größte Kampagne zum Thema nachhaltige Mobilität ermöglicht Städten, neue Ideen, Alternativen und urbane Verkehrsthemen zu präsentieren. Bürger*innen bekommen Gelegenheit, sich zu informieren und Mobilitätsangebote auszuprobieren. Anknüpfend an die erfolgreichen Vorjahre, wird es auch dieses Jahr wieder ein vielfältiges Programm geben. "Für uns ist dieses europäische Format wichtig, weil es eine Woche lang in vielen Städten und Metropolen Europas um das Thema Mobilität geht. Diese Aufmerksamkeit möchten wir nutzen, um mit unterschiedlichen Aktionen und Formaten ins Gespräch über (Alltags-)Mobilität zu kommen. Die Europäische Mobilitätswoche hilft uns dabei, ein Umdenken anzuregen und Alternativen aufzuzeigen, denn die Mobilitätswende kann am Ende nur gelingen, wenn wir jede und jeden in dieser Stadt dazu motivieren können mitzumachen", so Oberbürgermeister Thomas Kufen.

Klimaneutrale urbane Mobilität – Essen ist in Bewegung
Unter dem Motto "Klimafreundliche Mobilität für alle!" werden im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche intelligente Alternativen zum motorisierten Individualverkehr präsentiert und erfahrbar gemacht. Essen bietet seinen Einwohner*innen bereits vielfältige Möglichkeiten der Fortbewegung. Eine alltagstaugliche Mobilität erfordert allerdings nicht nur verschiedene Angebote, sondern auch deren sinnvolle und lückenlose Verknüpfung. Müheloses Umsteigen von der Bahn ins Carsharing-Mobil, die Möglichkeit, das Rad an der Haltestelle sicher abzustellen, aufeinander abgestimmte Anschlusszeiten von Bus und Bahn sowie ein gut ausgebautes Radwegenetz begünstigen nachhaltige Mobilität im urbanen Raum. Essen hat den Wandel erkannt und bereits viele dieser Maßnahmen auch im Zuge des Vergleichs mit der Deutschen Umwelthilfe und dem Land NRW umgesetzt.

Bis zum Jahr 2035 will Essen 75 Prozent aller Verkehrswege mit einem gut durchdachten Mobilitätsplan auf den Umweltverbund, das heißt auf Bus und Bahn, auf das Rad oder den Fußverkehr, verlagern. Nur noch 25 Prozent sollen auf den motorisierten Individualverkehr entfallen. "Es ist schwierig, etabliertes Verhalten zu ändern und Routinen zu durchbrechen. Damit die Menschen in dieser Stadt diesen Weg mitgehen, brauchen wir die passenden Angebote zum Umstieg", betont Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorstand Umwelt, Verkehr und Sport. Auch die Ruhrbahn GmbH möchte den Anforderungen der Essener*innen gerecht werden: "Wir brauchen gleiche Rechte für Auto, Rad, Fußverkehr und ÖPNV. Ohne Bus und Bahn sind die Klimaziele der Stadt nicht zu erreichen. Der Umstieg vom Auto auf den ÖPNV ist nur mit einem attraktiven Angebot zu schaffen", erklärt Georg Grindau, Leiter Mobilitätsmanagement der Ruhrbahn GmbH.

Mobilitätspartnerschaft Essen - Gemeinsam engagiert
Bei der Verkehrswende kommt es auch auf die vielen starken Wirtschaftsunternehmen in Essen an. Darum haben im November 2018 die Handwerkskammer Düsseldorf, die IHK, die Kreishandwerkerschaft Essen, die Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH und die Stadt Essen eine Mobilitätspartnerschaft initiiert. Die Partner engagieren sich für nachhaltige Mobilität und die Verbesserung der Luftqualität. Unternehmen bietet die Mobilitätspartnerschaft Informationen, Veranstaltungen, Workshops und Beratungen an und gibt Antworten auf Fragen wie: Wie sieht die Mobilität der Zukunft aus? Werden sich Fuhrparks, Geschäftsreisen, Kundenerreichbarkeit und Mitarbeitermobilität verändern? Wie kann betriebliche Mobilität neu gestaltet werden, ohne den laufenden Betrieb aus den Augen zu verlieren? "Unternehmen können von einer optimierten betrieblichen Mobilität durch geringere Emissionen, finanzielle Einsparungen, eine höhere Mitarbeitermotivation und die Gesundheitsförderung der Beschäftigten deutlich profitieren", erklärt Gabriele Poth von der Handwerkskammer Düsseldorf. "Die Handwerkskammer wird die Unternehmen durch ein Beratungsangebot bei der Auswahl und auch der Umsetzung der Maßnahmen im Rahmen der Partnerschaft unterstützen."

Mitmachen und Erfahrungen sammeln
Die Essener*innen können sich bei der Europäischen Mobilitätswoche auch in diesem Jahr wieder auf ein breites Programm mit insgesamt 41 Aktionen freuen. Laufend, radelnd, schippernd oder rollend können sich die Teilnehmer*innen durch die City bewegen und neue Wege und Möglichkeiten der Fortbewegung entdecken.

Verschiedene Programmpunkte wie die "Feierabendradtour für jedermann", "Radeln ohne Alter – Rikscha-Pendelfahrten", ein Spaziergang durch das smarte Quartier an der Huyssenallee, Informationen rund um das Trendmobil eScooter inklusive Teststrecke oder auch Stadtrundfahrten mit E-Bike / Pedelec entlang der Ruhr laden ein, mitzumachen. Führungen und einen Blick hinter die Kulissen gewähren beispielsweise die Deutsche Post AG und die Ruhrbahn GmbH allen Interessierten. Gezeigt werden die CO2-freie Zustellung von Paketen mit dem StreetScooter sowie die Werkstatt der Ruhrbahn GmbH.

Der digitale Mobilitätstag (Do., 17.09., 14–18 Uhr), Informationsveranstaltungen wie das Beratungs- und Zertifizierungsangebot für fahrradfreundliche Arbeitgeber (Do., 17.09., 10–12 Uhr) und die Telefon-Sprechstunde „Sonne im Tank“ (Fr., 18.09., 9–12 Uhr und 14–18 Uhr) eröffnen neue Perspektiven auf das Thema nachhaltige Mobilität in Essen. Die Einweihung des ersten Parklets in Essen (Mi., 16.09., ab 15 Uhr) oder der PARK[ing] Day (Fr., 18.09., ab 15 Uhr) in Holsterhausen, Rüttenscheid und dem Südviertel zeigen, wie Parkraum z. B. in kleine Parks, Orte zum Spielen und Ausruhen oder für ein buntes Miteinander verwandelt werden kann. Außerdem gibt es eine Danke-Aktion für Fahrradfahrer*innen und ihren Beitrag zu nachhaltiger Mobilität in Essen. Mit geführten Schnupperfahrten erwartet die Essener Bürger*innen zudem die Eröffnung der Fahrradachse A, die von Rüttenscheid / Südviertel über Holsterhausen nach Frohnhausen führt.

Die Stadt Essen freut sich auch in diesem Jahr wieder auf alle neugierigen, abenteuerlustigen und interessierten Teilnehmer*innen.

Das detaillierte Programm finden Interessierte im Programmheft oder unter www.essen.de/emw.

Herausgeber:

Stadt Essen
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URL: www.essen.de/presse


Pressekonferenz am 8. September anlässlich der Europäischen Mobilitätswoche. V.l.n.r.: Sabrina Spiertz, Grüne Hauptstadt Agentur, Simone Raskob, Dezernentin für Umwelt, Verkehr und Sport, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Johannes Baum, Projektleiter Agentur planwärts, und Georg Grindau, Leiter Mobilitätsmanagement der Ruhrbahn GmbH
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