Stadt Essen als neue Mitgliedstadt des "European Climate Adaptation Award (eca)" begrüßt

22.09.2020

Zur Förderung des Engagements im Klimaschutz haben der Hauptausschuss und der Rat der Stadt am 25. März bzw. 27. Mai dieses Jahres die Teilnahme am Programm "European Climate Adaptation Award (eca)" für die Dauer von vier Jahren beschlossen. Nun wurde die Stadt Essen offiziell als neue Mitgliedstadt des "European Climate Adaptation Award (eca)" begrüßt. Durch die Teilnahme am eca erhofft sich die Stadt Essen Impulse für die Integration der Klimaanpassung in das Verwaltungshandeln und die Entwicklung von weiteren konkreten Maßnahmen und Projekten, die die Resilienz der Stadt gegenüber den Folgen des Klimawandels stärken.

Auswirkungen des Klimawandels in der Stadt Essen

In den vergangenen Jahren haben Auswirkungen des Klimawandels in Form von Extremwetterereignissen für erhebliche Schäden in der Stadt Essen gesorgt. Betroffen ist hierbei häufig die Grüne Infrastruktur. So verursachte der Sommersturm Ela im Jahr 2014 einen Verlust von über 20.000 Stadtbäumen. Zusätzlich zu diesen Schäden wird der Baumbestand auch durch die Trockenheit der letzten Jahre geschwächt.

Um die Leistungen der Bäume zu erhalten, werden viele der Standorte gewässert, was einen hohen personellen und finanziellen Aufwand und eine verstärkte Nutzung der Trinkwasserressourcen mit sich bringt. Hinzu kommen Starkregenereignisse, die immer wieder lokal für Überflutungen sorgen. Extremwetterereignisse verdeutlichen im besonderen Maße, wie wichtig Anpassungsmaßnahmen an die Folgen des Klimawandels sind - auch um in Zukunft Schäden abzumildern und Kosten zu senken.

Neben klimasensiblen Planungsprojekten und wasserwirtschaftlichen Maßnahmen prägt daher zunehmend das Bild der "Schwammstadt" die Entwicklung des städtischen Raums in Essen: In ersten Pilotprojekten werden Baumrigolen realisiert, um das anfallende Regenwasser zwischen zu speichern, sodass es in Trockenzeiten den Bäumen zur Verfügung steht. Weitere Informationen finden Interessierte unter www.european-climate-award.de.

Ablauf der Teilnahme

Eine eca-Beratung begleitet den gesamten Prozess, der durch ein fachübergreifendes Team der Stadtverwaltung bearbeitet wird. Dabei erfolgt eine systematische Ist-Analyse, die zur Erstellung eines Stärken-Schwächen-Profils führt. Aus diesem werden Anpassungspotenziale und Handlungsoptionen abgeleitet und notwenige Maßnahmen entwickelt. Diese werden in einem Arbeitsprogramm konkretisiert, zusammengefasst und zur Unterstützung der Umsetzung im Rat beschlossen.

Der in der Regel vier Jahre andauernde eca-Zyklus schließt analog zum eea bei nachweisbarem Erfolg der umgesetzten Maßnahmen, Projekte und Aktivitäten mit einer externen Zertifizierung und Auszeichnung ab. Die Prozessschritte werden in regelmäßigen Zyklen wiederholt, um die Anpassungsaktivitäten fest in der kommunalen Arbeit zu verankern und die Maßnahmeneffizienz zu steigern. Bereits vorhandene Maßnahmen werden dabei reaktiviert und integriert sowie neue Maßnahmen initiiert, um einen ständigen Entwicklungsprozess in der Kommune zu fördern.

Zum Hintergrund

Der "European Climate Adaptation Award (eca)" ist ein Programm für alle Städte und Gemeinden, die ihre Anpassungskapazität identifizieren und die Umsetzung von Klimaanpassungsmaßnahmen vorantreiben wollen.

Seit September 2019 fördert das Land Nordrhein-Westfalen kommunale Qualitätsmanagementsysteme im Bereich Klimafolgenanpassung. Im Rahmen dieser Förderung können Kommunen mit externer Unterstützung eine Vulnerabilitätsanalyse erstellen und ein Maßnahmenpaket erarbeiten. Zur erfolgreichen Zertifizierung zum Abschluss des Programms ist die Umsetzung von Maßnahmen erforderlich. Das Antragsformular und weitere Informationen erhalten Sie beim Projektträger Energie, Technologie, Nachhaltigkeit (ETN).

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