Entwicklung der Essener Innenstadt Thema im Rat

24.03.2021

In seiner Februarsitzung hatte der Rat der Stadt Essen die Verwaltung und die EMG - Essen Marketing GmbH (EMG) damit beauftragt, eine Strategie zur Wiederbelebung der Innenstadt für die Zeit nach dem Ende des Corona-Lockdown zu entwickeln. In seiner heutigen Sitzung (24.03.) befasste sich der Rat mit der Entwicklung der Essener Innenstadt und stimmte zudem für die Bereitstellung von finanziellen Mitteln in Höhe von insgesamt 445.000 Euro, die für die Umsetzung von Maßnahmen zur Wiederbelebung der Essener Innenstadt und der Mittelzentren durch die EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) und die Stadtverwaltung verwendet werden sollen.

Maßnahmen für Innenstadt und Mittelzentren

Unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Entwicklungen plant die EMG – Essen Marketing GmbH (EMG) die Durchführung einer "Wiedereröffnungs-Kampagne" unter Einbeziehung der lokalen Akteure. Zudem sollen Grünschmuck, große Pflanzkübel, Beleuchtungselemente sowie künstlerische Objekte das Erscheinungsbild der Innenstadt kurzfristig aufwerten. In den Mittelzentren Altenessen, Borbeck, Rüttenscheid und Steele sind ebenfalls Grüngestaltungen zur Aufwertung vorgesehen. Der Kennedyplatz als zentraler Platz des Stadtkerns soll darüber hinaus mit einer "Fiesta-Krone" stimmungsvoll inszeniert und in den Abendstunden erleuchtet werden. Außerdem sollen Strom-und Verteilerkästen durch hiesige Künstler*innen kurzfristig gestaltet und verschönert werden.

Um Gäste der Stadt künftig zielgerichtet zu lenken und auf bauliche und kulturelle Highlights hinzuweisen, hat die EMG ein touristisches Fußgängerbeschilderungssystem entwickelt, welches künftig mit hochwertig gestalteten blauen Masten eine Orientierung bieten soll. An touristisch relevanten Orten sollen zudem hochwertig gestaltete Informationsstelen aufgebaut werden, die Hinweise zum betreffenden Ort sowie zu attraktiven Zielen im direkten Umfeld geben sollen. In einem ersten Bauabschnitt ist die Umsetzung im Stadtkern sowie in Rüttenscheid, in Südviertel und am Baldeneysee geplant. Weitere Stadtteile mit touristischen Angeboten sollen im Jahresverlauf sukzessive folgen.

Um die Stärkung der Aufenthaltsqualität der Innenstadt zu fokussieren plant die EMG die Gastronomieszene gezielt in den Blick zu nehmen. Die EMG möchte Essen demnach zur ersten Stadt in Deutschland machen, die für ihren Stadtkern ein umfassendes Gastronomiekonzept erstellt. Für diese Pionieraufgabe konnte eine erfahrene und etablierte Beratungsfirma gewonnen werden, die als einzige Gastronomieberatung in Deutschland auf die Ansiedlung inhabergeführter Gastronomiebetriebe und Entwicklung gastronomischer Standorte spezialisiert ist. Ziel ist es, gastronomische Cluster in der Innenstadt zu bilden, Anbieter*innen für diese Cluster zu finden, in Kontakt mit den Gebäudeeigentümer*innen zu kommen und in kurzer Zeit an einem Standort gleich mehrere, sich gegenseitig befruchtende Konzepte anzusiedeln. Die Ergebnisse und das weitere Vorgehen werden den politischen Gremien im vierten Quartal 2021 vorgestellt.

Ansiedlung von Startup und innovativen Handelskonzepten

Aktuell werden zudem noch innovative Start-ups, Popup-Stores, Gastronomie- und Handels-Konzepte für die Essener Innenstadt gesucht, die durch Fördermittel des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Sofortprogramms Innenstadt bei ihrer Ansiedelung in Essen unterstützt werden. Noch bis zum 31. März besteht die Möglichkeit, sich zu bewerben. Inzwischen sind bereits einige attraktive und vielversprechende Konzepte eingereicht worden, sodass aktuell bereits Besichtigungen der Bewerber*innen stattfinden. Nach Ablauf der Bewerbungsfrist wird eine Jury die eingegangenen Bewerbungen bewerten und die in Frage kommenden Konzepte auswählen.

Weiterentwicklung des Innenstadtentwicklungskonzepts

Im Zuge der Beratungen wurde die Stadtverwaltung in der heutigen Ratssitzung (24.03.) zudem damit beauftragt, das Innenstadtentwicklungskonzept unter Einbindung von Sachverständigen, der Wissenschaft sowie einer repräsentativen Anzahl von Immobilieneigentümer*innen sowie einer erweiterten Bürgerbeteiligung weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung soll als Handlungskonzept Innenstadt unter anderem die Stärkung der Innenstadt als Zentrum sowie ihrer Funktion als Einzelhandels-, Wohnstandort-, Büro- sowie Bildungs-, Freizeit-, und Kulturstandort beinhalten. Darüber hinaus sollen Aussagen über die Handlungsfelder Gastronomie, Handel, Wohnen, Dienstleistungen und Gewerbe, Kreativwirtschaft sowie Freizeit und Kultur, aber auch Sicherheit und Sauberkeit, Mobilität und Verkehr, Barrierefreiheit sowie Umwelt- und Klimaschutz getroffen und entsprechende Handlungsempfehlungen und Finanzierungsmöglichkeiten für die künftige Entwicklung aufgezeigt werden.

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