Offizielle Eröffnung der Hebammenzentrale des ASB RV Ruhr e.V.

17.06.2021

Sehr viele Schwangere und Wöchnerinnen stehen vor dem gleichen Problem: das Finden einer Hebamme, die die Betreuung vor und nach der Geburt übernimmt. Bisher wurde für die Suche das Internet durchforstet, die Hebammenliste auf der Seite der Stadt Essen oder die Liste der Krankenkassen abtelefoniert und gehofft, dass dies zum Erfolg führt.

Dieser Problematik hat sich die Kommunale Gesundheitskonferenz Essen unter Leitung von Stadtdirektor und Gesundheitsdezernent Peter Renzel vor einiger Zeit angenommen. Gemeinsam wurde nach einer Lösung gesucht, die die aufwändige Suche für werdende Eltern erleichtert. Auch für die niedergelassenen Hebammen ist mit der Zeit der administrative Aufwand stetig gestiegen. Um sowohl die werdenden Eltern als auch die Hebammen zu entlasten, ist die Idee der Einrichtung einer Hebammenzentrale für Essen entstanden. Heute (17.06.) konnte die Hebammenzentrale mit Unterstützung des Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Regionalverband Ruhr e.V. offiziell eröffnet werden.

Unterstützung bei der Hebammensuche

Die Erfahrung, wie schwer es sein kann eine Hebamme zu finden, machte auch Jennifer Kastaun, die seit Januar 2021 eine Hebamme suchte und von elf Hebammen Absagen erhielt. Dieser Problemstellung nimmt sich nun die Hebammenzentrale des ASB RV Ruhr e.V. an und möchte Schwangere, frischgebackene Mütter und Hebammen zusammenbringen. Jennifer Kastaun wendete sich nach dem Tipp einer Hebamme an die Hebammenzentrale und wurde innerhalb kürzester Zeit an eine Hebamme vermittelt, was sie sehr glücklich machte.

Seit Februar 2021 ist das Projekt Bestandteil des ASB Regionalverband Ruhr e.V.. Das Team besteht aus drei Mitarbeiterinnen, die sich unter anderem damit befassen Hebammen zu akquirieren, Kooperationspartner zu gewinnen und mittels der Vermittlung von Schwangeren und Wöchnerinnen an Hebammen, die Bedarfe auf die vorhandenen Kapazitäten zu verteilen.

Um eine Vermittlung anzustoßen müssen sich die Schwangeren oder Wöchnerinnen bei der Hebammenzentrale melden. Kontakt zur Hebammenzentrale kann entweder über das Kontaktformular , das auf der Homepage des ASB verfügbar ist oder telefonisch unter 0201-87 00 155, in den Sprechstunden am Dienstag und Donnerstag zwischen 8:30 und 12:30 Uhr aufgenommen werden. Nachdem die benötigten Informationen der Schwangeren oder Wöchnerinnen aufgenommen wurden, wird sehr passgenau nach einer Hebamme gesucht. In aller Regel erfolgt kurzfristig eine Vermittlung. Während der Vermittlung durch die Hebammenzentrale sollen die Schwangeren und Wöchnerinnen die eigenständige Suche komplett einstellen. Dies verhindert unnötige Komplikationen im Vermittlungsprozess und parallele Anfragen bei Hebammen.

Positive Resonanz

Bisher erreichten die Hebammenzentrale seit Anfang April 53 Anfragen, wovon bereits 32 zeitnah vermittelt werden konnten. Die bisherigen Rückmeldungen sind stets positiv. Hebammen wie Sarah Sterl oder Adele Donnermeyer sind bisher zufrieden und empfinden die Zusammenarbeit als unkompliziert. Von der Zusammenarbeit mit der Hebammenzentrale erhofft sich Sara Sterl, dass eine übergreifende Koordination von Bedarfen und Kapazitäten erfolge, die es für beide Seiten so viel einfacher mache. Adele Donnermeyer erhofft sich, dass mehr Frauen von Hebammen betreut werden können, da die Zentrale die Kontakte nach dem Einzugsgebiet besser koordinieren könne. Die Frauen müssten nicht mehr hinterhertelefonieren und die Hebammen hätten mehr Zeit für die Betreuung. Diese positiven Effekte, die durch die Zusammenarbeit entstehen, verfolgen auch die Mitarbeiterinnen der Hebammenzentrale, da sie sich als das Bindeglied zwischen beiden Parteien verstehen. Um möglichst alle Anfragen von Schwangeren und Wöchnerinnen positiv vermitteln zu können ist die Hebammenzentrale auf ein großes Netzwerk von Hebammen angewiesen. Hebammen, die gerne in der Zentrale aufgenommen werden möchten, können sich über das Kontaktformular auf der Homepage des ASB registrieren lassen.

Um die Zukunft der Hebammenzentrale zu sichern und diese für weitere Projekte rund um die Themen Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett zu öffnen, ist das Projekt auf Spenden angewiesen. Jede Spende die auf das Spendenkonto des ASB RV Ruhr e.V. IBAN: DE25 3702 0500 0007 2708 02, Bank für Sozialwirtschaft mit dem Verwendungszweck Hebammenzentrale eingeht hilft dem Projekt. Nähere Auskunft dazu finden Interessierte auf der Homepage des ASB RV Ruhr e.V. und können innerhalb der Sprechzeiten bei den Mitarbeiterinnen eingeholt werden.

Herausgeber:

Stadt Essen
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Stadtdirektor Peter Renzel (Mitte) bei der offiziellen Eröffnung der neuen Hebammenzentrale.
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