Steinzeitfund in Burgaltendorf

02.09.2021

Bei Nachforschungen der Essener Stadtarchäologie konnte nördlich der Burgstraße in Burgaltendorf auf einer bekannten Fundstelle eine ursprünglich etwa 5 Zentimeter lange Spitze aus dunklem, aus dem Baltikum stammenden Feuerstein gefunden werden. Leider ist das Fragment sehr stark beschädigt. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass das entdeckte Gerät aus der Jungsteinzeit (6. bis 3. Jahrtausend v. Chr.) stammt.

Besonders dieser Feuerstein, der mit den Eiszeiten bis an die Ruhr gelangte und auch als Geschiebefeuerstein bezeichnet wird, diente den hier siedelnden Menschen in der Jungsteinzeit als Rohstoff bei der Herstellung von Pfeilspitzen, Bohrern aber auch von Beilen. Während in den älteren Phasen der Altsteinzeit und der Mittleren Steinzeit die Menschen noch als umherziehende Jäger und Sammler lebten, lassen sich in der Jungsteinzeit Siedlungen mit Häusern aus Holz finden.

Auch in Burgaltendorf und in anderen Ortsteilen von Essen wurden schon mehrfach jungsteinzeitliche Geräte aus Feuerstein gefunden, aber keiner der Siedlungsplätze ist bisher genau erforscht oder sogar vollständig ausgegraben worden. Allerdings wurden schon vor fast 30 Jahren bei Ausgrabungen auch einige Reste einer steinzeitlichen Siedlung unweit der Worringstraße in Burgaltendorf angeschnitten.

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Diese Pfeilspitze aus der späten Jungsteinzeit oder der frühen Bronzezeit wurde erst im letzten Jahr in Burgaltendorf gefunden.
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