Rat der Stadt Essen entscheidet sich für Zusammenführung der Konzepte zur Vermeidung der Folgen von Kinder- und Jugendarmut

22.09.2021

Der Rat der Stadt Essen hat sich in seiner heutigen Sitzung (22.09.) dazu entschieden, die Ansätze zur Vermeidung der Folgen von Kinder- und Jugendarmut unter dem Dach von "kinderstark – NRW schafft Chancen" zusammenzuführen. Unter Federführung des Jugendamtes wird eine Präventionsstrategie unter Beteiligung des Fachbereichs Schule, des Sozialamtes, des Gesundheitsamtes, des JobCenters Essen und anderer Akteur*innen entwickelt und umgesetzt. Eine erste Berichterstattung und Umsetzungsplanung sollen im Frühjahr 2022 vorgelegt werden.

Die Personal- und Budget-Ressourcen aus dem Jugendamt für das Projekt "Starke Quartiere – starke Menschen (SQSM)" (Personal und Budget) werden über den Projektzeitraum hinaus fortgeführt und mit den Aufgaben des Programmes "kinderstark – NRW schafft Chancen" beauftragt, wenn die vorgesehenen Personalressourcen als kommunaler Eigenanteil (20 Prozent) anerkannt und die darüber hinausgehenden Personaleinsätze vom Fördergeber refinanziert werden.

Ziel aller Anstrengungen im Rahmen der Umsetzung des Landesprogrammes "kinderstark – NRW schafft Chancen" ist die Erhöhung der Teilhabechancen von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien in Essen. Zukünftig soll vor diesem Hintergrund die fachbereichsübergreifende Zusammenarbeit in Essen im Sinne einer Verantwortungsgemeinschaft noch weiter ausgebaut werden, sowohl auf Maßnahmenebene als auch bezogen auf die dezentralen und gesamtstädtischen Netzwerke. Unter dem Dach des Programmes "kinderstark – NRW schafft Chancen" können die bereits bestehenden Konzepte und Programme systematisch zusammengeführt und langfristig bearbeitet werden.

Die Projekttätigkeiten sollen im Herbst aufgenommen werden. Zuvor ist die Antragstellung beim Landschaftsverband Rheinland notwendig. Im Fachbereich Jugend wird eine Regiestelle "kinderstark" aufgebaut. Das Projektteam wird in der Abteilung Jugendhilfeplanung des Jugendamtes verankert, wo das entsprechende Know-how in der Netzwerkarbeit und im Aufbau von Präventions- und Bildungsketten vorhanden ist. Die Personalkosten sind bereits im Personalkostenbudget des Jugendamtes enthalten. Bei Weiterführung der Maßnahmen über das Jahr 2022 hinaus sind die erforderlichen Personalkosten entsprechend auch in den Folgejahren bereitzustellen. Darüber hinaus werden beim Land für 2022 voraussichtlich Mittel in Höhe von bis zu 408.222 Euro für Sachkosten und Maßnahmenförderungen abgerufen und für konkrete Aktivitäten eingesetzt.

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