Integrierte Sportentwicklungsplanung für die Stadt Essen

22.09.2021

Der Rat der Stadt hat in seiner heutigen (22.09.) Sitzung die Aufstellung einer integrierten Sportentwicklungsplanung für Essen beschlossen.

Hintergrund ist das nachgewiesene geänderte Sport- und Freizeitverhalten der Bürger*innen, die Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie und der wachsende Sanierungsbedarf in den bestehenden städtischen Sportstätten. Sowohl die allgemeinen Rahmenbedingungen als auch die Bedarfe haben sich in den letzten Jahren stark verändert. Essen muss sich den zeitgemäßen Entwicklungen in der urbanen Sport- und Bewegungskultur anpassen.

Mit der integrierten Sportentwicklungsplanung sollen Leitideen sowie strategische und operative Ziele mit Hilfe von Szenarien für die kommenden 5 bis 10 Jahre entwickelt werden. Dabei sollen die sport-, spiel- und bewegungsraumplanerischen Ansätze in Einklang mit der stadtentwicklungspolitischen Planung stehen. Anschließend soll ein Maßnahmenkatalog für die nächsten Jahre erarbeitet werden.

Ein großer Teil der Planung beinhaltet die Durchführung einer vollständigen Analyse der Ausgangssituation. Dabei sollen unter anderem die Themen Sportverhalten, Zielgruppen, organisierter sowie nichtorganisierter Sport, sowie Barrierefreiheit und Inklusion berücksichtigt werden. Dafür soll unter anderem der bis dahin von der Verwaltung erstellte Sportstättenkataster verwendet werden.

Die Sportentwicklungsplanung soll dann konkrete Daten liefern, die eine zielgenaue, sinnvolle und wirtschaftliche Steuerung der Investitionen zur Entwicklung und Sanierung von Sportstätten ermöglicht. Ziel ist es auch, dass die bestehenden räumlichen Ressourcen (Sporthallen, Sportplätze, Bäder etc.) effizienter genutzt werden können, indem die Bedarfe und die tatsächlichen Nutzungen ermittelt und abgeglichen werden.

Mit der Entwicklung der integrierten Sportentwicklungsplanung soll ein externer Dienstleister beauftragt werden, denn es handelt dabei um eine komplexe Planung und einen vielschichtigen Moderationsprozess.

Die Verwaltung wurde beauftragt eine entsprechende Ausschreibung durchzuführen. Die Kosten für den Auftrag belaufen sich auf 200.000 Euro.

Zum Hintergrund

Der Essener Bevölkerung stehen aktuell zahlreiche städtische Sport- und Freizeiteinrichtungen zur Verfügung:

  • 186 Sport-, Turn- und Gymnastikhallen
  • 46 Sportplatzanlagen
  • 14 Schwimmbäder
  • 427 Spielplätze
  • 109 Bolzplätze und mehr als 2.500 Hektar Grünanlagen, Erholungswald und Außenanlagen an Schulen und Kitas.

Zuständig für den Betrieb und die Unterhaltung dieser Einrichtungen sind die Sport- und Bäderbetriebe Essen, die Immobilienwirtschaft der Stadt Essen und der Fachbereich Grün und Gruga.

Bei der integrierten Sportentwicklungsplanung sollen auch die organisatorischen Abläufe und Zuständigkeiten zwischen diesen städtischen Stellen beachtet und optimiert werden.

Sportvereine und ESPO

In Essen gibt es ein breitgefächertes Sportangebot verteilt über 35 Sparten für alle Altersgruppen. Mit Stand Juni 2021 gibt es 504 Sportvereine mit rund 119.000 Mitgliedern. Die Sportvereine haben sich zum überwiegenden Teil im Essener Sportbund e.V. (ESPO) zusammengeschlossen. Er berät und fördert seine Mitglieder, betreibt und entwickelt aber auch selbst Angebote und Einrichtungen. Neben den städtischen Einrichtungen und den Sporteinrichtungen des ESPO gibt es 150 vereinseigene Anlagen in Essen, von den rund 120 einen jährlichen Betriebskostenzuschuss erhalten.

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