Rat beschließt weiteres Vorgehen zur Gesundheitsversorgung im Essener Norden

15.12.2021

Der Rat der Stadt Essen hat in seiner heutigen (15.12.) Sitzung das weitere Vorgehen für die Planungen des Gesundheitsstandortes Essener Norden beschlossen. Die Verwaltung wurde dabei mit der Umsetzung der vorgestellten Konzepte beauftragt.

Der Rat sprach sich dafür aus, dass die Verwaltung die Planungsgespräche mit Investoren und möglichen Trägern und Partnern für das integrierte sektorenübergreifende Gesundheitszentrum (ISGZ) in Stoppenberg aufnehmen und dem Rat im ersten Quartal 2022 die konkrete Umsetzungsplanung vorstellen soll.

Außerdem soll die Verwaltung die Beteiligung der Stadt Essen oder eines städtischen Beteiligungsunternehmens als (Mit)Gesellschafter des ISGZ sowie die Verfügbarkeit eines Interimsstandortes für das ISGZ im Bezirk VI prüfen. Auch geprüft werden soll, ob eine städtische Beteiligung analog zum Verfahren bezüglich des ISGZ auch an den Gesundheitskiosken in Betracht kommt. Des Weiteren soll geprüft werden inwieweit die Einbindung der Kommunalpolitik am Betrieb der Gesundheitskioske und des ISGZ gewährleistet werden kann.

Das Konzept für die beiden Gesundheitskioske soll planmäßig umgesetzt werden und der Ausschuss für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration, sowie die Bezirksvertretungen V und VI regelmäßig über den Sachstand informiert werden. Der Start der Gesundheitskioske an den beiden Standorten soll möglichst im 1. Quartal 2022 erfolgen. Beide Standorte müssen umgebaut werden. Die Rekrutierung des Fachpersonals soll nach Gründung der Managementgesellschaft beginnen.

Die Verwaltung wurde zudem beauftragt, zeitnah im Bezirk V oder VI eine Notfallpraxis einzurichten. Am Standort des ehemaligen Marienhospitals soll die Verwaltung außerdem die Einrichtung eines (interkulturellen) Kindergesundheitszentrums als Präsenzstruktur inklusiv der strukturellen Einbindung des Allgemeinen Sozialdienstes und des Jugendpsychologischen Instituts des Jugendamtes entwickeln.

Zudem soll eine wissenschaftliche Evaluierung der Gesundheitskioske sichergestellt werden, die neben der Fragestellung nach der Wirksamkeit der neuen Angebote und gesundheitsökonomischen Aspekten, auch die Prüfung der Übertragbarkeit auf andere Stadtteile/Stadtbezirke beinhalten sollte. Dafür soll auch die Möglichkeit einer Förderung mit Bundes- und Landesmitteln geprüft werden.

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