Unterwegs in sauberen Wasserstoff-Bussen: 4,8 Millionen Euro klimafreundliche Mobilität im Ruhrgebiet

NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes überreicht Förderbescheid an die Ruhrbahn GmbH

09.05.2022

Das Land Nordrhein-Westfalen treibt den Fortschritt zukunftsfähiger Mobilität weiter voran. Dazu gehört die Förderung von alternativen, emissionsarmen Antrieben von Busflotten. In diesem Rahmen hat NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes der Ruhrbahn GmbH einen Förderbescheid in Höhe von über 4,8 Millionen Euro zur Beschaffung von 19 wasserstoffbetriebenen Linienbussen überreicht. Damit kommt die Ruhrbahn GmbH der Umsetzung des "Zero Emission"-Ziels im öffentlichen Personennah-verkehr einen großen Schritt näher.

Verkehrsministerin Ina Brandes: "Wir wollen mehr Menschen zum Umstieg auf Bus und Bahn bewegen. Das gelingt mit attraktiven Angeboten im Nahverkehr. Deswegen fördert die Landesregierung seit 2017 die Umstellung von kompletten Busflotten auf klimaschonende Antriebe – wie hier in Essen und Mülheim an der Ruhr. Ich freue mich sehr, heute der Ruhrbahn einen Förderbescheid über 4,8 Millionen Euro für 19 neue Wasserstoffbusse zu überreichen. Immer mehr Verkehrsunternehmen in Nordrhein-Westfalen nutzen mittlerweile die Möglichkeit, ihren Fuhrpark klimafreundlich zu modernisieren. So stärken wir gemeinsam die Luftreinhaltung in Städten und Gemeinden und sorgen auch für mehr Lebensqualität!"

Michael Feller, Geschäftsführer der Ruhrbahn GmbH: "Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen werden wir in zwei Jahren den Betrieb unserer emissionsfreien Busflotte in Essen und Mülheim aufnehmen können. Ende 2024 werden die ersten Wasserstoffbusse von unseren Betriebshöfen Ruhrallee in Essen und Rosendahl in Mülheim aus ihre Fahrten ins Bediengebiet der Ruhrbahn starten. Ich freue mich, dass wir unseren Fahrgästen dann einen noch attraktiveren und klimafreundlicheren ÖPNV anbieten können."

Ronald R.F. Lünser, Vorstandssprecher des Verkehrsverbund Rhein-Ruhr: "Mit der Förderung der 19 wasserstoffbetriebenen Linienbusse für die Ruhrbahn leisten das Land Nordrhein-Westfalen und der VRR einen wichtigen Beitrag. So können energie-effiziente Antriebssysteme alltags- und linientauglich gemacht werden und der Einsatz bei Verkehrsunternehmen trägt zudem noch zur Umwelt- und Luftreinhaltung bei."

Bereits 2017 beauftragte die Ruhrbahn die Machbarkeitsstudie "Zero Emission", um den Einsatz von Wasserstofftechnologie im Vergleich zu Batterietechnik (Depot-Lader) zu prüfen. Darauf folgte das Projekt "H2 Zero Emission", welches ein Infrastrukturkonzept, ein Konzept zur Fahrzeugbeschaffung und die Sicherstellung der Versorgung mit Wasserstoff entwickelte. Die vollständige Technologieumstellung der Ruhrbahn wird in zwei Phasen erfolgen: Die Startphase ab 2024 ebnet den Einstieg in die Wasserstofftechnologie. In der Ausbauphase ab 2027 soll der vollständige Umstieg auf Brennstoffzellenbusse erfolgen.

"Das Thema Wasserstoff ist für uns als Ruhrgebietskommune und Metropolregion ein entscheidendes Zukunftsthema", so Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen. "Unsere Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Wasserstoff-Ökosystems im Rahmen einer Förderung als Wasserstoffregion in Deutschland hat gezeigt, dass vor allem im Mobilitäts- und Wärmesektor, aber auch in der Industrie, die Verwendung von Wasserstoff zu großen Einsparungen von CO2 führen kann. Deshalb unterstützt uns das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen nun nicht nur dabei, die bestehende Flotte der Ruhrbahn sukzessive durch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zu ersetzen, sondern gleichzeitig damit auch die Energiewende im entscheidenden Mobilitätssektor voranzutreiben und hier wichtige CO2-Einsparungen zu erreichen."

"Für Mülheim bedeutet der Förderbescheid des Landes ganz konkret einen Schritt hin zu besserer Luft in dicht besiedelten Bereichen wie zum Beispiel der Innenstadt. Wir profitieren ganz klar vom Technologiewechsel der Ruhrbahn", sagt Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr, Marc Buchholz. "Der emissionsfreie Busverkehr ist ein wichtiger Baustein auf unserem Weg hin zu einer besseren Klimabilanz."

Die Ruhrbahn bewegt in Essen und Mülheim an der Ruhr jedes Jahr etwa 140 Millionen Fahrgäste – davon nutzt rund die Hälfte der Fahrgäste den Bus.

Hintergrund

Bereits seit 2017 fördert das Verkehrsministerium die Anschaffung von batterie-elektrisch und wasserstoffbetriebenen Linienbussen des ÖPNV, die dafür notwendige Ladeinfrastruktur sowie die Werkstatteinrichtungen. Die Anschaffung von E-Bussen wird mit 60 Prozent der Kosten, die den Preis eines regulären Diesel-Busses übersteigen, gefördert. Die Infrastrukturkosten werden sogar mit 90 Prozent gefördert. Mit der Förderung soll der Markthochlauf dieser Fahrzeuge unterstützt werden.

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Übergabe des Förderbescheids an die Ruhrbahn GmbH durch Verkehrsministerin Ina Brandes (links). Daneben Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen (Mitte) und Marc Buchholz, Oberbürgermeister der Stadt Mülheim (Ruhr).

Von links: Ronald R.F. Lünser, VRR-Vorstand, Michael Feller, Ruhrbahnvorstand, Marc Buchholz, Oberbürgermeister Mülheim, Ina Brandes, NRW-Verkehrsministerin, Oberbürgermeister Thomas Kufen, Fabian Schrumpf, MdL, Ulrich Beul, Ruhrbahnaufsichtsrat.
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