Jetzt teilnehmen: KlimaMap Essen zur Klimaanpassung gestartet

09.08.2022

Die KlimaMap Essen ist ab sofort online. Die neue Plattform ermöglicht die Beteiligung von Bürger*innen an der Entwicklung des Klimaanpassungskonzeptes der Stadt Essen und steht ab sofort unter www.essen.klimamap.de zur Verfügung.

Über den Zeitraum von drei Monaten kann die digitale Karte von Essener*innen mit Anregungen, Ideen, Hinweisen und Bedenken zum Stadtklima und zu den Auswirkungen des Klimawandels gefüllt werden: Wo gibt es Orte, die besonders hitzeanfällig sind? Wo gab es schon Probleme mit Überflutungsereignissen? Sind an bestimmten Orten Sturmschäden aufgetreten? Welchen Einfluss haben diese Ereignisse auf die Lebensqualität? Welche Maßnahmen setze ich selbst an meinem Haus um? Oder welche Ideen habe ich, um vor Ort die Klimawandelfolgen abzumildern oder zu vermeiden? Die KlimaMap dient dazu, Hinweise und Anregungen aufzunehmen und für eine gemeinsame spätere Umsetzung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu nutzen.

Unsere Region leidet bereits heute unter den Folgen des Klimawandels und Expert*innen sind sich einig darüber, dass dies sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten noch verstärken wird. Deshalb soll ein wichtiger stadtklimatischer Aspekt in den Fokus gerückt werden: die Folgen des Klimawandels. Diese stellen die Städte vor große Herausforderungen.

Mit dem Online-Beteiligungstool KlimaMap Essen bietet die Stadt Essen der Bevölkerung nun an, Ideen in die Erstellung des Klimaanpassungskonzeptes Essen aktiv einzubringen. Partner für dieses Projekt ist die K.Plan Klima.Umwelt&Planung GmbH aus Bochum, die Untersuchungen vor Ort durchführt, die Ergebnisse auswertet und daraus gemeinsam mit der Stadt Essen einen Maßnahmenkatalog zur Klimafolgenbewältigung entwickelt.

Im Rahmen des Projektes zur Klimaanpassung wird erarbeitet, wie sich eine Zunahme der Lufttemperaturen auf städtische Wärmeinseln und die Funktion der Frischluftkorridore auswirkt. Ebenso werden die Auswirkungen der Zunahme von Starkniederschlägen und Überschwemmungen sowie Sturmereignissen untersucht. Daraus wird eine Handlungskarte entwickelt, die Risiko- und Konfliktpotenziale sowie Schutzzonen aus klimatischer Sicht aufzeigt. Ein umfangreicher Katalog mit Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel wird zusammengestellt, der zur Erhaltung von gesunden Lebens- und Arbeitsverhältnissen und einer hohen Wohnumfeldqualität beiträgt. Insbesondere gilt es, den städtischen Wärmeinseleffekt zu mindern und die für die Belüftung der Innenstadt wichtigen Frischluftkorridore zu erhalten und zu verbessern. Auch bei der Planung und Gestaltung von Gebäuden und Erschließungsflächen bzw. Erschließungsanlagen gilt es, die Möglichkeiten zum Schutz der Bewohner*innen und von Sachgütern vor den negativen Folgen des Klimawandels zu nutzen.

Ein wichtiger Aspekt des Essener Klimaanpassungskonzeptes ist die Öffentlichkeitsbeteiligung. Für die Erstellung eines zukunftsfähigen Konzepts mit einem breiten gesellschaftlichen Fundament ist die Information und Beteiligung von Expert*innen, Fachgremien und insbesondere der Bürger*innen unerlässlich. Die KlimaMap Essen leistet hierzu einen wichtigen Beitrag.

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