Tag des Gesundheitsamtes 2024

28.03.2024

Das Gesundheitsamt der Stadt Essen hat sich am Dienstag, 19. März, am bundesweit stattfindenden Tag des Gesundheitsamtes beteiligt. Das Robert-Koch-Institut rief den Tag erstmalig am 19. März 2019 aus. Intention dieses Tages ist es, die Bedeutung und Aufgaben des Gesundheitsamtes im Bewusstsein der Bevölkerung stärker zu verankern, denn der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) bildet eine wichtige Säule im deutschen Gesundheitswesen.

Unter dem diesjährigen Motto "Soziale Ungleichheit und Gesundheit" präsentierten sich an dem Tag alle Abteilungen des Gesundheitsamtes gemeinsam mit mehreren Ständen im Untergeschoss des Einkaufszentrums "Limbecker Platz". Die Mitarbeiter*innen standen bereit, um Bürger*innen Beratung und Informationen zu folgenden Themen zu geben:

  • Psychische Gesundheit
  • Infektionsschutz und Umweltmedizin
  • Pandemieplanung und Hitzeschutz
  • Vorsorgevollmacht
  • Kindergesundheit
  • Zahngesundheit
  • Arzneimittelentsorgung und Medikamentenmitnahme ins Ausland

So entstand ein intensiver und vielfältiger Austausch mit den Essener Bürgerinnen*Bürgern und den Mitarbeitenden des Gesundheitsamtes, von dem sich auch Stadtdirektor Peter Renzel persönlich überzeugt hat.

Zusätzlich zu den umfangreichen Informationsmaterialien bot das Team des Gesundheitsamtes eine Vielzahl an Mitmach-Angeboten an. Zum Beispiel stellte der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst an Maltischen verschiedene Malutensilien bereit, die von den Kindern begeistert genutzt wurden. Ein Glücksrad sorgte für die Vergabe von Preisen, während Besucher*innen am Stand der Betreuungsstelle eine Quiz-Runde spielten. Das Team der Arzneimittelüberwachung präsentierte die Entsorgung von Altmedikamenten mithilfe einer mobilen Chemietoilette. Diese Toilette enthält kleine Fläschchen mit Magneten, die wie Medikamente aussehen. Besucher*innen konnten diese mit einer Magnet-Angel aus der Toilette herausfischen und dadurch anschaulich erfahren, warum Medikamente nicht ins Abwasser gehören.

Am Nachmittag informierte Juliane Böttcher, Fachbereichsleiterin des Essener Gesundheitsamtes, während der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Integration (ASAGI) der Stadt Essen im Rathaus Politiker*innen und interessierte Gäste über die Fortschritte und Modernisierungsmaßnahmen im Gesundheitsamt. Juliane Böttcher berichtete vom Stab Pandemieplanung, der sich im Zuge der COVID-19-Pandemie eingerichtet hat und sich hauptsächlich mit der strategischen Planung und Vorbereitung von Maßnahmen zur Abwehr zukünftig auftretender Pandemien befasst. Des Weiteren präsentierte sie die Projekte zur Sicherstellung und Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung im Essener Norden, an denen die Abteilung Gesundheitsplanung beteiligt ist. Dazu zählen die Realisierung des integrierten und sektorenübergreifenden Gesundheitszentrums St. Vincenz, die Konzeption eines Kindergesundheitszentrums als Anlaufstelle für Kinder, Jugendliche und deren Eltern, die seit 2022 in Betrieb genommenen Essener Gesundheitskioske sowie die Erstellung eines Fachplans Gesundheit. Ein weiteres Großprojekt ist die Digitalisierung des Gesundheitsamtes, das bis 2026 abgeschlossen sein soll. Dazu stehen Fördergelder aus dem "Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst" (kurz "Pakt ÖGD") zur Verfügung, welche in verschiedene Bereiche wie beispielsweise den Personalaufbau, die Steigerung der Attraktivität des ÖGD und die Digitalisierung investiert werden. Zudem stellte die Fachbereichsleiterin die Erweiterung der Aufgaben der Betreuungsstelle des Gesundheitsamtes vor, die aus dem in 2023 grundlegend modernisierten Betreuungsrecht - insbesondere aus der erweiterten Unterstützung nach § 8 Betreuungsorganisationsgesetz (BtOG) - resultierten. Ziel der Erweiterung ist es, die Bedürfnisse von Erwachsenen, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung ihre rechtlichen Angelegenheiten nicht oder nur begrenzt selbst regeln können, zu berücksichtigen und so den Fokus auf die Wünsche der Betroffenen zu legen. Diese Ergänzung betrifft auch den Sozialpsychiatrischen Dienst (SpDi), der ebenfalls beim Einsatz eines Betreuungsverfahrens beteiligt ist. Der SpDi erstellt die ärztlichen Zeugnisse für das Verfahren und berücksichtigt dabei die vorrangigen Hilfen und die erweiterte Unterstützung.

Abschließend resümierte Böttcher, dass das Gesundheitsamt gut aufgestellt sei, um den zukünftigen Herausforderungen zu begegnen und um die gesundheitliche Versorgung der Essener Bürger*innen sicherzustellen und zu verbessern.

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Am Tag des Gesundheitsamtes präsentierten sich alle Abteilungen des Gesundheitsamtes Essen gemeinsam mit mehreren Ständen im Untergeschoss des Einkaufszentrums "Limbecker Platz".

Stadtdirektor Peter Renzel machte sich persönlich einen Eindruck von den Ständen des Gesundheitsamtes.
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