Am gestrigen Montag, 19. Januar, startete offiziell die landesweite Kampagne rund um die Bürgerbeteiligung für Olympische Spiele an Rhein und Ruhr. Oberbürgermeister Thomas Kufen und zahlreiche Essener Bürger*innen verfolgten hierzu die interaktive Illumination auf dem Doppelbock am UNESCO-Welterbe Zollverein. Auch in drei weiteren Städten wurden symbolische Orte erleuchtet.
Etwa 300 Essener*innen folgten der Einladung, Teil der Lichtkunst am Doppelbock zu werden. Der eigene Name oder ein kurzer Satz zu Olympia konnten über einen QR-Code hochgeladen werden und erschienen dann auf dem Gebäude. Der Entwurf der Lichtinstallation stammt vom Bielefelder Künstler Hans-Christoph Mücke. Begleitet wurde die Illumination durch ein kurzes Bühnenprogramm mit Essener Sportler*innen – von bereits erfahrenen Olympioniken bis zu Nachwuchstalenten, die Olympische Spiele fest im Blick haben. Damit wurde auf dem UNESCO-Weltwerbe Zollverein der Startpunkt für die landesweite Kampagne rund um die Bürgerbeteiligung für Olympische Spiele an Rhein und Ruhr gesetzt.
Bürgerentscheid in Essen am 19. April
In Essen findet der Bürgerentscheid zur Olympiabewerbung am 19. April statt. Mit dem Ratsbürgerentscheid setzt Essen bewusst auf eine umfassende Bürgerbeteiligung. "Unsere Region liebt Sport. Diese Sportbegeisterung ist im vergangenen Jahr bei den FISU World University Games mehr als deutlich geworden. Bei dieser Gelegenheit haben wir auch eindrucksvoll zeigen können, dass wir in unserer Region große Sport-Veranstaltungen gemeinsam meistern können – und dass wir gute Gastgeber für Teams aus aller Welt sind. Die Krone aller Sport-Events sind zweifelsohne die Olympischen Spiele – und NRW ist bereit, diesen Schritt zu gehen", so Thomas Kufen. "Die finale Entscheidung unserer Olympia-Bewerbung wollen wir jedoch gemeinsam mit den Menschen dieser Region treffen. Olympische Spiele – direkt vor unserer Haustüre – bieten uns die großartige Chance, die Welt-Besten im Sport zu empfangen und damit Gastgeber für Menschen aus allen Kontinenten zu sein. Viele Aktive des Essener Sports – von erfahrenen Olympioniken bis hin zum Nachwuchs – sind heute hier vor Ort und machen sich für diese einmalige Gelegenheit stark. Bei allen Beteiligten möchte ich mich für diese großartige Unterstützung bedanken!"
Zum Hintergrund
Die Beteiligung erfolgt automatisch per Brief an alle rund 432.000 Abstimmungsberechtigten in Essen. Die Bürger*innen erhalten zudem eine Informationssammlung mit den Positionen der Ratsfraktionen und einer Stimmempfehlung des Oberbürgermeisters. Die Kosten für den Ratsbürgerentscheid belaufen sich auf rund 1,2 Millionen Euro, wovon 180.000 Euro von der Stadt getragen werden. 85 Prozent der Kosten übernimmt das Land NRW. Neben der Rhein-Ruhr-Region haben auch Berlin, Hamburg und München Olympia-Bewerbungen eingereicht. Die Region Rhein-Ruhr hat bereits die zweite Stufe des Bewerbungsprozesses des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) erreicht. Im September entscheidet der DOSB final, welcher deutsche Bewerber den Zuschlag erhält und ins Rennen mit den internationalen Bewerbungen gehen wird.
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