COA-Aktionswoche 2026 in Essen – Sichtbarmachung von Kindern aus suchtbelasteten Familien im Februar

05.03.2026

Vom 22. bis 28. Februar 2026 beteiligten sich verschiedene Institutionen in Essen an der bundesweiten COA-Aktionswoche. Mit vielfältigen Aktionen und Veranstaltungen rückten sie Kinder aus suchtbelasteten Familien eine Woche lang in den Fokus der Öffentlichkeit.

Jedes fünfte bis sechste Kind in Deutschland wächst mit einem suchtkranken Elternteil auf. Rund sechs Millionen Erwachsene haben in suchtbelasteten Familien gelebt. Viele kennen Vernachlässigung und Gewalt und sind oft ein Leben lang durch diese Erfahrungen geprägt. Ihr Risiko, selbst eine Sucht oder eine andere psychische Krankheit zu entwickeln, ist um ein Vielfaches erhöht. Diese Kinder und Erwachsenen bleiben jedoch oft unsichtbar. Mit dem Motto "WIRWERDENSICHTBAR" hat die COA-Aktionswoche 2026 Kinder aus suchtbelasteten Familien sichtbar gemacht – in den Medien, in der Politik und deutschlandweit in den unmittelbaren Regionen. Ebenso wurden Hilfsangebote für sie und ihre Familien vorgestellt.

Auch in Essen gab es ein vielfältiges Programm für betroffene Kinder, Jugendliche, Eltern, Fachkräfte und Interessierte.

So lernten Kinder und ihre Familien durch die Mitarbeitenden der Fachstelle Elternschaft und seelische Erkrankung (Fachstelle ElsE) in einem Bilderbuchkino in der Zentralbibliothek Essen die Geschichte "Was wütest du so sehr, kleiner Pandabär?" kennen. Während des anschließenden Bastelangebots für Kinder konnten sich Interessierte weiter über das Thema der Woche und die Aktionswoche selbst informieren.

Zusätzlich wurden Ausstellungen verschiedener thematisch passender Bücher präsentiert. Zu sehen waren sie in der Zentralbibliothek Essen, der Papeterie Petersen und der Buchhandlung Schmitz Junior.

Weiterhin boten die Familienberatungsstellen des Deutschen Kinderschutzbundes Ortsverband Essen e. V. und die Landesfachstelle Frauen und Familie BELLA DONNA weitere Informations- und Mitmachaktionen für Kinder, Jugendliche, Familien und Frauen an.

Fachkräfte aus dem Bereich Schule konnten im Rahmen der Woche an einer Online-Fortbildung der Schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Essen zum Thema "Kinder psychisch und/oder suchterkrankter Eltern" teilnehmen.

Zum Ende der COA-Woche zeigte das Essener Filmkunsttheater in Kooperation mit der Fachstelle ElsE den Film "22 Bahnen" im Kino Astra. Mit den im Film behandelten Themen wie Verantwortung, Loyalität, Nähe, Überforderung und dem "Finden des eigenen Wegs" sehen sich häufig auch viele Kinder aus suchtbelasteten Familien konfrontiert.

Doch nicht nur in Essen war die Fachstelle ElsE aktiv. Bei einem Event der deutschlandweiten Interessenvertretung für Kinder aus suchtbelasteten Familien NACOA in Berlin nutzten die Mitarbeitenden die Chance, ihre Arbeit vorzustellen.

Über die COA-Woche

Die COA-Aktionswoche findet jährlich im Februar statt und wird in Deutschland seit 2011 durchgeführt. Auch weitere Länder beteiligen sich an der Aktionswoche – darunter die USA, Großbritannien, die Schweiz, Korea und Slowenien. Ziele der Aktionswoche sind es, Menschen zu sensibilisieren, die mit Kindern arbeiten, um Kinder aus suchtbelasteten Familien zu erkennen, Aktionen und Veranstaltungen durchzuführen, welche die Arbeit von Projekten und Initiativen vorstellen und Hilfsangebote öffentlich zu machen.

Das gesamte Programm der COA-Aktionswoche in Essen ist nachzulesen unter www.essen.de/coa.

Weitere Informationen

Betroffene Kinder, Jugendliche oder Eltern können sich an die Essener Kinder- / Jugend- und Familienberatungsstellen wenden. Alle Beratungsstellen sind aufgelistet unter www.essen.de/erziehungsberatung. Fachkräfte wie Psychologinnen*Psychologen, Sozialpädagoginnen*Sozialpädagogen, Kinder- und Jugendpsychotherapeutinnen* Kinder- und Jugendpsychotherapeuten unterstützen Betroffene. Zudem können sich Betroffene, Fachkräfte und alle Interessierten an die Fachstelle ElsE der Stadt Essen wenden. Weitere Informationen dazu sind unter www.essen.de/else zu finden.

Herausgegeben von:

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse

Stand mit Buchausstellung und Infos zu Hilfsangeboten in der Zentralbibliothek Essen während der COA-Aktionswoche 2026.
© 2026 Stadt Essen