ElsE - Fachstelle Elternschaft und seelische Erkrankung

Gemeinsam in Essen

23.000 bis 25.000 Kinder sind schätzungsweise in der Stadt Essen davon betroffen, mit mindestens einem Elternteil zusammenzuleben, der psychisch und/oder suchterkrankt ist.

In den Arbeitskreisen "ElsE" un dem Praktikernetzwerk "KipskE" beraten Akteur*innen aus allen Fachdisziplinen wie beispielsweise Jugendhilfe, Gesundheitswesen und dem Bereich Schule. Die Arbeitskreise verstehen sich als Angebots- und Strukturentwickler*innen und stellen sich der besonderen Aufgabe, die Kinder aus dem Schatten zu holen und Eltern zu stärken.

ElsE stellt sich vor...

  • ElsE ist die neue Fachstelle Elternschaft und seelische Erkrankung (ElsE) und das neue koordinierende Angebot der Stadt Essen.
  • Die Fachstelle wurde entwickelt von Jugend- und Gesundheitsamt der Stadt Essen.
  • ElsE nimmt verstärkt die Belange und Bedarfe von Kinder psychisch erkrantker Eltern sowie der ganzen Familie in den Blick.

ElsE fördert...

  • Etablierung neuer Angebote
  • Vernetzungen
  • Kooperationen
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Enttabuisierung von psychischen Erkrankungen

Familienberatungstelefon hilft Betroffenen 0201-88 51033

Betroffene Kinder, Jugendliche oder Eltern können sich an das Essener Familienberatungstelefon unter 0201-88 51033 wenden. Am Beratungstelefon unterstützen Fachkräfte wie Psycholog*innen, Sozialpädagog*innen, Kinder- und Jugendpsychotherapeuten*innen.

Zahlen, Daten, Fakten

  • fast jedes 6. Kind in Deutschland kommt aus einer suchtbelasteten Familie, d.h. aus einer Familie, in der Alkoholsucht oder eine andere Drogensucht den Alltag beherrschen.
  • etwa 6 Millionen Erwachsene sind als Kinder in suchtbelasteten Familien aufgewachsen.
  • Kinder von Suchtkranken sind Risikokandidaten, selbst eine stoffliche Sucht oder eine psychische oder soziale Störung zu entwickeln.
  • Aber: Diese Kinder sind auch extrem widerstandsfähig, haben vielfältige Begabungen und Kompetenzen. Mit der richtigen Art von Unterstützung können sie sich zu gesunden, lebenstüchtigen Erwachsenen entwickeln.
  • Eine Studie des Robert-Koch-Instituts belegt, dass eine Verschiebung von körperlichen Erkrankungen zu psychischen Störungen zu verzeichnen ist. Etwa 3,8 Millionen Kinder in Deutschland erleben im Verlauf ihres Lebens die dauerhafte oder vorüberübergehende psychischen Störung eines Elternteils.
  • Etwa 15 Prozent der Kinder sind davon unter drei Jahre alt. Auch in Essen gibt es geschätzt rund 23.000 bis 25.000 betroffene Kinder. Kinder eines psychisch erkrankten Elternteils haben ein mindestens dreifach erhöhtes Risiko selber eine psychische Erkrankung zu entwickeln.
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