Architekturpreis der Stadt Essen 2025 vergeben

Bestandsentwicklung als Zukunftsthema

17.03.2026

Im Rahmen einer festlichen Preisverleihung in der Messe Essen wurden am gestrigen Montagabend, 16. März, Preisträger*innen und Anerkennungen des Architekturpreises der Stadt Essen 2025 bekanntgegeben. Der alle fünf Jahre vergebene Preis der Stadt Essen würdigt das gemeinsame Bemühen von Architektinnen*Architekten und Bauherrinnen*Bauherren um hohe Baukultur. Eine unabhängige Fachjury wählte für den Zeitraum von 2020 bis 2025 aus insgesamt 31 eingereichten Beiträgen, einen Preis und vier Anerkennungen aus.

"Mit dem Architekturpreis würdigen wir alle fünf Jahre baukulturelle Leistungen, die auf Essener Stadtgebiet entstanden. Der Wettbewerb möchte den Bauprojekten zur gebührenden öffentlichen Aufmerksamkeit verhelfen. Darüber hinaus soll er zeigen, dass Baukultur immer eine Gemeinschaftsleistung von Bauherrinnen und Bauherren sowie Architektinnen und Architekten ist. Daher sind beide aufgerufen, gemeinsam ihr Projekt einzureichen", erklärte Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Die Vergabe des Preises fördert zeitgenössische Architektur, die identitätsstiftend für die Stadt Essen ist. Der Preis gibt Architektinnen und Architekten sowie Bauherrn die Chance, öffentlichkeitswirksam die besondere Qualität des Bauprojektes darzustellen. Die Beiträge des Architekturpreis der Stadt Essen machen Essen zu einer Stadt, die nicht nur funktioniert, sondern lebt – mit Charakter, Herz und Zukunft."

Der Preisträger des Jahres 2025, das Schaudepot des Ruhr Museums (Architektur: planinghaus architekten BDA, Daube Seegräber PartG mbB, Darmstadt) auf dem Gelände der Zeche Zollverein, steht exemplarisch für diese Entwicklung: Das ehemalige Salzlager der Kokerei Zollverein wurde zu einem Depot für die Exponate des Ruhr Museums umgebaut, das nach Anmeldung auch öffentlich besichtigt werden kann.

Anerkennungen erhielten:

  • der Umbau der ehemaligen Heldenbar im Grillo-Theater zu einem multifunktional nutzbaren kleinen Veranstaltungssaal (Architektur: Architekturbüro Prof. Georg Ruhnau, Essen),
  • die Fassadensanierung der Hauptpost (Architektur: in situ architekten Schulte-Zurhausen PartGmB, Essen),
  • der Neubau der Gustav-Heinemann-Gesamtschule in Essen-Schonnebeck (Architektur: sehw architektur GmbH, Berlin) und
  • der Umbau der ehemaligen Kirche St. Theresia in Essen-Stadtwald (Architektur: edoo architects GmbH, Essen) mit einem Nutzungsmix aus KiTa, Gemeindezentrum, Bücherei und Kapelle.

Bestandsentwicklung und Umbau wird nicht nur in der Fachwelt, sondern auch von den Bürgerinnen*Bürgern geschätzt. Dies zeigt die Online-Wahl des Publikumspreises im Rahmen des Architekturpreises der Stadt Essen. Die Bürger*innen nutzten zahlreich die Gelegenheit, ihre persönlichen Architekturfavoriten zu benennen. Auch diese Auszeichnung ging an die Kirche St. Theresia, die es aufgrund ihrer sozialen und öffentlichen Nutzungen geschafft hat, weiterhin ein lebendiger Mittelpunkt des Stadtteils zu bleiben. Alle 31 Beiträge können vom 13. April bis zum 1. Mai 2026 in den Räumlichkeiten der Volkshochschule (VHS) Essen besichtigt werden.

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Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Preisverleihung des Architekturpreises der Stadt Essen 2025 in der Messe Essen.
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