Mit der Pflanzung eines Miniwaldes ist auf dem Parkfriedhof ein zukunftsweisendes Projekt für mehr Artenvielfalt und Klimaschutz gestartet worden. In den kommenden Jahren entsteht hier ein naturnaher Ort, der Lebensraum für Tiere und Pflanzen bietet, die Biodiversität fördert und gleichzeitig das Mikroklima verbessert.
Schneller Wald auf kleiner Fläche
Die Methode geht auf den japanischen Pflanzensoziologen Akira Miyawaki zurück und wurde bereits in den 1970er Jahren als Methode zur Wiederherstellung natürlicher, einheimischer Wälder entwickelt. Dabei werden zahlreiche heimische Baum- und Straucharten auf engem Raum gepflanzt. Durch die hohe Pflanzdichte entsteht eine natürliche Konkurrenz zwischen den Pflanzen, wodurch sie besonders schnell wachsen und sich innerhalb weniger Jahre zu einem stabilen kleinen Ökosystem entwickeln können. Ziel ist es, einen möglichst natürlichen Lebensraum zu schaffen, der ohne aufwendige Pflege auskommt und langfristig Bestand hat.
Vielfältige heimische Gehölze
Der Miniwald auf dem Parkfriedhof umfasst eine Fläche von rund 350 Quadratmetern und wurde mit heimischen Baumarten wie beispielsweise Sandbirke, Hainbuche, Stieleiche, Esche, Winterlinde, Vogelkirsche, Feldahorn und Schwarzerle gepflanzt. Ergänzt werden diese durch Sträucher wie Holunder, Weißdorn, Schlehe, Kornelkirsche und Haselnuss. Die Mischung aus Bäumen und Sträuchern schafft vielfältige Lebensräume und sorgt gleichzeitig für eine strukturreiche Vegetation.
Gemeinsame Pflanzaktion vieler Partner*innen
Die Pflanzaktion wurde im Rahmen des Arbeitsmarktprogramms Essen.Neue Wege zum Wasser- Ökologische Projekte im Konsens mit den Kooperationspartnern Grün und Gruga, der Arbeit & Bildung Essen Gesellschaft mbH (ABEG), dem Verein Waldinseln Ruhr e. V., sowie mit tatkräftiger Unterstützung von den Ruhrpottbikerinnen*Ruhrpottbikern vom MSV Steele 2011 e.V. umgesetzt.
Beitrag zu Biodiversität und Stadtklima
Gemeinsam wurden die jungen Gehölze auf der vorbereiteten Fläche gepflanzt und damit der Grundstein für die Entwicklung des Miniwaldes gelegt. Mit dem Projekt werden mehrere Anliegen verbunden. Zum einen wird die ökologische Qualität der Fläche deutlich gesteigert. Vögel, Insekten und Kleinsäuger finden künftig Nahrung, Schutz und Nistmöglichkeiten, was die lokale Biodiversität nachhaltig steigert. Zum anderen trägt der Miniwald zur Verbesserung des Stadtklimas bei: Die Bäume binden Kohlenstoffdioxid (CO₂), spenden Schatten und fördern die Verdunstungskühlung in den Sommermonaten. Als grüne Oase fügt sich der Miniwald harmonisch in die Friedhofslandschaft ein, darüber hinaus wird für Besucher*innen ein weiterer naturnaher Ort der Ruhe und Besinnung geschaffen.
Weitere Informationen zu den Miniwäldern finden Interessierte auf www.essen.de.
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