Bereits zum dritten Mal hat die Krupp-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen und dem Jüdischen Museum Berlin das Programm "Berthold Beitz Schüler*innenfahrten nach Berlin" ausgeschrieben. Die Ausschreibungsrunde stieß wiederholt auf großes Interesse: 19 Essener Schulklassen der Jahrgangsstufen 8 bis 12 haben engagierte Bewerbungen eingereicht. Die Fahrten stehen im Zeichen der deutsch-jüdischen Verständigung und ermöglichen den Schüler*innen, mehr über die deutsch-jüdische Geschichte zu erfahren.
Aus dem Bewerbungskreis hat die Stadt Essen zehn Klassen ausgelost, darunter zwei Gymnasien, drei Realschulen, zwei Gesamtschulen, zwei Berufskollegs und eine Förderschule. Die Förderung der Krupp-Stiftung in Höhe von bis zu 10.000 Euro pro Schulgruppe umfasst die An- und Abreise, bis zu drei Übernachtungen mit Verpflegung und die Eintrittsgelder sowie Führungen in ausgewählten Museen und Gedenkstätten. Im Zentrum der Fahrt stehen Workshops im Jüdischen Museum Berlin. Zudem werden die Klassen mit Informationsmaterial zu optionalen Erinnerungsorten wie etwa der Topographie des Terrors und Orten der historischen Bildung wie dem Deutschen Historischen Museum ausgestattet. Eine Verankerung im Essener Stadtraum mit Anbindung an die Alte Synagoge und das Haus der Essener Geschichte findet statt.
Ausgeloste Schulen
Berthold Beitz Schüler*innenfahrten nach Berlin
Das Programm würdigt das Leben und Wirken von Berthold Beitz (1913-2013), dem langjährigen Vorsitzenden der Krupp-Stiftung, der während des Zweiten Weltkriegs hunderten jüdischen Menschen das Leben rettete und in Yad Vashem als "Gerechter unter den Völkern" geehrt wurde. Die deutsch-jüdische Verständigung bildet bis heute einen der wichtigsten Schwerpunkte innerhalb der Stiftungsarbeit.
Junge Menschen sind durch manipulierte Kommunikation im digitalen Raum besonders der Desinformation ausgesetzt: Dies birgt Gefahren für das Demokratieverständnis ebenso wie für die Entwicklung von Zivilcourage. So soll das Programm dazu beitragen, die historische Urteilskraft zu schärfen, ganz im Sinne der Notwendigkeit, sich mit der Vergangenheit zu befassen, um die Zukunft zu gestalten.
Die Stiftung sieht sich in einer besonderen Verantwortung: Sie trägt den Namen von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, der unter anderem wegen Verbrechen im Zusammenhang mit Zwangsarbeit verurteilt wurde. So sind Aufarbeitung und Bildungsarbeit integraler Bestandteil der Stiftungsarbeit: 2022 hat die Stiftung etwa ein unabhängiges Forschungsprojekt initiiert, das die Haltung ihres Stifters im Nationalsozialismus aufarbeiten soll.
Über die Krupp-Stiftung
Die gemeinnützige Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung fördert seit 1968 Menschen und Projekte in Kunst und Kultur, Bildung, Wissenschaft, Gesundheit und Sport und hat sich dafür bisher mit rund 700 Millionen Euro engagiert. Stifter ist der letzte Alleininhaber der Firma Fried. Krupp, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, dessen Vermögen auf die von ihm errichtete Stiftung überging. Als größte Aktionärin der heutigen thyssenkrupp AG verwendet die Stiftung die ihr aus ihrer Beteiligung zufließenden Erträge ausschließlich für gemeinnützige Zwecke.
Weitere Informationen zu den Berthold Beitz Schüler*innenfahrten finden Interessierte unter www.essen.de/bb_schulfahrten .
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