Sicher zum Unterricht: Stadt Essen richtet weitere temporäre Schulstraßen ein

24.04.2026

Die Stadt Essen erprobt im Rahmen des Projekts Be-MoVe ab Montag, 27. April, zwei weitere sogenannte Schulstraßen. Ziel ist es, den Schulweg für Kinder sicherer zu machen und gleichzeitig nachhaltige Mobilität zu fördern. Bereits im September 2025 wurden Schulstraßen an Grundschulen in Bergerhausen und Katernberg erprobt.

"Je gefahrloser die Schulwege sind, desto einfacher wird es für Kinder und Jugendliche zu Fuß, mit dem Roller oder Rad zur Schule zu kommen. Die aktive Gestaltung der Schulwege fördert die Gesundheit, das Selbstbewusstsein und die schulischen Leistungen der Kinder und leistet einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Mit der Erprobung zwei weiterer Schulstraßen tragen wir als Stadt Essen aktiv dazu bei", so Simone Raskob, Geschäftsbereichsvorständin für Umwelt, Sport und Verkehr der Stadt Essen.

Warum richtet die Stadt Essen Schulstraßen ein?

Die Stadt Essen möchte Schulwege für Kinder sicherer und risikoärmer gestalten. Indem sie Straßen im direkten Schulumfeld zeitweise für den Autoverkehr sperrt, schafft sie mehr Raum für Fußgänger*innen und Radfahrende. Gleichzeitig fördert sie, dass Kinder eigenständig zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad zur Schule kommen.

Wo werden die neuen Schulstraßen eingerichtet?

Ab dem 27. April gelten die Maßnahmen an zwei Schulstandorten:

Grundschule am Krausen Bäumchen in Bergerhausen

Die Elbestraße wird montags bis freitags zwischen 7:30 und 8:30 Uhr für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Anwohner*innen sind von dieser Regelung nicht betroffen. Die Elternhaltestellen befinden sich auf der Siegstraße auf der Höhe von Hausnummer 7. Sie stehen von 7:30 bis 9 Uhr als Hol- und Bringzone zur Verfügung. Zusätzlich wird auf der angrenzenden Siegstraße eine Einbahnstraßenregelung getestet, um eine sichere Verkehrsführung zu gewährleisten.

Kantschule in Katernberg

In der Straße Büchelsloh richtet die Stadt ebenfalls montags bis freitags von 7:30 bis 8:30 Uhr eine Schulstraße ein. Die Straße wird dann für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Dies gilt nicht für Anwohner*innen. Als alternative Hol- und Bringzone dient die Straße Dortmannhof. Von dort erreichen die Schüler*innen die Schule sicher über eine Grünanlage.

Wie wurden die Maßnahmen vorbereitet?

Die Stadt Essen entwickelte die Schulstraßen in enger Abstimmung mit den Schulleitungen sowie der Polizei Essen. Grundlage bilden zuvor durchgeführte Schulweg-Checks, bei denen Gefahrenstellen identifiziert und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet wurden.

Was passiert nach der Testphase?

Zunächst richtet die Stadt die Schulstraßen temporär ein. Das Institut für Mobilitäts- und Stadtplanung (imobis) der Universität Duisburg-Essen wird die Maßnahmen nach einigen Monaten evaluieren. Wenn die Schulstraßen gut angenommen werden und die Sicherheit nachweislich erhöhen, plant die Stadt, sie dauerhaft einzuführen – vorbehaltlich eines entsprechenden Beschlusses der Bezirksvertretung.

Was steckt hinter dem Projekt Be-MoVe?

Die Schulstraßen und Schulweg-Checks sind Teil des Projekts Be-MoVe der Grünen Hauptstadt Agentur der Stadt Essen. Das Projekt versteht sich als Reallabor zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs. Es wird im Rahmen des Förderprogramms "MobilitätsWerkStadt 2025" vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) unterstützt.

Weitere Informationen zur Erprobung der Schulstraßen finden Interessierte in der Vorlage 0617/2026/6 .

Herausgegeben von:

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Telefon: +49 201 88-0 (ServiceCenter Essen)
E-Mail: presse@essen.de
URL: www.essen.de/presse

© 2026 Stadt Essen