Seit 2024 arbeitet die Stadt Essen mit dem Projekt INCLU:DE zusammen. Das Projekt entwickelt Maßnahmen zur Unterstützung von Kommunen, um soziale Gerechtigkeit zu integrieren. Dazu zählen zum Beispiel die Bereiche Energie, Mobilität, Wohnen sowie Stadt- und Quartiersentwicklung.
In Essen wurde das Förderprogramm für Lastenräder und Fahrradanhänger untersucht. Das Förderprogramm ist eine Klimaschutzmaßnahme aus dem Klimaaktionsplan Aktionsplan Nachhaltige Energie und Klima (SECAP). Im Rahmen des Projekts wurde das Förderprogramm im April 2025 angepasst. Die Ergebnisse der Untersuchung wurden nun den Gremien vorgestellt.
Was wurde am Förderprogramm geändert?
Die Stadt Essen hat das Förderprogramm für Lastenräder und Fahrradanhänger und zum 9. April 2025 angepasst. Grundlage waren Recherchen, ein Austausch mit anderen Städten und ein interner Workshop. Neu ist eine stärkere soziale Ausrichtung. Familien und Menschen mit geringem Einkommen werden gezielt unterstützt. Auch Fahrradanhänger bleiben Teil der Förderung.
Wichtige Änderungen:
Ziel ist es, mehr Menschen den Zugang zu klimafreundlicher Mobilität zu ermöglichen.
Wie wurde das Programm evaluiert?
Die Evaluation der Anpassung des Förderprogramms erfolgte durch zwei Online-Umfragen. Sie wurden im Rahmen des Projekts durchgeführt und finanziert. Die erste Befragung richtete sich an Antragstellende, die Zweite an Interessierte ohne Lastenrad. Ziel war es, Wirkung, Barrieren und Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren.
Zahlen im Überblick:
Das Förderbudget war bereits im Juli 2025 und damit nach knapp drei Monaten ausgeschöpft. Daher konnten keine neuen Anträge angenommen werden.
Was geschieht mit den Ergebnissen?
Anhand der Ergebnisse der Befragung identifizierte das beauftragte Unternehmen verschiedene Handlungsempfehlungen. Ziele sind zum Beispiel mehr Chancengleichheit durch finanzielle Entlastung sowie neue Zielgruppen zu erreichen und Informationslücken zu schließen.
Beispiele für empfohlene Maßnahmen:
Die Vereinfachung und Digitalisierung der Antragstellung und Antragsbearbeitung wurden bereits vor dem Start der Befragungen umgesetzt und mit der neuen Förderrichtlinie für 2025 erfolgreich implementiert. Die Antragstellung war durch die neue Web-Anwendung des ESH deutlich einfacher, voll ständig digital und in einem Programm gebündelt. Auch die Antragsbearbeitung war effizienter und weniger fehleranfällig.
Wie geht es weiter?
Das Projekt INCLU:DE endet im April 2026. Die Ergebnisse sollen über das Lastenradprogramm hinaus genutzt werden. Geplant ist, die Erkenntnisse auf weitere Förderprogramme zu übertragen. Dazu zählen etwa die Förderung von Solarenergie und das Förderprogramm für die energetische Gebäudemodernisierung der Stadt Essen. Vorausgesetzt, die Programme werden weitergeführt, ist die Umsetzung der Handlungsempfehlungen zur sozial gerechteren Gestaltung von Klimaschutzmaßnahmen ist geplant.
Weitere Informationen zum Projekt und zur Auswertung finden Interessierte im Vorgang 0642/2026/6 . Zum Förderprogramm für Lastenräder und Fahrradanhänger gibt es weitere Informationen auf www.essen.de/lastenrad.
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