Warum kommt es zu der Verzögerung?
Die Deutsche Bahn (DB) hat ihre Planungen für Sperrzeiten auf stark belasteten und sanierungsbedürftigen Strecken neu organisiert. Im Zuge eines Maßnahmenbündelungssystems werden Sanierungs- und Umbaumaßnahmen der DB auf Streckenabschnitten künftig stärker gebündelt um Verzögerungen im Bahnbetrieb zu minimieren. Von dieser Neustrukturierung ist auch das Brückenbauprojekt an der Josef-Hoeren-Straße betroffen. Die ursprünglich für Mai 2027 beantragte Sperrung der Bahnstrecke, die für den Einhub des Brückenüberbaus im Gleisbereich zwingend erforderlich ist, kann seitens der Deutschen Bahn nicht mehr gewährleistet werden. Insbesondere können durch die DB die Umbauarbeiten an den Oberleitungsanlagen, auf Grund der Bündelung der Maßnahme bis dahin nicht mehr rechtzeitig umgesetzt werden – dies ist jedoch, die Voraussetzung für die bauliche Umsetzung der anstehenden Brückenbaumaßnahme.
Wie wirkt sich das auf den Zeitplan aus?
Da die notwendigen Sperrzeiten entfallen, muss der gesamte Bauablauf angepasst werden. Die nächsten verfügbaren Sperrpausen hat die DB derzeit erst für den Zeitraum Ende 2028 bis Frühjahr 2029 vorgesehen. Die Stadtverwaltung hat hierfür bereits entsprechende Zeitfenster angemeldet – darunter mehrere Bauphasen für Gründungsarbeiten, Stahlbaumontage sowie abschließende Arbeiten. Eine endgültige Bestätigung durch die DB steht jedoch noch aus. Vor diesem Hintergrund verschiebt sich der Baubeginn der Maßnahme auf das Jahr 2028. Ursprünglich war der Baustart Mitte des laufenden Jahres anvisiert.
Wie geht es weiter?
Die Stadt Essen steht in engem Austausch mit der DB, um schnellstmöglich Planungssicherheit zu erhalten. Ziel bleibt es, das Projekt trotz der Verzögerungen effizient umzusetzen und die dringend benötigte Verbindung für Fußgänger*innen und Radfahrende schnellstmöglich herzustellen.
Die Notwendigkeit der neuen Brücke besteht weiterhin unverändert, insbesondere im Hinblick auf eine sichere, barrierefreie Verbindung zwischen den Stadtteilen Stoppenberg, Altenessen-Süd und Katernberg. Sobald verbindliche Sperrzeiten und die Freigabe der Maßnahme zur Umsetzung der Fuß- und Radwegequerung durch die DB bestätigt sind, wird über den weiteren Zeitplan informiert.
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