Wie wird sich die Nachfrage nach Wohnraum in Essen in den kommenden Jahren entwickeln? Welche Wohnungsgrößen und Wohnformen werden künftig besonders benötigt? Und welche Herausforderungen ergeben sich daraus für die Stadtentwicklung? Antworten auf diese Fragen liefert die neue Wohnungsnachfrageanalyse Essen 2035. Sie schafft eine fundierte Grundlage für die zukünftige Wohnungspolitik und zeigt auf, wie sich eine bedarfsgerechte und zukunftsfähige Wohnraumversorgung in Essen gestalten lässt.
Fundierte Erkenntnisse zur zukünftigen Wohnungsnachfrage
Ziel der Wohnungsnachfrageanalyse ist es, die quantitative und qualitative Entwicklung der Wohnungsnachfrage zu prognostizieren und daraus Handlungserfordernisse für eine bedarfsgerechte Wohnraumversorgung für das Essener Stadtgebiet abzuleiten.
Grundlage der Untersuchung war unter anderem eine Anfang 2024 durchgeführte Haushaltsbefragung zur aktuellen Wohnsituation und zu zukünftigen Wohnwünschen der Essener Bevölkerung sowie die vom Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen erarbeitete Bevölkerungsvorausberechnung bis 2035 auf Basis der Zensusdaten.
Wohnungsmarkt bleibt angespannt
Die Ergebnisse zeigen, dass die Bevölkerungs- und Haushaltszahlen in Essen bis 2035 voraussichtlich stabil bleiben beziehungsweise moderat wachsen. Gleichzeitig bleibt der Wohnungsmarkt angespannt. Insbesondere im unteren und mittleren Preissegment besteht bereits heute eine ungedeckte Nachfrage. Steigende Miet- und Kaufpreise sowie der fortlaufende Rückgang preis- und belegungsgebundener Wohnungen verschärfen den Konkurrenzdruck auf dem Wohnungsmarkt – insbesondere für Haushalte mit geringeren Einkommen.
Bezahlbarer Wohnraum im Fokus
Die Analyse verdeutlicht, dass künftig insbesondere bezahlbarer Wohnraum für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen, kleine Wohnungen für Einpersonenhaushalte, familiengerechter Wohnraum zu moderaten Mieten sowie barrierearme Wohnungen für ältere Menschen benötigt werden. Der zusätzliche Wohnraumbedarf ergibt sich dabei nicht nur aus der demografischen Entwicklung, sondern auch aus veränderten Haushaltsstrukturen mit einem höheren Anteil kleiner Haushalte sowie sich wandelnden Wohnansprüchen, etwa durch Homeoffice oder den Wunsch nach mehr Wohnfläche.
Handlungsempfehlungen für die Wohnraumentwicklung
Vor diesem Hintergrund sollten die zahlreichen Anstrengungen, die die Stadt Essen bereits unternimmt, weiter ausgebaut werden, um die Wohnraumbedarfe bis 2035 zu decken. Für die drei Schwerpunktthemen Wohnungsneubau und Flächenentwicklung, Quartiere und Wohnungsbestand sowie bezahlbares Wohnen formuliert der Ergebnisbericht Handlungsempfehlungen.
Die Wohnungsnachfrageanalyse Essen 2035 finden Interessierte auf www.essen.de.
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