Geschichte des Stadtteils Fulerum

Namenserklärung

Fulerum soll seinen Namen aufgrund der Faulsümpfe erhalten, die seinerzeit diese Landschaft prägten.

Gehört zu Essen seit

1. April 1910

Stadtteilwappen Fulerum


Alte Schreibweisen des Ortsnamens Fulerum sind „Fulramon“, „Vulramen“ und „Voulramen“ und bezeichnen eine Rasenfläche mit großen, faul-schwarzen Wasserflächen. Das Wappen deutet diese landschaftliche Erscheinung an. Der untere Teil des Schildes zeigt grüne und schwarze Dreiecke, die Spickel darstellen und aus denen Rohrkolben wachsen.

(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Historie

Der Halbachhammer

1936 ließ Gustav Krupp von Bohlen und Halbach die Hammerhütte, heute Halbachhammer, aus Siegen in das Nachtigallental holen und schenkte ihn der Stadt. Die Schenkung galt zwar im Rahmen der Entstehung der Margarethenhöhe, die Hütte steht jedoch auf Fulerumer Gebiet.

Hierbei handelt es sich um eine mittelalterliche Schmelz- und Schmiedeanlage, in der alle zur Verarbeitung von Roheisen zu Stahl erforderlichen Arbeitsschritte zentral verrichtet wurden. Heute ist der Halbachhammer ein Technikdenkmal, das für Vorführungen sogar noch betriebsbereit ist.

Von Mühlheim nach Essen

1910 wechselten Fulerum und der Nachbarstadtteil Haarzopf gemeinsam aus dem Mülheimer Landkreis nach Essen und wurden zunehmend an die Infrastruktur angeschlossen. 1914 wurde der Südwestfriedhof als neuer Zentralfriedhof Essens eingeweiht. 1925 eröffneten die Straßenbahnlinie entlang der Fulerumer Straße und der Luftverkehr am Flughafen Essen-Mülheim.

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