Geschichte des Stadtteils Kupferdreh

Namenserklärung

Der Name Kupferdreh setzt sich aus den Wörtern Kupfer (auf Platt Kupper oder Kopper) und aus Dreh zusammen. Kupfer bezieht sich auf die in der Nähe liegenden Kupferhütte bzw. den Kupferhammer, der damals die einzige Landmarke in der Umgebung des alten Hafens war. Der lag in einer für die Ruhrschiffer gefährlichen Biegung (Drehe) der Ruhr, die heute im Baldeneysee versunken ist. Auf alten Landkarten ist diese Stelle mit „An der Kupperdrehe“ bezeichnet.

Gehört zu Essen seit

1. August 1929

Stadtteilwappen Kupferdreh


Das Wappen zeigt ein auf dem Kopf stehendes Kreuz, das alchemistische Zeichen für Kupfer. Außerdem sind ein Wasserrad und die Ruhr als krummer Balken abgebildet. Der krumme Balken soll die Drehe der Ruhr, nachdem Kupferdreh möglicherweise benannt ist, verdeutlichen.

(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Historie

Die erste Eisenbahn Deutschlands verkehrte durch Kupferdreh. Ab 1830 fuhr die „Prinz-Wilhelm-Eisenbahn“, benannt nach dem Bruder des Deutschen Königs, von Unterbyfang durch Hinsbeck und das Deilbachtal bis nach Nierenhof. Zunächst wurde sie mit Pferden betrieben, 1847 erfolgte jedoch der Umbau zum Dampfbetrieb und eine Verlängerung der Strecke bis „Steele-gegenüber“ und Wuppertal Vohwinkel.

Die Gemeinde Kupferdreh entstand 1875 durch eine Zusammenlegung der Honnschaften Hinsbeck und Rodberg, die bis 1803 zur Abtei Werden zählten. 1896 wurde die Bürgermeisterei Kupferdreh gegründet, zu der nun auch Byfang zählte. Ursprünglich war Byfang eine Bauerschaft des Stiftes Rellinghausen. Drei Jahre später wird die Bürgermeisterei noch durch Dilldorf und Teile vom Voßnacken ergänzt.

Dem Bau des Baldeneysees 1929 fielen die Kupferdrehe, eine gefährliche Kurve in der Ruhr, und der damalige Hafen zum Opfer, sie wurden vom Stausee überflutet. Mit der Eingemeindung zu Essen am 1. August 1929 wurde Byfang zum selbstständigen Stadtteil.

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