Geschichte des Stadtteils Stoppenberg

Namenserklärung

Die alten Namen "Stophenberch" und "Stouffenberge" deuten auf eine Bezeichnung für einen Stufenberg. Der Kapitelberg ist einer von insgesamt sieben Hügeln, selbst 80 m hoch. Betrachtet man die Hügel in ihrer Gesamtheit, lässt sich ihre stufenförmige Anordnung feststellen.

Gehört zu Essen seit

1. August 1929

Stadtteilwappen


Die alten Namen "Stoppenberch" und Stouffenberge" deuten auf eine Bezeichnung für einen Staufenberg. Das Wappen ist eine Namensanspielung. Ein grüner "Dreiberg" mit einem rotem Kreuz als Hinweis auf das adelige Damenstift und die Stiftskirche.
Das rote Kreuz ist auch das Attribut des heiligen Nikolaus, dem Schutzpatron der Kirche.

(Johann Rainer Bausch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile)

Historie

Im Jahre 1073 ließ die Essener Fürstäbtissin Schwanhild den Bau der Stiftskirche Maria in der Not in Auftrag geben, um die Stoppenberger Einwohner mehr in die Gemeinde des Essener Damenstiftes zu integrieren und gründete damit den Ortskern.

Bis zum Beginn des Kohleabbaus war die Umgebung dünn besiedelt und landwirtschaftlich geprägt. 1847 wurde der erste Schacht der Zeche Zollverein in Katernberg abgeteuft, 1932 ging Schacht XII in Stoppenberg in Betrieb. Die Schachtanlage galt als die modernste ihrer Zeit. Mit einer Förderkapazität von 12.000 Tonnen Kohle täglich leistete Schacht XII die gleiche Fördermenge Kohle wie die bisherigen vier Anlagen mit elf Schächten insgesamt.

Der Bergbau sorgte für einen starken Anstieg der Einwohnerzahlen, sodass Stoppenberg 1906 mit 74.000 Einwohnern zur größten Landgemeinde Preußens wurde. Seit 1874 umfasste die Bürgermeisterei Stoppenberg die Gemeinden Frillendorf, Huttrop, Katernberg, Kray, Leithe, Rotthausen, Rüttenscheid, Schonnebeck und Stoppenberg.

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