Corona Sonderfonds Kultur

Fragen und Antworten zu den Förderungsbedingugen

Welche allgemeinen Antragsvoraussetzungen müssen vorliegen?

Eine der folgenden Voraussetzungen muss für die Antragstellung vorliegen:

Einnahmeausfälle

Die Künstler*innen oder Institutionen haben einen unverschuldeten Verlust an Einnahmen (mindestens 25 Prozent der Einnahme des Vergleichszeitraums 2017 bis 2019) durch die Corona-Pandemie und können diesen Verlust auf der Kostenseite nicht auffangen.

Kostensteigerungen
Die Künstler*innen oder Institutionen haben eine Steigerung (mindestens 25 Prozent) von entstandenen oder entstehenden nicht vermeidbaren Kosten (Personalkosten, Werbekosten, Veranstaltungsmieten) durch die Corona-Pandemie, die auf der Einnahmeseite nicht aufgefangen werden kann.

Fortbestand

Die Weiterführung der Arbeit als Künstler*in oder Institution ist jenseits der Corona-Krise beabsichtigt und auf der Grundlage der bisherigen Entwicklung plausibel.

Welche Bereiche deckt der Corona Sonderfonds Kultur ab?

1. Strukturerhalt

Durch den Sonderfonds soll eine Teilkompensation ermöglicht werden, wobei das Kulturamt die individuelle wirtschaftliche Situation der freien Kulturinstitutionen berücksichtigt. Die Förderung durch den Sonderfonds der Stadt Essen ist subsidiär, das heißt, dass zunächst Unterstützungen von Bund oder Land greifen sollen. Wenn durch andere Förderprogramme oder Versicherungsleistungen einzelne Kostenpositionen zu einem späteren Zeitpunkt kompensiert werden können, muss diese Strukturhilfe gegebenenfalls wieder zurückgezahlt werden, um Doppelförderungen beziehungsweise eine Überkompensation zu vermeiden.

Wer ist antragsberechtigt?

Vom Kulturamt geförderte, gemeinnützige Institutionen im Bereich der Kultur. Im Rahmen einer Einzelfallentscheidung auch bislang nicht geförderte Essener Institutionen, die dem Grunde nach aber förderfähig wären. Hierzu gehören zum Beispiel Spieltstättenbetreiber, die bisher keine institutionelle Förderung beantragt oder erhalten haben.

Wie hoch ist die Förderung?

Ersetzt wird ein Anteil des Einnahmeausfalls unter Heranziehung des Vergleichszeitraums 2017 bis 2019 oder ein Anteil der Steigerung von entstandenen oder entstehenden nicht vermeidbaren Kosten (vergleichbar mit bisherigem Wirtschaftsplan).

Welche besonderen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Grundvoraussetzung ist, dass bei diesen Institutionen/Initiativen aufgrund der Corona- Pandemie Veranstaltungen (Betrachtungszeitraum zunächst März bis Mai) abgesagt und gegebenenfalls verschoben werden müssen/mussten und der Fortbestand ohne Hilfe gefährdet ist.

Welche speziellen Angaben und Nachweise müssen erbracht werden?

Ergänzend zu den allgemeinen Angaben (siehe Abschnitt "Antragsverfahren") muss eine aktuelle Aufstellung der zusätzlichen nicht vermeidbaren Kosten sowie der ausgefallenen Einnahmen vorgelegt werden.

Für welchen Zeitraum kann ich meine Einnahmeausfälle geltend machen?

Im Rahmen der ersten Antragsfrist (bis 14.06.2020) sollen nur die Einnahmeausfälle für das erste Halbjahr, also bis zum 30.06.2020 geltend gemacht werden.
Weitere Beträge für das zweite Halbjahr können dann bis zum zweiten Termin (16.08.2020) nachgereicht werden.

2. Projektsicherung

Kunst- und Kulturschaffende können vielfach bereits geplante Projekte aufgrund der Corona-Pandemie nicht oder nicht mehr in der ursprünglich geplanten Form durchführen. Bei einer reinen zeitlichen Verschiebung eines Projektes innerhalb des Jahres 2020 oder in das Jahr 2021, bleibt die Förderzusage unverändert. Kann das Projekt nicht in der ursprünglich geplanten Form durchgeführt werden, legt der Projektträger einen Vorschlag für eine alternative Umsetzungsmöglichkeit bzw. einen angepassten Kosten- und Finanzierungsplan vor. Entstehen dadurch deutlich erhöhte Projektkosten bzw. Mindereinnahmen kann eine Kompensation durch den Sonderfonds erfolgen.

Wer ist antragsberechtigt?

Institutionen, Kulturschaffende und Künstler*innen, die durch das Kulturamt eine Zusage zur Projektförderung erhalten haben.

Wie hoch ist die Förderung?

Ersetzt werden können die nachgewiesenen Mehrkosten beziehungsweise Mindereinnahmen. Die maximale Förderhöhe ergibt sich in Abhängigkeit von den aus dem Corona Sonderfonds Kultur zur Verfügung stehenden Mitteln.

Welche besonderen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Voraussetzung ist, dass bei diesen Institutionen/Initiativen aufgrund der Corona-Pandemie Projekte in der geplanten Form nicht durchgeführt werden können und durch eine notwendig gewordene Umplanung nachweisbare Mehrkosten beziehungsweise Mindereinnahmen entstehen.

Welche speziellen Angaben und Nachweise müssen erbracht werden?

Aktuelle Aufstellung der zusätzlichen nicht vermeidbaren Kosten.

3. Neue Perspektiven

Durch die Absage sämtlicher kultureller Veranstaltungen und die Schließung aller Kultureinrichtungen, sind die Aufträge in der freien Kulturszene nahezu vollständig weggebrochen. An dieser Stelle zielt der Sonderfonds auf die Förderung der freien Kulturszene ab. Dabei soll die Förderung der künstlerischen Produktions- und Präsentationsmöglichkeiten der verschiedenen Kunst- und Kultursparten berücksichtigt werden, die unter Berücksichtigung der Einschränkungen aufgrund des Coronavirus erfolgen.

Wer ist antragsberechtigt?

Künstler*innen und Kulturinstitutionen der Essener Kunst- und Kulturszene in privater Trägerschaft (freie Kulturszene).

Was kann gefördert werden?

Der Sonderfonds zielt auf die Förderung der künstlerischen Produktions- und Präsentationsmöglichkeiten der verschiedenen Kunst- und Kultursparten berücksichtigt ab, die unter Berücksichtigung der Einschränkungen aufgrund des Coronavirus erfolgen. Daraus ergeben sich unterschiedlichste Fördermöglichkeiten:

  • Theater: Arbeitsstipendien (zum Beispiel Stückentwicklung, Mietkostenzuschüsse und andere)
  • Musik: Kompositionsaufträge, CDs/Videoproduktionen, Live-Veranstaltungsformate
  • Bildende Kunst: Ankäufe, Arbeitsstipendien
  • Literatur: Autorenhonorare, Arbeitsstipendien
  • Medien: Videoproduktionen, YouTube-Tutorials, DVDs oder ähnliches
  • Sonstiges: Arbeitsaufträge an Künstlerinnen und Künstler, Kulturvermittler und andere für innovative beziehungsweise künftige Programme und Formate

Welche besonderen Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Keine.

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung kann in Form von Arbeitsstipendien, Aufträgen,

Projektförderungen oder dem Ankauf von Kunstobjekten erfolgen. Dies erfolgt pauschaliert je nach Projekt und Bedarf in Beträgen von 1.000 Euro, 2.000 Euro, 3.000 Euro, 5.000 Euro, 7.500 und 10.000 Euro.

Welche speziellen Angaben und Nachweise müssen erbracht werden?

Antrag soll eine Bewerbung um eines der genannten Projekte/Aufträge mit einer Beschreibung der geplanten Umsetzung sowie eine Aufstellung der wirtschaftlichen Situation enthalten; die finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie sind nachzuweisen.

Fragen und Antworten zum Antragsverfahren und Ablauf:

Welche Angaben/Nachweise müssen mit dem Antrag eingereicht werden?

Allgemeine Angaben zur natürlichen oder juristischen Person gemäß Antragsformular (s.Anlage zum Download):

  • Kurzbeschreibung der geplanten Maßnahme inklusive Zeitplan
  • Nachweis der gemeinnützigen oder freiberuflichen Tätigkeit (zum Beispiel Auszug Vereinsregister, Gewerbeschein oder Jahresabrechnung 2019 der Künstlersozialkasse, bei natürlichen Personen Kopie des Personalausweises)
  • Angaben, ob weitere Leistungen der Bundes oder Landesprogramme zur Bewältigung der Corona-Folgen beantragt bzw. erhalten wurden
  • Verbindliche Erklärung, ob Sie für Ihren Betrieb/Veranstaltung eine andere/anderweitige kurzfristige Hilfe beantragt haben und Förderung erwarten (zum Beispiel Ausfallversicherung, Kurzarbeitergeld oder Liquiditätskredite von Bund und Land Nordrhein-Westfalen sowie coronabedingte Sofortprogramme von Land Nordrhein-Westfalen oder Bund)
  • Datenschutzrechtliche Erklärung (s. Anlage zum Download)
  • Zustimmung zur Verwertung des Ergebnisses für die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Essen

Bitte beachten Sie die speziellen Anforderungen der verschiedenen Förderbereiche (vergleiche Abschnitte "Strukturerhalt", "Projektsicherung" und "Neue Perspektiven".

Wie läuft das Antragsverfahren ab?

Die Beantragung läuft ausschließlich über das Antragsformular. Anträge können fortlaufend in der ersten Förderrunde bis 14.06.2020 gestellt werden. In der zweiten Förderrunde sind Antragstellungen bis zum 16. August möglich. Nach Eingang der Unterlagen werden diese geprüft und evtl. fehlende Unterlagen per E-Mail nachgefordert. Dieser Prozess bis zur Entscheidung kann einige Tage in Anspruch nehmen.

Wie läuft die Entscheidungsfindung ab?

Ergibt die Prüfung der eingereichten Unterlagen, dass der Antragsteller antragsberechtigt und der Antrag förderfähig ist, wird zeitnah nach Beendigung der Antragsfrist über die Förderung entschieden. Die Antragsteller erhalten per E-Mail eine Information über die beabsichtigte Förderung ihres Vorhabens. Sobald eine Bestätigung des Antragstellers vorliegt, wird die Auszahlung des Zuschusses veranlasst, wobei die Wertstellung auf dem Konto einige Tage in Anspruch nehmen kann. Eine Barauszahlung des Förderbetrages ist nicht möglich.

Nach Abschluss der Maßnahme, jedoch spätestens drei Monate nach Auszahlung, übermittelt der*die Empfänger*in an die Stadt Essen eine Empfangs- und Verwendungsbestätigung sowie dokumentarisches Material in digitaler Form zur möglichen Veröffentlichung auf der Webseite der Stadt Essen.

Habe ich einen Anspruch auf eine Förderung?

Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht. Die Zuwendungenwerden nach pflichtgemäßem Ermessen und im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel gewährt.

Mein Antrag bezieht sich auf die Förderung eines Projekts, wann kann ich mit diesem beginnen?

Grundsätzlich können die Projekte direkt nach Erteilung der Bewilligungsbescheide starten. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn muss vorab beim Kulturamt beantragt werden.

An wen kann ich mich bei Rückfragen wenden?

Zur Beantwortung von Fragen wenden Sie sich bitte vorwiegend per E-Mail an kulturamt@essen.de und im Ausnahmefall telefonisch an 0201-8841202.

© 2020 Stadt Essen