Radschnellweg Ruhr (RS1)

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Der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll das Ruhrgebiet verbinden und neue Mobilitätsoptionen bringen: Auf rund 100 Kilometern sollen sich Pendler*innen, Tourist*innen und Fahrradbegeisterte schnell und weitestgehend kreuzungsfrei auf einer West-Ost-Achse zwischen Duisburg und Hamm bewegen können.

Mit der Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NRW im Jahr 2016 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung Radschnellwege als neue Wegekategorie "Radschnellverbindungen des Landes" eingeführt und sie damit Landesstraßen gleichgestellt. Dies bedeutet, dass Radschnellwege, wie der RS1, in die Baulast des Landes fallen: Damit ist der Landesbetrieb Straßen.NRW grundsätzlich für deren Planung, den Bau und die Unterhaltung zuständig.

Dem RS1 auf der Spur

Die Strecke beginnt in Duisburg und verläuft über die Innenstadt in Mülheim an der Ruhr, durch das Essener Stadtzentrum und an der Universität Duisburg-Essen vorbei. Im weiteren Verlauf führt der RS1 entlang der südlichen Stadtgrenze von Gelsenkirchen mit Anbindung der Innenstadt, über das Bochumer Stadtzentrum, die Dortmunder Universität und das Kreuzviertel nach Unna. Von dort geht es dann über Kamen und Bergkamen bis nach Hamm.

Dank der geplanten Streckenführung nutzt die Trasse zu über 90 Prozent bereits vorhandene Straßen sowie Wege und ehemalige Bahntrassen. Der (Aus-)Bau des Radschnellwegs Ruhr wird mit allen Brücken- und Sonderbauwerken voraussichtlich rund 184 Millionen Euro kosten.

Auf dem RS1 durch Essen

Der gemeinsame Fuß- und Radweg Rheinische Bahn verläuft als gut ausgebaute Vorlaufstrecke des RS1 von der Grünen Mitte in der Essener Innenstadt bis Schönebeck. Von dort wird die Trasse als getrennter Fuß- und Radweg nach Mülheim weitergeführt. Er verbindet so das Universitätsviertel mit dem Krupp-Gürtel und dem Niederfeldsee.

In Essen muss der weitere, rund zehn Kilometer lange Weg des RS1 ab dem Universitätsviertel in östliche Richtung führend neu gebaut werden. Er soll entlang der Stadtteilgrenzen von Nord- und Ostviertel weitestgehend niveaugleich zu seiner Umgebung durch das Gewerbegebiet führen. Im weiteren Verlauf soll der RS1 auf einer ebenfalls neu zu bauenden Strecke das Eltingviertel, den Viehofer Platz sowie den Stadtteil Frillendorf durchqueren und weiter am Bahnhof Essen-Kray Nord vorbei über die Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn bis zur Stadtgrenze Gelsenkirchen/ Bochum führen.

Gut angebunden

Für eine gute Anbindung des RS1 an das kommunale Radwegenetz sorgen zahlreiche Anschlussstellen. Über diese gelangen die Fahrradfahrer*innen schnell zu umliegenden Zielen wie dem Grugapark Essen, dem Baldeneysee oder dem Welterbe Zollverein. Darüber hinaus ist auf Höhe des Universitätsviertels künftig der Anschluss an die geplante Umweltspur vorgesehen, die 2020 errichtet und ausschließlich Fahrrädern und Bussen vorbehalten sein wird.

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