Lebensmittelüberwachung

Aufgaben der Lebensmittelüberwachung

Aufgabe der amtlichen Lebensmittelüberwachung ist es, Verbraucherinnen und Verbraucher vor gesundheitlichen Gefahren durch Lebensmittel, kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände und Tabakerzeugnisse, sowie vor Täuschung und Irreführung zu schützen.

Hierfür werden Betriebe risikoorientiert und anlassbezogen besucht und stichprobenartig Proben genommen und zur Untersuchung an das zuständige Landeslabor weitergeleitet.

In Essen sind ca. 5700 Betriebe registriert, in denen Lebensmittel und oben genannte Produkte hergestellt, vertrieben oder gehandelt werden.

Die große Bandbreite der Betriebe umfasst u.a. landwirtschaftliche Produktionsbetriebe, Märkte, industrielle Herstellungsbetriebe, Groß- und Einzelhandelsgeschäfte sowie Gastronomiebetriebe und Großküchen. Auch Apotheken, Drogeriemärkte, Schmuckgeschäfte, Bekleidungsgeschäfte, Friseurläden, Kosmetik- und Tattoostudios und Tabakwarengeschäfte unterliegen der Kontrollen durch die Lebensmittelüberwachung.

Im Sinne des vorbeugenden Verbraucherschutzes haben Information und Beratung einen hohen Stellenwert.

Sachverständigen und Lebensmittelkontrolleure beteiligen sich an Schulungen von ehrenamtlich tätigen Personen und Personen die mit der Verpflegung von Kindern in Schulen und Kindertageseinrichtungen betraut sind.

Ebenso bieten sie Lebensmittelunternehmer bereits bei der Planung zu einem Betriebsneu- oder umbau eine umfassende Beratung an.

Registrierung von Lebensmittelbetrieben

Lebensmittelunternehmer sind verpflichtet, sich bei ihrem zuständigen Lebensmittelüberwachungsamt registrieren zu lassen. Soweit die Angaben zum Lebensmittelbetrieb in der Gewerbeanmeldung enthalten sind, erfolgt die Registrierung automatisch mit der Gewerbeanmeldung.

Allerdings werden Betriebe wie Küchen in Kindertagesstätten, Senioreneinrichtungen, Jugendheimen und ähnlichem sowie Betriebe im Reisegewerbe, i.d.R. nicht über die Gewerbemeldestelle mitgeteilt und müssen sich daher zusätzlich melden.

Belehrung für Beschäftigte im Lebensmittelgewerbe

Wenn Sie in einem Betrieb tätig sein wollen und dabei mit leicht verderblichen Lebensmitteln in Kontakt kommen, müssen Sie nach § 43 Infektionsschutzgesetz vor Arbeitsbeginn an einer Belehrung teilnehmen. So lange sie die Tätigkeit ausüben, muss diese Belehrung zudem alle zwei Jahre aufgefrischt werden. Der Nachweis darüber muss im Betrieb vorliegen.

Beratung

Die Verantwortung für die Lebensmittelsicherheit liegt bei dem jeweiligen Lebensmittelunternehmer. Dieser hat umfangreiche Vorgaben des Lebensmittelrechtes zu beachten.

Für einen guten Verbraucherschutz sind ein verantwortungsvolles Handeln des Unternehmers und eine Zusammenarbeit mit den Behörden unerlässlich. Um dies zu ermöglichen, bieten wir den Lebensmittelunternehmern an, uns bereits bei der Planung eines Betriebes zu kontaktieren. So können im Vorfeld wichtige Fragen zu den baulichen und fachlichen Voraussetzungen für den Betrieb geklärt und bei der Planung berücksichtigt werden. Auch bei Fragen zum Eigenkontrollsystem beraten Lebensmittelkontrolleure und Sachverständige gerne.

Im Zuge der Kontrollen können die Betriebsverantwortlichen zudem Informationen zu aktuellen lebensmittelrechtlichen Fragestellungen erhalten. Lebensmittelkontrolleure und Sachverständige sind für sie auch außerhalb der Kontrolle wichtige Ansprechpartner.

Aber nicht nur die Unternehmer, sondern auch die Verbraucher können sich mit ihren Anliegen direkt an die Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung wenden.

Betriebskontrollen

Betriebe werden aufgrund einer vorgegebenen Risikobewertung nach den Richtlinien des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches kontrolliert. Die Kontrollen erfolgen in aller Regel unangekündigt und in unregelmäßigen Abständen. Wie häufig die einzelnen Betriebe kontrolliert werden, richtet sich sowohl nach der Sensibilität der Verbrauchergruppe, der Empfindlichkeit der jeweiligen Lebensmittel, als auch nach der Zuverlässigkeit der Lebensmittelunternehmer sowie den Ergebnissen vorangegangener Überprüfungen.

Geachtet wird auf:

• den hygienischen Zustand und die hygienische Arbeitsweise,
• die Personalhygiene/Personalschulung,
• die Einhaltung von baulichen und technischen Vorschriften,
• den Erhaltungszustand von Räumen, Einrichtungsgegenständen und Arbeitsmitteln,
• die Einhaltung des Eigenkontrollsystems der Betriebe,
• die Kennzeichnung und Aufmachung der angebotenen Waren und Speisen.

Probennahme

Die Anzahl der Proben ist gesetzlich vorgegeben und richtet sich nach der Anzahl der Einwohner. Bezogen auf 1000 Einwohner müssen pro Jahr 5 Lebensmitteproben und 0,5 Proben von kosmetischen Mitteln, Bedarfsgegenständen und Tabakerzeugnissen genommen werden.

Im Stadtgebiet Essen werden daher pro Jahr etwa 3.200 amtliche Proben genommen und beim Chemischen und Veterinäruntersuchungsämtern (CVUA) auf rechtliche Vorschriften (z.B. Zusammensetzung, Keimbelastung, korrekte Kennzeichnung) untersucht.

Liste akkreditierter Labore und zugelassener Gegenprobensachverständige

Sollten Lebensmittelunternehmer weitergehende Beratung oder Untersuchungen durch ein Fachlabor benötigen, können Sie über sogenannte zugelassene Gegenprobensachverständige ein akkreditiertes Labor kontaktieren. Eine Liste der zugelassenen Gegenprobensachverständigen bzw. der akkreditierten Labore im Bereich Lebensmittel, kosmetische Mittel, Bedarfsgegenstände und Tabakerzeugnisse finden Sie auf der Seite des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW.

Maßnahmen

Nicht alle, die mit Lebensmitteln arbeiten, halten sich an die gesetzlich vorgeschriebenen Spielregeln. Wenn Aufklärung und Mahnung nicht fruchten, müssen härtere Maßnahmen ergriffen werden. Bei Beanstandungen im Rahmen der Kontrollen oder der Probenuntersuchungen trifft die zuständige Behörde Maßnahmen, die notwendig sind, um die Einhaltung der Vorschriften und die Unbedenklichkeit der Produkte wieder herzustellen.

Um Mängel abzustellen steht der amtlichen Lebensmittelüberwachung ein Katalog von Möglichkeiten zur Verfügung - angefangen von gebührenpflichtigen Nachkontrollen, Verwarnungen und Bußgeldern oder Auflagen für den Betrieb bis hin zu Strafanzeigen, Beschlagnahmung und Rückruf der Ware, Warnung über die Medien oder gar der Schließung eines Betriebes.

Information der Öffentlichkeit

Werden bei Betriebskontrollen besonders schwerwiegende oder wiederholt Verstöße festgestellt, so erfolgt eine Veröffentlichung des Betriebes und des Sachverhaltes auf der der Internetseite Lebensmitteltransparenz NRW. Die Informationen über die Mängel und darüber, ob sie mittlerweile abgestellt sind stehen den Verbrauchern 6 Monate im Internet zur Verfügung.

Befinden sich Lebensmittel, kosmetische Mittel oder Bedarfsgegenstände im Handel, von denen eine Gesundheitsgefahr ausgeht, erfolgt eine öffentliche Warnung und eine Rücknahme der Artikel vom Markt. Informationen zu betroffenen Produkten finden Sie auf der Internetseite Lebensmittelwarnung.

Lebensmittelüberwachung (Außendienst)

Herr Ahrend
+49 201 8859641
Herr Allendorf
+49 201 8859631
Herr Bender
+49 201 8859635
Herr Blum
+49 201 8859637
Frau Dr. Drees
+49 201 8859633
Frau Fischer
+49 201 8859645
Herr Holthuis
+49 201 8859643
Kaiser
+49 201 8859641
Frau Schmitz
+49 201 8859616
Frau Steinberg
+49 201 8859636
Herr Tovornik
+49 201 8859639
Herr Winter
+49 201 8859642
Wrona
© 2021 Stadt Essen