Beweg Dein Quartier

Gemeinsam Mobilität neu denken und Stadträume entwickeln – für die lebenswerten Quartieren von morgen

Das Projekt „Beweg Dein Quartier“ wird im Rahmen des Programms „Nationalen Klimaschutzinitiative“ des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) umgesetzt und finanziert. Koordiniert wird das Projekt vom Kulturwissenschaftlichen Institut Essen mit Expert*innen für Partizipation in Klima- und Infrastrukturfragen und dem Büro urbanista, das auf langjährige Erfahrung bei der Umsetzung partizipativer Stadtentwicklungsprojekte blicken kann. Die Stadt Essen ist bei dem Projekt „Beweg Dein Quartier“ mit dem Quartier der Essener Nordstadt dabei. Daneben hat das Vorhaben bereits einige KooperationspartnerI*innen ins Boot holen können den Verkehrsclub Deutschland e. V., den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. und den Fuss e. V..

Über das Projekt

Das Projekt »Beweg Dein Quartier« will Mobilität im Quartier neu denken – gemeinsam mit den Menschen vor Ort, Bewohner*innen, Expert*innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung. Im Mittelpunkt stehen das Testen neuer Mobilitätspraktiken im Alltag sowie temporärer Veränderungen im öffentlichen Raum, die zur Steigerung der Lebens- und Aufenthaltsqualität in städtischen Quartieren beitragen und Maßnahmen zur Reduktion von Emissionen liefern.

Die Praktiken sollen gebündelt innerhalb des Formats »1 Monat Zukunft« umgesetzt werden. Ergänzt wird dies durch weitere Aktionen wie Stadtteilspaziergänge und Fahrradtouren sowie einen Markt der Möglichkeiten, bei dem verschiedene Mobilitätsformen wie Lastenräder ausprobiert werden können. Im Rahmen von »1 Monat Zukunft« sollen zudem 20 bis 30 Personen gewonnen werden, deren Erprobung unterschiedlicher Mobilitätsmaßnahmen einen Monat lang begleitet wird und die von ihren individuellen Erfahrungen des neuen Mobilitätsverhaltens berichten. Der Prozess wird dabei von einer innovativen Online-Beteiligung begleitet. Zunächst werden die Bewohner*innen des Quartiers zu den Quartiersqualitäten und dem eigenen Mobilitätsverhalten befragt. In einem »Hackathon« werden im nächsten Schritt konkrete Projektideen für das Quartier entwickelt – aus den Erfahrungen, die mit den Praktiken gemacht wurden und der Auswertung des OnlineDialogs. Bei einer anschließenden »Agora« werden die Ergebnisse des Prozesses zusammengetragen und

eine quartiersspezifische »Agenda-Map« entwickelt – mit einem Portfolio an lang- und kurzfristigen Maßnahmen.

Das Projektgebiet

Das Projektgebiet befindet sich zwischen den Verkehrsachsen Hans-Böckler-Straße (B224), Grillostraße, Karolingerstraße/Schützenbahn und endet im Süden auf Höhe des Rathauses. Damit gehören sowohl das Gelände der Universität Duisburg-Essen, das RWE-Firmengelände und das Einrichtungshaus IKEA, als auch die „Grüne Mitte“ und der Limbecker Platz dazu. Weiterhin interessiert sich das Projekt für das Eltingviertel. Das Gebiet hat keine feste Abgrenzung und kann nach Bedarf und im Rahmen der gemachten Erfahrungen im Prozess ergänzt oder verkleinert werden. Zur Vereinfachung wird die Bezeichnung „Essener Nordviertel und Umgebung“ genutzt.

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