Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

"100% Menschenwürde" – stadtweiter Einsatz gegen rechtsextreme Hetze

09.03.2026

Anlässlich der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 16. bis 29. März zeigt die Stadt Essen, wie wichtig der Einsatz gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus ist. Das Motto lautet in diesem Jahr "100% Menschenwürde – Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus".

"Die Internationalen Wochen gegen Rassismus machen unsere gemeinsame Verantwortung deutlich, für Vielfalt und gegen Diskriminierung einzutreten. In unserer Stadt setzen wir uns aktiv dafür ein, dass Menschenwürde und gegenseitiger Respekt stets im Mittelpunkt stehen. Lassen Sie uns zusammenarbeiten, um eine gerechte und inklusive Gesellschaft zu schaffen, in der jeder Mensch unabhängig von seiner Herkunft, Religion oder Hautton gleichbehandelt wird – an jedem Tag des Jahres!", betont Oberbürgermeister Thomas Kufen. "Mein besonderer Dank gilt den vielen engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die sich unermüdlich für diese wichtigen Ziele einsetzen: Danke, dass Sie mit Ihrem Einsatz unsere Stadt zu einem Ort der Toleranz und des Miteinanders machen."

Verschiedene Aktionen und Veranstaltungen geplant

Wie schon in den vergangenen Jahren organisiert und koordiniert das Kommunale Integrationszentrum verschiedene Aktionen und Veranstaltungen. Auf www.essen.de/iwgr finden Interessierte neben einem digitale Veranstaltungsflyer, einen Überblick über die zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen, die während der zwei Aktionswochen von verschiedenen Essener Akteurinnen*Akteuren organisiert werden. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine Plakatkampagne mit dem Slogan "100% Menschenwürde. Stadt Essen gegen Rassismus". Diese wird in Kooperation mit dem Jugendamt, der Alten Synagoge und dem Kulturamt der Stadt Essen, der Initiative "Wir alle sind Essen – Gemeinsam für ein friedliches Miteinander", der Ruhrbahn, TUP (Theater und Philharmonie Essen) sowie den Verbänden Diakoniewerk, AWO und Caritas in ganz Essen auf digitalen Werbeflächen zu sehen sein.

Lesungen für Schulklassen

Für mehrere Klassen finden in Zusammenarbeit mit der Stadtteilbibliothek Kettwig und dem Jugendbibliothekszentrum Schonnebeck moderierte Lesungen des Jugendsachbuches "Unser Schmerz ist unsere Kraft" statt. In denen erzählen die durch ihr Schicksal verbundenen Töchter Gamze Kubaşık und Semiya Şimşek unmittelbar, wie sie die Morde ihrer Väter durch den rechtsterroristischen NSU erlebt haben. Aber auch, wie sie miteinander eine Kraft entwickeln konnten, die sie bis heute immer weiterkämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung.

Ebenfalls in Kooperation mit dem Jugendbibliothekszentrum Schonnebeck findet für weitere Grundschulklassen eine Lesung zum Buch "Steck doch mal in meiner Haut" statt. Dieses achtsam erzählte Bilderbuch hilft dabei, mit Kindern über Alltagsrassismus und Ungleichheit zu sprechen. Saskia Hödl liest aus ihrem Buch vor und kommt mit den Kindern ins Gespräch. Gemeinsam sprechen sie über Zusammenhalt, Verständnis und Toleranz.

Kinder ab fünf Jahren und ihre Familien, die an einer offenen Lesung dieses Kinderbuches teilnehmen möchten, können dies am Freitag, 27. März, um 11 Uhr, im Lesecafé der Zentralbibliothek tun.

Fußballturnier "Pink gegen Rassismus"

Die Essener Chancen e.V. richten in Kooperation mit dem Kommunalen Integrationszentrum erneut das Fußballturnier "Pink gegen Rassismus" am Sonntag, 22. März, aus. An diesem Tag setzen 15 Fußballvereine mit ihren jungen Fußballspielerinnen*Fußballspielern das Zeichen "Pink" gegen Rassismus ein. Zuvor nehmen die Spieler*innen an einem eigens entwickelten Workshop zu den Themen Rassismus und Diskriminierung teil und werden für mögliche Phänomene von Diskriminierung und deren Auswirkungen sensibilisiert. Gleichzeitig werden Handlungsmöglichkeiten besprochen, die eine teamstärkende Wirkung mit sich bringen. Auf pinken Plakaten setzen die teilnehmenden Vereine unter dem Motto "Haltung zeigen" ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus. Bürgermeisterin Julia Jacob wird bei der Siegerehrung dabei sein und die jungen Spieler*innen für ihr Engagement auszeichnen.

Zum Hintergrund

Der Internationale Tag gegen Rassismus wird jährlich am 21. März begangen und wurde 1966 von den Vereinten Nationen als "Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung" ausgerufen. Anlass war der sechste Jahrestag des Massakers von Sharpeville durch Einheiten der South African Police im Township Sharpeville in Südafrika, damals Apartheitsstaat Südafrikanische Union. 1979 wurde dieser Gedenktag durch eine alljährliche Aktionswoche der Solidarität mit den Gegnerinnen*Gegnern und Betroffenen von Rassismus erweitert.

In Deutschland hat ab 1995 der "Interkulturelle Rat e.V." die Initiativen und Aktivitäten rund um den 21. März koordiniert. Im Jahr 2008 wurde der Aktionszeitraum aufgrund der Vielzahl von Veranstaltungen und der steigenden Beteiligung auf zwei Wochen ausgeweitet. Seit Januar 2016 werden die internationalen Wochen gegen Rassismus von der "Stiftung für die Internationalen Wochen gegen Rassismus" koordiniert.

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