Veranstaltungen in der Alten Synagoge

Hier finden Sie Informationen über bevorstehende Veranstaltungen in unserem Haus

03.10.2021 um 8.50 Uhr: Exkursion

In Köln wird zur Zeit ein Jüdisches Museum in der Archäologischen Zone gebaut. 1,6 Kilometer lang soll der archäologische Pfad werden. Zur Zeit wird das Haus gebaut. Im Jahr 2025 soll es eröffnet werden. Aron Knappstein von der Liberalen Jüdischen Gemeinde wird uns in die jüdische Geschichte von Köln während eines Stadtspaziergangs einführen. Danach sehen wir von außen die Baustelle des Museums vor dem Rathaus. Am Nachmittag gehen wir auf den jüdischen Friedhof Köln-Bocklemünd, wo sich Gräber der Familie Tietz und ein Kriegerdenkmal für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkriegs befindet (eingeweiht 1934).

Anreise individuell ab Hauptbahnhof Essen: Treffpunkt Gleis 2 oberhalb Rolltreppe: 3.10.2021, 8.50 Uhr: Fahrt mit dem Regionalexpress nach Köln um 9.09 Uhr, Ankunft Hauptbahnhof Köln 9.59 Uhr. Die Exkursion wird von Uri Kaufmann geleitet.

Wir bitten Sie sich bis zum Freitag, den 24. September 12.00 Uhr im Sekretariat anzumelden (Tel. 0201 88 45 218).

07.10.2021 um 19 Uhr: Lesung

Die deutsch-jüdische Schriftstellerin Jenny Aloni (1917-1993):
»Um zu erleben, was Geschichte ist, muss man Jude sein«.

Die in Paderborn geborene jüdische Autorin Jenny Aloni gilt als „bedeutendste deutschsprachige Schriftstellerin ihrer Generation in Israel“ und zählt zu den wichtigsten deutschen Exilautorinnen überhaupt. Aloni verfasste Gedichte, Erzählungen und Romane und führte fast lebenslang ein Tagebuch. Für die Aufarbeitung jüdischen Schicksals fand Jenny Aloni eine eigene, ausdrucksstarke Sprache. Sie war eine beispielhafte, starke Persönlichkeit, die ihre individuelle und gesellschaftliche Situation literarisch verarbeitete und damit zukünftigen Generationen "Bericht gab" über die an Juden verübten Verbrechen. Für Aloni galt die Lebensmaxime: Man darf sich nicht entmutigen lassen, man muss sein Schicksal selbst in die Hand nehmen. Eine dialogische Lesung mit dem Literaturwissenschaftler Walter Gödden und dem Schauspieler Carsten Bender.

Walter Gödden ist Geschäftsführer der Literaturkommission für Westfalen. Er leitet das Museum für Westfälische Literatur und lehrt an der Universität Paderborn.

Carsten Bender ist freier Schauspieler, Sprecher und Produzent. Er gründete 2008 das Theaterlabel GLOSTER Productions und hat ein Faible für Autoren mit einem eigenwilligen Sprachstil. Theaterproduktionen von Werner-Schwab-Stücken in der Regie von Thomas Thieme; Lesereihen zu Friedrich Hölderlin – Viertel des Lebens – und Franz Kafka – The Funny Side of Franz; Serie von Lesungen mit Walter Gödden unter dem Titel „Versunkene Westfälische Literatur“. Mehr auf: www.gloster-productions.com

Für die Veranstaltung wird keine Gebühr erhoben.

Mit freundlicher Unterstützung der Kulturstiftung des Landschaftsverbandes Westfalen und Lippe. Es ist eines von 24 Projekten, die im Rahmen des Förderschwerpunktes der LWL-Kulturstiftung zum diesjährigen Festjahr "#2021 JLID - Jüdisches Leben in Deutschland" unterstützt werden.

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