Das Café im Forum Dreilinden der Alten Synagoge öffnet jeden Dienstag ab 12:00 Uhr.
14-tägig wird in der Zeit von 12:00 bis 16:00 Uhr ein Handarbeitscafé angeboten. Wir häkeln mit Ihnen, wer sticken, nähen oder stricken möchte ist ebenfalls herzlich eingeladen.
Eigenes Material darf gerne mitgebracht werden, für Anfänger*innen stehen aber auch Materialien zur Verfügung.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Termine:
08.09., 22.09, 13.10., 27.10., 10.11., 24.11., 08.12.2026
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Eine Jüdin aus dem Iran berichtet von Ihren Erfahrungen und Erlebnissen.
Psalmen und das Lied der Lieder in jüdischer, nahöstlicher und christlicher Tradition mit Chasan Jalda Rebling, Bassem Hawar (Djoze) und der Frauenschola Ars Choralis Coeln
Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.
Vortrag 14:00 Uhr
"Von alten und neuen Synagogen. 'Jüdisches Bauen' in Nachkriegsdeutschland"
Dr. Alexandra Klei, Bet Tfila - Forschungsstelle für jüdische Architektur in Europa / TU Braunschweig
Juden:Jüdinnen, die sich nach dem Holocaust entschieden hatten, (zunächst) in Deutschland zu leben, waren unter anderem gezwungen, für ihre Institutionen wieder Raum zu finden. An vielen Orten war eine bis 1938/41 existierende bauliche Infrastruktur zerstört oder von der nicht-jüdischen Umgebungsgesellschaft in Besitz genommen worden, an anderen Orten waren zwar Synagogen und/oder Gemeindehäuser erhalten geblieben, boten aber kaum Voraussetzungen für die veränderten Bedürfnisse der neu entstandenen Gemeinden. Als eine Folge wurden rund 25 Synagogen bis Ende der 1980er Jahre als Neubauten in der Bundesrepublik errichtet; ihre Entstehungsgeschichten spiegeln eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Voraussetzungen und Bedingungen wider, die vor allem von der nicht-jüdischen Umgebungsgesellschaft gestaltet wurden.
Der Vortrag gibt einen Überblick zu den Bauaufgaben jüdischer Gemeinden in den ersten vier Jahrzehnten: zur Errichtung neuer Synagogen ebenso wie zu einem Umgang mit erhaltenen Bauten vormals jüdischer Nutzung, zu den Möglichkeiten, die eine nicht-jüdische Nachkriegsgesellschaft zur Wiederetablierung jüdischer Gegenwart schuf oder verweigerte, zu Aspekten einer sich etablierenden Erinnerungskultur und zu den Bedeutungszuschreibungen insbesondere für Synagogenneubauten.
Führungen:
11:00 Uhr: Prof. Dr. Diana Matut
12:30 Uhr: Prof. Dr. Diana Matut
16:00 Uhr: Dr. Amélie Sagasser
Weitere Informationen unter: https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/programm
Oft wird über jüdische und muslimische Menschen gesprochen, aber nicht mit ihnen. Dabei werden Vorstellungen und – ja, sicher – Vorurteile gepflegt. Viel zu selten wird über diese Identitäten als Teil des ganz allgemeinen modernen Ruhrgebiets gesprochen. Was macht die eigene jüdische und muslimische Tradition heute hier aus? Kommen Sie zum Gespräch und kommen Sie ins Gespräch mit jüdischen und muslimischen Personen aus dem Ruhrgebiet.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Alten Synagoge, der Kreispolizeibehörde Essen, der Kommunalen Extremismusprävention Essen und des Zentrums für Lehrkräftebildung (ZLB) der Universität Duisburg-Essen.
Nach einer Idee und dem Konzept von Sapir Heller entwickelte der Regisseur Dor Aloni gemeinsam mit dem Ensemble des Grillo-Theaters einen Mehrstationen-Weg durch Essen. An jeder Station erzählen und spielen Schauspieler*innen Geschichten von Menschen, die mit diesen Orten verbunden sind. Die Alte Synagoge ist eine Station des theatralen Rundgangs.
Tickets unter: https://www.theater-essen.de
Die internationale Tagung widmet sich den aschkenasischen Musiktraditionen in Lateinamerika und ihren vielfältigen Verflechtungen mit lokalen Musikstilen wie Tango, Samba und Bossa Nova. Im Mittelpunkt stehen die musikalischen, kulturellen und transnationalen Austauschprozesse, die durch Migration entstanden sind. Wissenschaftliche und künstlerische Beiträge eröffnen neue Perspektiven auf diese facettenreiche Klanglandschaft.
Eine Kooperation der Universität Duisburg-Essen und der Alten Synagoge. Gefördert von der Rothschild-Foundation.
Keine Anmeldung erforderlich.
Der Film erzählt die Geschichten herausragender jüdischer Musiker, die im nationalsozialistischen Europa ihre Orchester und Arbeitsplätze verlassen mussten, um sich in Argentinien niederzulassen, wo sie sich einen Namen machen konnten. Filmvorführung im Rahmen der internationalen Tagung Ashkenazi Vernacular Musical Cultures of Latin America.
Im Anschluss an die Vorführung Q&A mit der Produzentin des Films Sylvia Glocer
OmU, 70min, Regie und Drehbuch: Iván Cherjovsky & Sylvia Glocer, Argentinien,
Dokumentarfilm, FSK 0.
Ein mitreißendes Konzert mit Marcelo Moguilevsky (ARG); César Lerner (ARG); Alan Bern (USA/DE); Mark Kovnatskiy (DE) und Leila Schütz (FR).
Konzert im Rahmen der internationalen Tagung Ashkenazi Vernacular Musical Cultures of Latin America. Tikwah ist eine Kooperation der Philharmonie Essen mit der Alten Synagoge Essen. Gefördert von der Rothschild-Foundation.
Eintritt frei, um Spende wird gebeten. Keine Anmeldung nötig.
Moritz Wondrak fotografiert für „Erinnerungsmacher – Das Übriggebliebene 1933-45“ Relikte aus der Zeit des Nationalsozialismus – Spuren im öffentlichen Raum ebenso wie Objekte in Privatbesitz, die über Generationen hinweg weitergegeben wurden. Wondraks Fotografien verorten die meist unscheinbaren Dinge – Betontrümmer, Gebrauchsgegenstände, Dokumente oder Kinderzeichnungen – in ihrem gegenwärtigem Umfeld und richten den Blick auf den Kontext, in dem sie bis heute erhalten bleiben, aufbewahrt oder genutzt werden. Als stille Zeugen öffnen die materiellen Hinterlassenschaften des NS den Raum für Erinnerung und schaffen ein Bewusstsein für die Durchdringung des Alltags mit Ideologie, Menschenverachtung und Krieg. Die fortdauernde Präsenz der Dinge erfordert von uns eine kritische Auseinandersetzung mit dem Geschehenen, sowie die Verantwortung im Umgang mit ihnen.
Vernissage der Ausstellung
Begrüßung: Prof. Dr. Diana Matut
Grußwort: Bürgermeisterin Julia Jacobs
Grußwort: Sylvia Löhrmann per Videobotschaft
Impulsvortrag: Prof. Elke Seeger
Werkstattgespräch: Moritz Wondrak mit Annika Reinhard
Musikalische Umrahmung: Les essences
Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.
Ein detailliertes Programm wird im Herbst unter https://itjm.de zu finden sein.
Auch 2026 wurden engagierte Schüler und Schülerinnen aus Essen und Umgebung eingeladen, in eigenständigen künstlerischen Projekten die Geschichte und Schicksale jüdischer Familien ihrer Stadt zu erforschen. Die prämierten Beiträge werden in Anwesenheit von Oberbürgermeister Thomas Kufen und der Familie Lowenstein persönlich ausgezeichnet.
Dieses Jahr lautet das Thema: Neuanfänge. Das Schicksal jüdischer Jugendlicher aus Essen nach der Flucht.
Maria Herz, am 19. August 1878 in die jüdische Kölner Familie Bing hineingeboren, gehört zu den wenigen Frauen, die sich im frühen 20. Jahrhundert einen Namen machen kann als Komponistin. Zwischen 1922 und 1932 erfährt ihre Kammer-, Orchester-, Klaviermusik auf den Podien der Konzerthäuser, Konservatorien und Rundfunksender eine breite öffentliche Darstellung. Die Tages- und Fachpresse nimmt Notiz, zollt Respekt.
Mit der 1933 einsetzenden nationalsozialistischen Diktatur kommt es zum Karrierebruch. 1935 flieht Herz nach England, wohnt erst in London, später in Birmingham, wo die Schöpferin von gut 30 Werken aufhört, zu komponieren. Nach dem Krieg verlegt sie ihren Wohnsitz nach New York, wo sie am 22. Oktober 1950 stirbt – und in Vergessenheit gerät.
Erst seit wenigen Jahren kehrt die Musik von Maria Herz in die Konzertsäle zurück.
MUSIK DER STERNE verbindet Kammermusik und Lied, Brief-Rezitation und theatrale Elemente zu einem dramaturgisch geschlossenen Abend. Die Lieder auf Gedichte von Ernst Toller sind fast einhundert Jahren nicht mehr erklungen. Dass Toller als der berühmteste deutschsprachige Dramatiker der Zeit ein politischer Gefangener war, hat Maria Herz im Übrigen nicht davon abgehalten, eine Korrespondenz aufzunehmen und sein Gedichte zu vertonen. Ein Alleinstellungsmerkmal. Musik und Mut nicht voneinander zu trennen.
MUSIK DER STERNE als Konzertgeschehen hat starke symbolische Bedeutung: Die Rückkehr aus dem Exil findet statt.
Angesprochen sind Musik-, Theater-, Literaturfreunde und Interessierte am Versöhnungsdialog.
Mitwirkende
Amira Elmadfa, Mezzosopranistin
Claudia Mischke, Rezitation
Christoph Maria Wagner, Klavier
Asasello Quartett
Rostislav Kozhevnikov, Violine
Hannah Weirich, Violine
Justyna Sliwa, Viola
Teemu Myöhänen, Cello
Georg Beck, Dramaturgie
Violetta von der Heydt, Szene
Zum zweiten Mal lädt die Alte Synagoge Essen zum Weihnukka-Markt ein. Es erwarten Sie besondere Handarbeiten zum Verschenken an Chanukka und Weihnachten, Glühwein und gute Gespräche. Um 15 Uhr gibt es ein gemeinsames interkulturelles Singen und den krönenden Abschluss des Tages bildet das Konzert "Jiddisch Soulfood" von Sharon Brauner um 17:00 Uhr.
Der Eintritt ist frei. Keine Anmeldung erforderlich.