Veranstaltungen in der Alten Synagoge

Hier finden Sie Informationen über bevorstehende Veranstaltungen in unserem Haus.

Konzert: "Barbra Streisand meets Bob Dylan"

Sonntag, 18. Dezember 2022, 17:00 Uhr

Jüdische Singer-Songwriter in der populären Musik: Ein musikalisch-literarisches Projekt mit Songs von Barbra Streisand, Bob Dylan, Billy Joel, Simon & Garfunkel, Neil Diamond, Carole King und Leonard Cohen. All diese Musiker stehen für das jüdische Prinzip des „Tikkun Olam,“ die Verbesserung der Welt.

Mitwirkende: Susan Borofsky, Sängerin und Kantorin aus Düsseldorf, Yaromyr Boshenko, Pianist, Arturo Castro Nogueras, Gitarrist.

Privatdozent Dr. L. Joseph Heid von der Universität Duisburg-Essen führt in die biografischen und geschichtlichen Hintergründe ein.

Der Eintritt ist frei.

Lesung: Michel Bergmann "Der Rabbi und der Kommissar. Du sollst nicht begehren"

Donnerstag, 19. Januar 2023, 19:00 Uhr, Hauptraum Alte Synagoge

Kriminalroman über das Verschwinden einer jungen Frau der russischen jüdischen Gemeinde in Frankfurt. Rabbiner Henry Silberbaum klärt auf! Eine unglaubliche Geschichte.

Vortrag: Dr. Klaus Wisotzky, Stadtarchivar a.D., Düsseldorf: „Die Machtergreifung 1933 und ihre Folgen für die Essener Juden“

Dienstag, 31. Januar 2023, 19:00 Uhr

Wie gestaltete sich die sogenannte „Machtergreifung“ der Nationalsozialsten in Essen? Was hatte sie für konkrete Auswirkungen auf die Essener Juden? Das Ereignis liegt jetzt neunzig Jahre zurück.

Politisches Donnerstagsgespräch: Mirko Heinemann, Berlin

Donnerstag, 9. Februar 2023: 19:00 Uhr, Hauptraum Alte Synagoge

„100 Jahre Vertreibung der Griechen aus der Türkei und Vertreibung der Türkischstämmigen aus Griechenland"

Was waren die Auswirkungen auf die Vertriebenen? Wie gingen sie mit ihren Erinnerungen um? Wie prägte dies ihr Leben? Und welche Rolle spielen die familiären Erfahrungen noch heute?

Mirko Heinemann stammt mütterlicherseits aus einer Familie von Pontosgriechen ab. Diese lebten über zweieinhalbtausend Jahre an der heute türkischen, Schwarzmeerküste. Sie entwickelten einen eigenen griechischen Dialekt, der mit Wörtern aus der türkischen und anderen Sprachen angereichert ist. Er reiste in die Heimat seiner Vorfahren, traf auf Nachkommen der Pontosgriechen auf und verfasste ein Buch über die Reise und ihren historischen Hintergrund.

Mirko Heinemann studierte Publizistik, Ethnologie und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin. Er ist seit 2003 freischaffender Journalist und lebt in Berlin.

Chor Bat Kol David

Neuer Termin: Sonntag, 26. Februar 2023, 17 Uhr
Dirigent: David Zapolski (Dortmund)

Der Chor wurde 1996 angesichts der Zunahme der Mitglieder durch Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion auf Initiative von Landesrabbiner Henry Brandt a.D. gegründet. Er widmet sich der jüdischen Liturgie aber auch jiddischen, russischen und hebräischen Volksliedern. Machen Sie mit uns eine Klangfahrt durch den reichen Melodienschatz des osteuropäischen Judentums. Mit David Zapolski kam ein Dirigent und Komponist zu Bat Kol David, der neue Impulse für ein qualitativ anderes Niveau von Klangkultur, Interpretation und die Einzigartigkeit des Repertoires dieses Chores gab. Unterstützt wird er in der Chorarbeit durch die Pianistin und engagierte Ko-Repetitorin Alla Mesionzhnik

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den Chor wird gebeten.

Vortrag und Gespräch: Ayelet Gottlieb Trainin, Tel Aviv

Donnerstag, 9. März 2023: 19:00 Uhr, Hauptraum Alte Synagoge

„Nachbarschafts- und Sozialarbeit in einer diversen Stadt“: Tel Aviv (Englisch)

Ayelet Gottlieb-Trainin ist Direktorin der Community Engagement Initiative.
Vor sechs Jahren gründete sie die Initiative, für die Schüler, Lehrer und Eltern von allen Grundschulen freiwillige Arbeit leisten, um soziale Aktionen und Gemeindeintegration zu fördern. Das Projekt sollte vor allem Kinder zu gesellschaftlichen Aktivitäten motivieren.

Frau Gottlieb-Trainin hat eine Auszeichnung durch den Oberbürgermeister von Tel Aviv Ron Huldai und die Stadtverwaltung erhalten.

Vortrag und Gespräch: Prof. Dr. Ronny Volland L-M-Universität München

Donnerstag, 16. März 2023, 19:00 Uhr, Hauptraum Alte Synagoge

Mehrere hunderttausend Juden wohnten von 1948 bis 1967 in den Ländern des Nahen Ostens, Marokko eingeschlossen. Am Umgang und der Erforschung der jüdischen Kulturgüter lassen sich Politik und Geschichtsschreibung gut ablesen:

Welche Interesse haben die Nachkommen der Vertriebenen in Frankreich und Israel, welche die heutigen Staatsregierungen?
Dies sind zentrale Fragen, in die Professor Ronny Vollandt einführen wird.

Ronny Vollandt studierte vor 2007 an der Hebräischen Universität Jerusalem und später in Cambridge wo er 2011 promovierte.
Seit 2015 hat er die Professur für Judaistik am Institut für den Nahen und Mittleren Osten der Ludwig-Maximilians-Universität inne. Seit 2022 ist er Direktor der Forschungsstelle für jüdisch-arabische Kulturen.

„Die Bahai-Religion“, Dr. Nicola Towfigh, Münster

Donnerstag, 23. März 2022: 19:00 Uhr

Mitglieder des Initiativkreises Religionen in Essen IRE stellen sich vor.
Sechs Religionsgemeinschaften bilden den 2012 gegründeten Initiativkreis Religionen. Weitegehend unbekannt ist die im Iran entstandene Bahai-Religion, die im Osmanischen Reich nach Palästina auswandert und heute in Haifa ihren Hauptsitz hat. Was sind die Inhalte der Bahai-Religion? Wie ist sie im Ruhrgebiet und in Westfalen verbreitet?

Dr. Nicola Towfigh ist langjähriges Mitglied in verschiedenen Leitungsgremien der Baha’i-Gemeinde. Sie hat Orientalistik, Neugermanistik, Philosophie und Islamwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum studiert und zum Thema „Schöpfung und Offenbarung aus der Sicht der Baha’i-Religion“ promoviert. Frau Towfigh lebt in Münster, ist als Autorin, Referentin, Übersetzerin und Lektorin tätig und engagiert sich in der Arbeit mit Geflüchteten, in Nachbarschaftsinitiativen und im interreligiösen Dialog. Sie vertritt die Baha’i-Gemeinde Deutschland am RundenTisch der Religionen in Deutschland.

Vortrag und Gespräch: Prof. Dr. Uffa Jensen, Technische Universität Berlin

Donnerstag, 30. März 2023, 19:00 Uhr

„Was sind antisemitische Bilder und wie geht man mit ihnen um?“

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