Veranstaltungen in der Alten Synagoge

Hier finden Sie Informationen über bevorstehende Veranstaltungen in unserem Haus.

Wechselaustellung Seminarraum

Gedenken an den Mord an Ukrainern 1932-34

Vom „Nationalmuseum des Holodomor-Genozids“ in Kyjiw / Kiew konnten wir eine Plakatausstellung übernehmen, die vom 23. Juni bis zum 28. August 2022 im Seminarraum der Alten Synagoge Essen zu sehen ist. In Schulbüchern zum 20. Jahrhundert ist manchmal von „Hungersnöten“ in Folge der „Neuen Ökonomischen Politik“ von Josef Stalin die Rede. Hier wird dieses Aushungern als gezielter Völkermord der kommunistischen Regierung in Moskau dargestellt. Auf Ukrainisch heisst „Holodomor“ Mord durch Hunger. Etwa 7 bis 10 Millionen Menschen starben nach Zahlen der UNO, ein ganz erheblicher Anteil aller Ukrainer. In den ausgestorbenen Dörfern wurden Russen angesiedelt. Das Fotomaterial stammt aus staatlichen und privaten Archiven.

Die Ausstellung ist eine ernste Mahnung an die Grausamkeiten des 20. Jahrhunderts zu der auch der in seinen Dimensionen singuläre Massenmord an den europäischen Juden - die „Schoah“ - gehört, der zwei Drittel der europäischen Juden zum Opfer fielen. Gegen sie war die Staatsideologie des NS-Staates ausgerichtet und von Tunesien bis Weissrussland und von Südfrankreich bis Saloniki und der Ostukraine wurden Juden ausfindig gemacht und deportiert.

Konzert: In Sehnsucht eingehüllt

Sonntag, 28. August 2022, 17 Uhr

Ein Konzert, sehnsuchtsvoll und poetisch, mit Liedern von Gustav Mahler, Viktor Ullmann, Mieczyslaw Weinberg und Maurice Ravel.
Jüdisch, Hebräisch und Deutsch sind die Sprachen, in denen diese ausdrucksstarke Musik von der Sopranistin Patricia Radeck, virtuos begleitet am Flügel von Matthias Wierig,vorgetragen wird.
Gabi Dauenhauer führt durch den Liederabend und liest poetische Texte von Marie von Ebner-Eschenbach, Rose Ausländer, Selma Meerbaum-Eisinger, Gertrud von le Fort, Mascha Kaleko und Stella Rotenberg.

Der Eintritt ist frei.

Chor Bat Kol David

Neuer Termin: Sonntag, 27. November 2022, 17 Uhr
Dirigent: David Zapolski (Dortmund)

Der Chor wurde 1996 angesichts der Zunahme der Mitglieder durch Zuwanderung aus der ehemaligen Sowjetunion auf Initiative von Landesrabbiner Henry Brandt a.D. gegründet. Er widmet sich der jüdischen Liturgie aber auch jiddischen, russischen und hebräischen Volksliedern. Machen Sie mit uns eine Klangfahrt durch den reichen Melodienschatz des osteuropäischen Judentums. Mit David Zapolski kam ein Dirigent und Komponist zu Bat Kol David, der neue Impulse für ein qualitativ anderes Niveau von Klangkultur, Interpretation und die Einzigartigkeit des Repertoires dieses Chores gab. Unterstützt wird er in der Chorarbeit durch die Pianistin und engagierte Ko-Repetitorin Alla Mesionzhnik

Der Eintritt ist frei. Um eine Spende für den Chor wird gebeten.

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