Veranstaltungen in der Alten Synagoge

Pop-up Café im Forum Dreilinden der Alten Synagoge

Dienstags, 12:00-14:00 Uhr, Forum Dreilinden / Foyer Alte Synagoge

Das Café im Forum Dreilinden der Alten Synagoge öffnet jeden Dienstag ab 12:00 Uhr.
Sie sind herzlich eingeladen bei einem leckeren Kaffee zu verweilen und ins Gespräch zu kommen.

14-tägig wird in der Zeit von 12:00 bis 16:00 Uhr ein Handarbeitscafé angeboten. Wir häkeln mit Ihnen, wer sticken, nähen oder stricken möchte ist ebenfalls herzlich eingeladen.
Eigenes Material darf gerne mitgebracht werden, für Anfänger*innen stehen aber auch Materialien zur Verfügung.
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termine:
24.02., 10.03., 24.03.2026

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

TIKWAH - Festival jüdischer Musik

23.09.2025 bis 30.05.2026

TIKWAH – das Festival Jüdischer Musik, welches die Philharmonie gemeinsam mit der Alten Synagoge Essen ausrichtet, ist in Form und Umfang einmalig und erstreckt sich über die gesamte Spielzeit 2025/2026. TIKWAH bedeutet im Hebräischen "Hoffnung" – und es könnte gegenwärtig wohl kaum ein wichtigeres Wort geben. Das Festival hat sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt jüdischer Musiken und Kulturen abzubilden, wie sie international, aber auch regional verankert sind. Dabei gilt es, den vordergründig so klaren Begriff der "Jüdischen Musik" zu hinterfragen und keine allgemeingültige Deutungshoheit in Anspruch zu nehmen. Daher wird TIKWAH essentialistische und enggefasste Definitionen neben Dekonstruktionen des Begriffs stehen lassen. Die Diversität der Antworten auf die Fragen "Gibt es jüdische Musik?" oder "Was ist jüdische Musik?" können so in bereichernder Vielfalt programmatisch dargestellt werden – als Ambiguität der Gegenwart, die Vielfalt als Chance begreift.

Das Spektrum der hochkarätig besetzten Veranstaltungen reicht von Konzerten über Diskussionen und Vorträge bis hin zu Theaterprojekten und Filmen. Viele der bedeutenden Essener Kulturorte sind beteiligt, neben der Philharmonie und der Alten Synagoge auch das Schauspiel im Grillo-Theater, die Folkwang Musikschule, die Lichtburg und das Aalto Musiktheater.

Ein besserer "Starting Point" als Rosch ha-Schana, das jüdische Neujahrsfest, ist für TIKWAH kaum denkbar. Pianisten-Legende Evgeny Kissin erinnert zu dieser festlichen Zeit gemeinsam mit Veniamin Smekhov an jiddische Dichter, die Opfer von Stalins Diktatur geworden sind. Ganz andere Akzente dagegen setzt zum Beispiel Dobranotch, eine der bekanntesten Klezmer-Bands Europas. Das Israel Philharmonic Orchestra ist zu Gast und zwei Klassik-Weltstars, Daniel Hope und Thomas Hampson, porträtieren musikalisch das schicksalhafte Jahr 1938. Entdecken Sie mit uns die Vielfalt jüdischer Musik und Bruchim haba'im – herzlich willkommen!

Ensemble Lucidarium Sounds from Shylock's Venice

Sonntag, 15.02.2026, 17:00 Uhr

Die Einrichtung des Ghettos von Venedig im Jahr 1516 war zwar zweifellos ein repressiver Akt der venezianischen Behörden, doch die jüdische Bevölkerung war nicht von der Welt abgeschnitten: Tagsüber konnten sie sich frei in der Stadt bewegen. Klänge der Lieder, Tänze und liturgischen Melodien der einheimischen Italiener, der deutschen Einwanderer und jüdischen Menschen aus Spanien, Portugal, dem osmanischen Reich, Russland, Griechenland und anderen Ländern waren dort zu hören. Doch obwohl wir wissen, dass das Ghetto ein Ort war, an dem Musik erklang, gibt es vor 1600 keine notierte Musik eines jüdischen Komponisten oder aus dem Umfeld der jüdischen Gemeinde. Auf Grundlage von Gedichten, die in Hebräisch, Jiddisch, Jüdisch-Italienisch und Ladino verfasst wurden, zeigt Lucidarium sorgfältige Rekonstruktionen von jüdischen Liedern der Renaissance sowie von Musik, die jeder Venezianer kannte - ob jüdisch oder nicht. Es beschwört so die Klänge herauf, die Shylock in der pulsierenden Welt Venedigs gehört haben könnte.

Between Sacred and Profane (Zwischen Heilig und Profan)

Donnerstag, 17.02.2026, 19:00 Uhr

Gesprächskonzerte mit jüdischen Kantor*innen

Mit Kantorin Jalda Rebling, Leiterin der jüdischen Gemeinde Ohel Hachidusch / Direktorin der Europäischen Akademie für jüdische Liturgie (London)

Die schönsten Stimmen, die wichtigsten Botschaften, die innovativsten Kräfte - Kantor*innen sind das Herz jüdischer Gemeinden. Sie singen, musizieren, komponieren, arrangieren, lehren und sind Vermittler zwischen den Welten der säkularen Musik und der Synagoge.

An diesem und weiteren Abenden wollen wir mit jüdischen Kantor*innen ins Gespräch kommen, in ihre musikalischen Welten eintauchen, sie singen hören und erfahren, was sie aktuell bewegt.

Führung durch das Dore Jacobs Haus mit Kai Arno Mittag

Sonntag, 22.02.2026, Leveringstraße 30, 45134 Essen

Führungen mit Kai Arno Mittag um 10:00, 11:30, 13:30 und 14:30 Uhr.

Liederabend: "Im Eis des Mondes wandern wir" – Jüdische Komponistinnen

Sonntag, 22.02.2026, 17:00 Uhr

Ruth Schonthal, aus einer Wiener Familie stammend, emigrierte während der NS-Zeit über Schweden und Mexiko in die USA, wo auch die in Berlin geborene Komponistin Ursula Mamlok einen neuen Lebens- und Wirkungskreis fand. Beide Frauen ließen sich von der politisch motivierten Verfolgung weder ihren Lebensmut noch die Ausbildung ihrer musikalischen Hochbegabungen nehmen. Das vielseitige, alle Gattungen umfassende OEuvre der beiden Komponistinnen sowie zahlreiche Auszeichnungen und Lehrtätigkeiten an renommierten Universitäten dokumentieren ihren Stellenwert in der im 20. Jahrhundert erfolgten Weiterentwicklung der klassischromantischen Kompositionstradition.

Begegnung durch Musik: Interkulturelles Singen mit dem Arche Noah Essen e.V.

Donnerstag, 26.02.2026, 19:30 Uhr

Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Purimball: Die Alte Synagoge Essen mit Unterstützung des Ensembles Dobranotch bittet zum Tanz

Sonntag, 01.03.2026, 17:00 Uhr

Tanzen Sie mit uns!
Purim ist sicher das bunteste, fröhlichste und ausgelassenste Fest des jüdischen Jahres!
Kommen Sie mit oder ohne Kostüm - aber kommen Sie.

Keine Vorkenntnisse nötig. Die Tänze können allein oder gemeinsam getanzt werden.

Weitere Infos unter www.tikwah.de

Führung "Frauenort - Frauenpower"

Samstag, 07.03.2026, 14:00-15:30 Uhr, Essener Domschatz, Burgplatz 2, 45127 Essen

Die Essener Frauenorte am Internationalen Frauentag

Sonntag, 08.03.2026

Gemeinsam mit dem Schloß Borbeck (Maria Kunigunde von Sachsen), dem Domschatz (Äbtissin Mathilde), dem Stadtarchiv (Dr. phil. Nelli Neumann) und der Alten Synagoge (Dore Jacobs)

Führung "Mathilde – Eine starke Frau setzt Zeichen"

Sonntag, 08.03.2026, Essener Domschatz, Burgplatz 2, 45127 Essen

Führungen um 11 Uhr, 13 Uhr und 15 Uhr.

Führung "Dore Jacobs und jüdisches Frauenleben in der Moderne"

Sonntag, 08.03.2026, Alte Synagoge, Edmund-Körner-Platz 1, 45127 Essen

Führungen um 12 Uhr und 14 Uhr.

Führung "Maria Kunigunde von Sachsen und Schloß Borbeck"

Sonntag, 08.03.2026, Schloss Borbeck, Schloßstr. 101, 45355 Essen

Führungen und 14 Uhr und 16 Uhr.

Berta Marcus. Eine Essener Frauenrechtlerin.

Sonntag, 08.03.2026, 15:00 Uhr

Vortrag mit Martina Strehlen (Alte Synagoge Essen)

Berta Marcus, geb. Auerbach, (1869-1918) gehörte zu den führenden Frauenrechtlerinnen des Ruhrgebiets. Sie gehörte zu den Gründerinnen des Vereins Frauenwohl, dem neben ihr noch weitere Jüdinnen angehörten. Eines der wichtigsten Ziele dieses Vereins waren bessere Bildungs- und Berufschancen für Frauen und Mädchen. Durch ihren persönlichen Einsatz erreichte Berta Marcus, dass 1904 die ersten Mädchen in Essen ein Gymnasium besuchten durften. Davon profitierte auch ihre älteste Tochter Dore (später: Dore Jacobs), die zu den ersten Mädchen gehörte, die in Essen das Abitur erlangten.

Gespräch mit Rabbinerin Natalia Verzhbovksa: Judentum und Feminismus

Sonntag, 15.03.2026, 17:00 Uhr

Veranstaltung im Rahmen des Weltfrauentags

Das traditionelle Judentum wird oftmals als patriarchalisch beschrieben. Wie steht das Judentum zum Feminismus und wie begegnen Feministinnen dem Judentum? Wie sieht der Alltag einer Rabbinerin aus? Und welche weiblichen Vorbilder finden Frauen im Judentum vor?

Impulsvortrag von Natalia Verzhbovska (Rabbinerin der Jüdischen Kultusgemeinde Bielefeld)

Moderation
Diana Matut (Alte Synagoge Essen) und
Dr. Kathrin Pieren (Jüdisches Museum Westfalen, Dorsten)

Begegnung durch Musik: Interkulturelles Singen mit dem Arche Noah Essen e.V.

Donnerstag, 19.03.2026, 19:30 Uhr

Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Freundeskreis der Alten Synagoge und die Stiftung der Alten Synagoge Essen laden ein: Aus dem Alltag einer Antisemitismusbeauftragten

Donnerstag, 26.03.2026, 18:30 Uhr

Gespräch mit Sylvia Löhrmann, Beauftragte des Landes NRW für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur

In fast allen deutschen Bundesländern setzten sich Ansprechpersonen für die Belange jüdischer Menschen und Themen in Deutschland ein. Ihre Aufgaben umfassen nicht nur die Prävention von und Reaktion auf Antisemitismus sondern selbstverständlich auch die Sichtbarmachung jüdischer Traditionen im modernen Deutschland.

Unser Gast, Frau Sylvia Löhrmann, ist seit 2024 Beauftragte des Landes NRW für die Bekämpfung des Antisemitismus, für jüdisches Leben und Erinnerungskultur. Sie berichtet von ihrer umfangreichen Aufgabe, den Herausforderungen und Möglichkeiten, die sich daraus ergeben. Kommen Sie auf ein Gespräch vorbei.

Der Eintritt ist frei. Eine Spende für die Stiftung Alte Synagoge ist uns willkommen!

Um Anmeldung wird gebeten an den Freundeskreis der Alten Synagoge unter: Freundeskreisaltesynagogeessen@mail.de oder 0175 837 4663

Sounds of Heimat: Kroke Klezmer Fusion

Freitag, 08.05.2026, 19 Uhr, Philharmonie Essen

Der 8. Mai gilt seit 1945 als Tag des Neuanfangs und der Befreiung - vom Krieg, der Naziherrschaft, von der Unterdrückung und Vernichtung vor allem der jüdischen Kultur. KROKE (Jiddisch für Krakau) hebt in seinen Konzerten den Schatz der jiddischen Tradition. Die Band fusioniert Klezmer mit musikalischen Strömungen europäischer Klassik, polnischem Jazz, Balkan- und Oriental-Pop.

Weitere Infos unter www.tikwah.de

Begegnung durch Musik: Interkulturelles Singen mit dem Arche Noah Essen e.V.

Sonntag, 10.05.2026, 16:00 Uhr

Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Begegnung durch Musik: Interkulturelles Singen mit dem Arche Noah Essen e.V.

Sonntag, 21.05.2026, 16:00 Uhr

Eintritt frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Daniel Hope: Berlin 1938 - das Schicksalsjahr

Samstag, 30.05.2026, 19 Uhr, Philharmonie Essen

Geiger Daniel Hope liebt es zu erforschen, wie Musik und Geschichte ineinandergreifen. Ein Ergebnis dieser Leidenschaft ist ein Projekt, das beim Verbier Festival seinen Ausgang genommen hat. Hope präsentiert aus der Sicht zweier Radiomoderatoren aus Deutschland und den USA Zeitgeschichte und Musik des Jahres 1938. Songs und Lieder greifen die Stimmungslagen auf, hüben ironisch, drüben sorglos. Gemeinsam mit Chansonnier Horst Maria Merz, Bariton Thomas Hampson und "einer Band wunderbarer Musiker*innen", wie Hope sagt, gestaltet er diese erschütternde, aber auch inspirierende multimediale Zeitreise. "In diesem Abend gibt es eine Verrücktheit, die ziemlich ansteckend ist." Ein (denk)würdiger Abschluss des Essener TIKWAH-Festivals.

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