Veranstaltungen in der Alten Synagoge

hier finden Sie Informationen über bevorstehende Veranstaltungen in unserem Haus

Wechselausstellung 3. März bis 27. April 2021

MENSCHEN, BILDER, ORTE - 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Der Landschaftsverband Rheinland mit seinem Team der Archäologischen Zone / Miqua hat eine Wechselausstellung zu 1700 Jahre jüdischem Leben in Deutschland vorbereitet. In vier Kuben mit insgesamt 16 Touchscreens und vier Groß-Monitoren werden folgende Themen angesprochen:
Recht und Unrecht, Leben und Miteinander, Religion und Geistesgeschichte, Kunst und Kultur.

Es gibt virtuelle Rekonstruktionen des mittelalterlichen Judenviertels von Köln, der Synagogen von Worms und Speyer und in der Neuzeit derjenigen von Köln-Glockengasse, Hannover, Dortmund, Berlin-Fasanenstrasse und Plauen zu sehen. Über Webseiten und Kurzvideos erhält man zusätzliche Informationen über etwa zum Leben der Juden auf dem Land vom 17. bis 19. Jahrhundert, über den Unterschied von Antijudaismus und Antisemitismus, zu jüdischer Kunst und jüdischen Künstlern, jüdische Schüler aus Köln berichten über ihrer Lebenssituation: Insgesamt wird ein breites Panorama an Themen attraktiv und modern präsentiert.

Sie sind gebeten sich zum Besuch entweder per Email oder telefonisch anzumelden.

15. April 2021: Politisches Donnerstagsgespräch -online-

Israelische und jüdische Identität(en)

Seit 73 Jahren existiert der Staat Israel. Hat sich inzwischen eine besondere israelische Identität herausgebildet? Geprägt durch die Erfahrung der Kriege und die Kultur des Neuhebräischen? Unterscheidet sich diese Identität heute von einer europäischen Jüdischen? Während 1939 die jiddischsprachigen osteuropäischen Juden die Mehrheit ausgemacht hatten, gibt es diese nicht mehr.

Nach Israel sind viele Juden aus Nordafrika und dem Nahen Osten zugewandert. Sie sprachen Arabisch, Berberisch oder Kurdisch. Politisch setzten sie sich nach 1977 unter der Likud-Partei mit Menachem Begin durch.

Die mit 1,4 Millionen Menschen heute kleine europäische jüdische Diaspora sieht ein sich immer mehr veränderndes Israel. Jiddisch ist heute kein gemeinsames Band mehr. Kann man von einer wachsenden Entfremdung sprechen? Und doch: Aus Frankreich fanden einige tausend Juden ihren Weg nach Israel nach einer längeren Zeit von physischen Übergriffen durch ihre muslimischen aus dem Maghreb stammende Nachbarn. In Tel Aviv spricht man heute viel Französisch …

Junge Israelis ziehen gleichzeitig nach Berlin: Warum? Was suchen sie dort? Ist dies was Definitives oder eine Modeerscheinung? Israelis interessieren sich selten für jüdische Gemeinden in Europa, vor allem wenn sie nicht religiös sind. Ist eine israelische Diaspora entstanden? Kann sich diese über Generationen halten?

Richard C. Schneider ist in beiden Identitäten zuhause und somit bestens geeignet zu diesem komplexen Thema Stellung zu beziehen.

Melden Sie sich unter
https://www.edudip.com/de/webinar/israelische-und-judische-identitaten/1032220
bei der Volkshochschule Essen an.

Es wird keine Gebühr erhoben.

06. Mai 2021: Digitaler Vortrag

Tel Aviv: Die beste Stadt Israels!

Shlomit Gross, Tel Aviv

Vor 112 Jahren wurde Tel Aviv auf Sanddünen gegründet. Sie war die erste „moderne hebräische Stadt“ der Welt. Zwischen dem religiösen Jerusalem und dem säkularen Tel Aviv sollte sich bald eine Rivalität entwickeln. Die Stadt umfasste 1929 schon an die 40.000 Einwohner.

Nach 1933 wuchs Tel Aviv stark an bedingt durch den Bedarf an Wohnungen für die Zehntausenden Flüchtlinge aus Europa. Heute hat Tel Aviv 436.000 Einwohner.

Shlomit Gross ist in Tel Aviv aufgewachsen, ist mit einem Schweizer verheiratet und hat schon mehrere Studienreisen der Alten Synagoge / der Volkshochschule Essen geleitet. Sie berichtet uns von ihrer ganz subjektiven Sicht auf die Stadt, in der sie lebt und arbeitet. Wie hat sich die Stadt in den letzten Jahren verändert? Was sind die großen neuen Projekte? Wie vielfältig ist diese mediterrane Metropole? Was gibt es für Sehenswürdigkeiten? Was unterscheidet sie von den anderen israelischen Städten? Wie hat die Stadtbevölkerung erst spät ihre eigene Geschichte zu entdecken?

Seit Ende der 1990er Jahre hat sie das Bauhaus Center mitaufgebaut, das sich diesem Architekturgeschichtlichen Erbe verpflichtet fühlt und mit vielen Ausstellungen und Büchern an die Öffentlichkeit getreten ist. Seit 2003 ist Tel Aviv Weltkulturerbe wegen der 3000 Bauhaus-Gebäude geworden.

Melden Sie sich unter:
https://www.edudip.com/de/webinar/tel-aviv-die-beste-stadt-israels/1032248
bei der Volkshochschule Essen an.

Für die Veranstaltung wird keine Gebühr erhoben.

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