Zahlen - Daten - Fakten

Bund

Im Berichtsjahr 2019 wurden 142.509 Erstanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 161.931 Erstanträge gestellt wurden, bedeutet dies einen Rückgang der Antragszahlen von 12,0 %.
Die Zahl der Folgeanträge im Berichtsjahr 2019 sank gegenüber dem Vorjahreswert (23.922 Folgeanträge) um 2,1 % auf 23.429 Folgeanträge. Damit nahm das Bundesamt insgesamt 165.938 Asylanträge im gesamten Berichtsjahr 2019 entgegen; im Vergleich zum Vorjahr (185.853 Asylanträge) bedeutet dies einen Rückgang von 10,7 %.

Die fünf Hauptstaatsangehörigkeiten Erstanträge Januar - Dezember 2019

1. Syrien, Arab. Republik27,6 Prozent
2. Irak9,6 Prozent
3. Türkei7,6 Prozent
4. Afghanistan6,7 Prozent
5. Nigeria6,4 Prozent

Essen

Im Jahr 2019 wurden 153 Geflüchtete von der Stadt Essen aufgenommen, die vom Land Nordrhein-Westfalen auf Grundlage des Königsteiner Schlüssels zugewiesen wurden.

Zum Vergleich: Essen unterlag im gesamten Jahr 2018 einem Zuweisungsstopp, da die Stadt die Aufnahmequote zu mehr als 100 % erfüllte. Im Rahmen von u.a. Familienzusammenführungen wurden im Jahr 2018 dennoch 216 Geflüchtete in Essen aufgenommen.

Quelle: Stadt Essen, Amt für Soziales und Wohnen

Die Hauptherkunftsländer (1) sind in Essen (Stand 30.06.2020)

1. Syrien17,1 Prozent
2. Irak9,5 Prozent
3. Nigeria5,6 Prozent
4. Guinea5,2 Prozent
5. Serbien5,0 Prozent

1) der in Essen gemeldeten Personen an Adressen von Flüchtlingsunterkünften
Quelle: Stadt Essen, Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen

Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland

Die Zuweisung von ausländischen Flüchtlingen (Asylsuchende, Kontingentflüchtlinge) erfolgt in einem bundes- und landesweit geregelten Verfahren. Die Städte sind gesetzlich verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen.

Dabei wird zunächst den einzelnen Bundesländern nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel, welcher für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahlen berechnet wird, eine bestimmte Anzahl von Flüchtlingen zugewiesen.

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist in Nordrhein-Westfalen im Flüchtlingsaufnahmegesetz NRW geregelt. Dieses Gesetz verpflichtet die Gemeinden zur Unterbringung und zur Betreuung der Asylbewerber*innen. Danach müssen die Kommunen gemäß eines an Einwohner*in und Fläche orientiertem Verteilschlüssels eine bestimmte Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen. Die kommunale Aufnahmequote wird regelmäßig durch die Bezirksregierung geprüft und angepasst.

Für das Jahr 2019 bedeutete das, dass 21,09 % aller Flüchtlinge in Deutschland dem Land NRW zugewiesen wurden.

Von den Flüchtlingen, die NRW zugewiesen werden, muss die Stadt Essen insgesamt 3 % aufnehmen.

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