Zahlen - Daten - Fakten

Bund

Im Berichtsjahr 2020 wurden 102.581 Erstanträge vom Bundesamt entgegengenommen. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem 142.509 Erstanträge gestellt wurden, bedeutet dies einen Rückgang der Antragszahlen von 28,0%.
Die Zahl der Folgeanträge im Berichtsjahr 2020 sank gegenüber dem Vorjahreswert (23.429 Folgeanträge) um 16,4 % auf 19.589 Folgeanträge.
Damit nahm das Bundesamt insgesamt 122.170 Asylanträge im gesamten Berichtsjahr 2019 entgegen; im Vergleich zum Vorjahr (165.938 Asylanträge) bedeutet dies einen Rückgang um 26.4 %.

Die fünf Hauptstaatsangehörigkeiten Erstanträge Januar - Dezember 2020

1. Syrien, Arab. Republik35,5 Prozent
2. Afghanistan9,7 Prozent
3. Irak9,6 Prozent
4. Türkei5,6 Prozent
5. ungeklärt3,8 Prozent

Essen

Im Jahr 2020 hat die Stadt Essen die Aufnahmequote nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz (FlüAG) zu mehr als 100 % erfüllt, sodass keine Regelzuweisungen erfolgten.
Dennoch wurden der Stadt Essen in 2020 insgesamt 315 Personen zugewiesen. Hierbei handelte es sich vorwiegend nicht um neuzugezogene Personen, sondern um Minderjährige, die in Essen geboren sind und im Nachgang eine offizielle Zuweisung für die Stadt Essen erhalten haben.
Zudem erfolgten einige Aufnahmen im Rahmen von Familienzusammenführungen.

Zum Vergleich: Im Jahr 2019 wurden 153 Geflüchtete von der Stadt Essen aufgenommen, die vom Land Nordrhein-Westfalen auf Grundlage des Königsteiner Schlüssels zugewiesen wurden.

Quelle: Stadt Essen, Amt für Soziales und Wohnen

Die Hauptherkunftsländer (1) sind in Essen (Stand 31.03.2021)

1. Syrien19,0 Prozent
2. Irak10,3 Prozent
3. Afghanistan9,8 Prozent
4. Nigeria6,1 Prozent
5. Serbien5,6 Prozent

1) der in Essen gemeldeten Personen an Adressen von Flüchtlingsunterkünften
Quelle: Stadt Essen, Amt für Statistik, Stadtforschung und Wahlen

Verteilung der Flüchtlinge in Deutschland

Die Zuweisung von ausländischen Flüchtlingen (Asylsuchende, Kontingentflüchtlinge) erfolgt in einem bundes- und landesweit geregelten Verfahren. Die Städte sind gesetzlich verpflichtet, Flüchtlinge aufzunehmen.

Dabei wird zunächst den einzelnen Bundesländern nach dem sogenannten Königssteiner Schlüssel, welcher für jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahlen berechnet wird, eine bestimmte Anzahl von Flüchtlingen zugewiesen.

Die Aufnahme von Flüchtlingen ist in Nordrhein-Westfalen im Flüchtlingsaufnahmegesetz NRW geregelt. Dieses Gesetz verpflichtet die Gemeinden zur Unterbringung und zur Betreuung der Asylbewerber*innen. Danach müssen die Kommunen gemäß eines an Einwohner*in und Fläche orientiertem Verteilschlüssels eine bestimmte Anzahl von Flüchtlingen aufnehmen. Die kommunale Aufnahmequote wird regelmäßig durch die Bezirksregierung geprüft und angepasst.

Für das Jahr 2020 bedeutete das, dass 21,09 % aller Flüchtlinge in Deutschland dem Land NRW zugewiesen wurden.

Von den Flüchtlingen, die NRW zugewiesen werden, entfielen 3 % auf die Stadt Essen.

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