Radschnellweg Ruhr (RS1)

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Aktuelles zum RS1 in Essen

Lücke am Berthold-Beitz-Boulevard 2021 wird geschlossen
Am 7. Februar 2020 erfolgte der Spatenstich für eine Radbrücke über den Berthold-Beitz-Boulevard, die der Regionalverband Ruhr bis Mitte 2021 fertigstellen will. Das Bauwerk erfüllt den Standard für Radschnellwege und wird sechs Meter breit und 70 Meter lang sein. Der rund 3,1 Millionen Euro teure Lückenschluss des RS1 wird ein schnelleres, bequemeres und sichereres Überqueren der Straße ermöglichen. Das Land NRW fördert den Bau zu 80 Prozent während der Regionalverband Ruhr (RVR) die verbleibenden 20 Prozent aufbringt.

Am Samstag, 19. September, wurde die RS1-Brücke über den Berthold-Beitz-Boulevard montiert. Im Spätherbst dieses Jahres sollen dann weitere Brückenteile, wie Fahrbahn und Geländer, montiert werden.

Radschnellweg RS 1

Der Radschnellweg Ruhr (RS1) soll das Ruhrgebiet verbinden und neue Mobilitätsoptionen bringen: Auf rund 100 Kilometern sollen sich Pendler*innen, Tourist*innen und Fahrradbegeisterte schnell und weitestgehend kreuzungsfrei auf einer West-Ost-Achse zwischen Duisburg und Hamm bewegen können.

Mit der Änderung des Straßen- und Wegegesetzes NRW im Jahr 2016 hat die nordrhein-westfälische Landesregierung Radschnellwege als neue Wegekategorie "Radschnellverbindungen des Landes" eingeführt und sie damit Landesstraßen gleichgestellt. Dies bedeutet, dass Radschnellwege, wie der RS1, in die Baulast des Landes fallen: Damit ist der Landesbetrieb Straßen.NRW grundsätzlich für deren Planung, den Bau und die Unterhaltung zuständig.

Dem RS1 auf der Spur

Die Strecke beginnt in Duisburg und verläuft über die Innenstadt in Mülheim an der Ruhr, durch das Essener Stadtzentrum und an der Universität Duisburg-Essen vorbei. Im weiteren Verlauf führt der RS1 entlang der südlichen Stadtgrenze von Gelsenkirchen mit Anbindung der Innenstadt, über das Bochumer Stadtzentrum, die Dortmunder Universität und das Kreuzviertel nach Unna. Von dort geht es dann über Kamen und Bergkamen bis nach Hamm.

Dank der geplanten Streckenführung nutzt die Trasse zu über 90 Prozent bereits vorhandene Straßen sowie Wege und ehemalige Bahntrassen. Der (Aus-)Bau des Radschnellwegs Ruhr wird mit allen Brücken- und Sonderbauwerken voraussichtlich rund 184 Millionen Euro kosten.

Auf dem RS1 durch Essen

Der Teilabschnitt in Essen verläuft entlang der "Rheinischen Bahn", einer gut ausgebauten, ehemaligen Bahntrasse, die parallel zur Autobahn A40 verläuft. Er verbindet von der Mülheimer Stadtgrenze in Essen-Frohnhausen kommend den Niederfeldsee in Altendorf, den Krupp-Gürtel und im weiteren Verlauf das Universitätsviertel im Essener Westviertel sowie die Innenstadt.

In Essen muss der weitere, rund zehn Kilometer lange Weg des RS1 ab dem Universitätsviertel in östliche Richtung führend neu gebaut werden. Er soll entlang der Stadtteilgrenzen von Nord- und Ostviertel weitestgehend niveaugleich zu seiner Umgebung durch das Gewerbegebiet führen. Für den Bereich Viehofer Platz/Eltingviertel gibt es bereits eine Machbarkeitsstudie (zur Machbarkeitsstudie). Im weiteren Verlauf durchquert der RS1 auf einer ebenfalls neu zu bauenden Strecke den Stadtteil Frillendorf und führt weiter am Bahnhof Essen-Kray Nord vorbei über die Trasse der ehemaligen Rheinischen Bahn, wo der RS1-Abschnitt neu errichtet werden wird, bis zur Stadtgrenze Gelsenkirchen/ Bochum.

Gut angebunden

Für eine gute Anbindung des RS1 an das kommunale Radwegenetz sorgen zahlreiche Anschlussstellen. Über diese gelangen die Fahrradfahrer*innen schnell zu umliegenden Zielen wie dem Grugapark Essen, dem Baldeneysee oder dem Welterbe Zollverein. Darüber hinaus ist auf Höhe des Universitätsviertels künftig der Anschluss an die geplante Umweltspur vorgesehen, die 2020 errichtet und ausschließlich Fahrrädern und Bussen vorbehalten sein wird.

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