Industrieanlagen, die unter die EU-Industrieemissionsrichtlinie (IED) fallen, sind in der Stadt Essen Lärmquellen, die betrachtet werden müssen. Dazu gehören unter anderem große Industrie- und Produktionsstätten, Kraftwerke oder Abfallverwertungsanlagen. Die Hauptursachen für den von IED-Anlagen ausgehendem Lärm sind die in Produktionsprozessen entstehenden Geräusche der Maschinen und Anlagen. Besonders in dicht besiedelten Bereichen können diese Geräusche zu einer spürbaren Lärmbelastung führen.
Industrie- und Gewerbelärm (IED-Anlagen)
Kartierung gemäß Umgebungslärmrichtlinie
Die Lärmkartierung der IED-Anlagen erfolgt gemäß den Vorgaben der EU-Umgebungslärmrichtlinie und des Bundes-Immissionsschutzgesetzes und wird in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Die Stadt Essen erhält die dafür erforderliche Datengrundlage vom Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK).
Kriterien der Kartierung sind unter anderem:
- Maschinenbetrieb: Zum Beispiel Pumpen, Kompressoren oder Turbinen, die konstant Lärm erzeugen
- Prozesslärm: Mechanische Geräusche wie Zerkleinern, Mahlen oder Pressen von Materialien
- Transportbewegungen: Geräusche durch den Einsatz von Gabelstaplern, Lkws oder Bahnen auf dem Werksgelände
Mögliche Maßnahmen zur Lärmminderung bei IED-Anlagen
Industrie- und Gewerbeanlagen werden von den jeweils zuständigen Immissionsschutzbehörden genehmigt und überwacht. Zur Reduzierung der Lärmbelastung durch IED-Anlagen können verschiedene Maßnahmen geprüft und umgesetzt werden:
- Technische Optimierung von Maschinen und Anlagen
- Regelmäßige Wartung und Instandhaltung von Anlagen
- Optimierung der Betriebszeiten
- Schallschutzwände oder bauliche Abschirmungen zur Begrenzung der Schallausbreitung in angrenzende Gebiete
Was jede*r Einzelne tun kann
Bürger*innen können ihre Anliegen, Beobachtungen und Beschwerden zum Thema Lärm durch IED-Anlagen an die Bezirksregierung Düsseldorf oder an die Untere Immissionsschutzbehörde der Stadtverwaltung richten. Diese Rückmeldungen werden regelmäßig ausgewertet, um gezielte Maßnahmen zur Lärmminderung zu planen und umzusetzen.