Prof. Dr. Martina Oldengott (Gruppenleiterin Stadt- und Raumentwicklung, Emschergenossenschaft) bei Ihrer Rede während des Panels „From Grey to Green - Transformation of the metropolitan Ruhr area“.

Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 präsentierte sich auf der UN-Weltklimakonferenz

Neues internationales Netzwerk mit Städten mit industriellem Erbe

10.11.2017

Derzeit findet in Bonn die UN-Klimakonferenz, die COP 23, statt: Noch bis zum 17. November treffen etwa 20.000 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft und der Zivilgesellschaft zusammen, um ihre Klimaschutzinitiativen und –projekte vorzustellen, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Partnerschaften zu schließen und Details zum Pariser Klimaabkommen von 2015 weiter auszuarbeiten. Auch die Stadt Essen als Grüne Hauptstadt Europas – Essen 2017 ist Teil der Weltklimakonferenz: „From Grey to Green - Transformation of the metropolitan Ruhr area“ lautete der Titel der Veranstaltung, mit der sich eine Delegation aus Essen am Dienstag präsentierte. Am Donnerstag gründete die Stadt Essen zudem gemeinsam mit Metropolen aus anderen Teilen der Welt die Urban Transitions Alliance.

„Die EU-Kommission hat uns mit dem Titel Grüne Hauptstadt Europas auch die Verantwortung übertragen, anderen Städten, die sich derzeit im Strukturwandel befinden, als Vorbild zu dienen. Ich freue mich sehr, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, auf der COP 23 unsere Transformationsgeschichte von einer Kohle- und Stahlstadt zur drittgrünsten Stadt Deutschlands zu erzählen und grüne Projekte vorzustellen, die unsere Stadt und unsere Region nachhaltig prägen“, sagt Simone Raskob, Umwelt- und Baudezernentin der Stadt Essen und Projektleiterin der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017. Neben Simone Raskob waren auch Matthias Sinn (Leiter des Umweltamtes der Stadt Essen), Prof. Dr. Martina Oldengott (Gruppenleiterin Stadt- und Raumentwicklung, Emschergenossenschaft), Dr. Wolfgang Beckröge (Referatsleiter Geoinformation und Raumbeobachtung, Regionalverband Ruhr), Prof. Dr. Ulrich Radtke (Rektor, Universität Duisburg-Essen) und Dr. Andreas Kipar (Landschaftsarchitekt) bei der Podiumsveranstaltung vertreten. Nachhaltige Stadtentwicklung, grüne und blaue Infrastruktur, grüne Zukunftstechnologien und kommunaler Klimaschutz waren nur einige der Themen der Diskussionsrunde, zu der etwa 80 Interessierte gekommen waren.

Essen im Austausch mit Städten in den USA und China

Doch die Stadt Essen geht noch einen Schritt weiter in die Zukunft. Beim offiziellen COP 23 Event „Cities in Transition: Industrial Legacy for a Low Carbon Future“ wurde am heutigen Donnerstag (9.11.) die Urban Transitions Alliance ins Leben gerufen. Als Mitglied der Alliance beginnt die Stadt Essen gemeinsam mit Fachkolleginnen und Kollegen aus Deutschland, den USA und aus China einen intensiven Austausch zur nachhaltigen Transformation von Städten mit industriellem Erbe. Das Kooperationsprojekt wird gefördert von der Stiftung Mercator und betreut von ICLEI – Local Governments for Sustainability, dem führenden globalen Netzwerk zum Thema Nachhaltigkeit, in dem sich weltweit mehr als 1.500 Städte, Gemeinden und Regionen zusammengeschlossen haben. „Wir teilen mit vielen anderen Metropolen rund um den Globus das Ziel, dem Klimawandel und seinen Folgen entgegenzutreten. Dafür braucht es wirksame Maßnahmen und Ideen, die auch in anderen Teilen der Welt entstehen und erprobt werden. Nur der Austausch mit anderen Städten in einer vergleichbaren Situation kann uns auf Dauer gemeinsam deutlich weiterbringen. Deswegen engagiert sich die Stadt Essen als Gründungsmitglied der Urban Transitions Alliance“, sagt Sebastian Schlecht, Architekt und Projektmanager der Grünen Hauptstadt Europas – Essen 2017, der Essen in dem Netzwerk vertreten wird.

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