Foto: Dr. Christiane Arnold, Ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums in Essen-Borbeck Dr. Christiane Arnold, Ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums in Essen-Borbeck (Foto: ©Katholisches Klinikum Essen)

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Impfungen, Durchfall und die optimale Krankenversicherung

Damit der Urlaub nicht zum Reinfall wird, berät Reisemedizinerin Dr. Christiane Arnold am MVZ in Essen-Borbeck über die richtige Vorbereitung

04.07.2018

Als Rucksacktourist nach Ecuador oder auf Hochsee-Kreuzfahrt zu karibischen Trauminseln: Wer seinen Urlaub plant, sollte sich rechtzeitig über Reiseimpfungen, medizinische Vorkehrungen und die richtige Reiseapotheke informieren. Eine umfassende Beratung dazu bietet jetzt neu das Medizinische Versorgungszentrum in Essen-Borbeck an.

"Viele, die eine Reise planen, denken an alles. Nur nicht an eine reisemedizinische Beratung", bedauert Dr. Christiane Arnold, Ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums in Essen-Borbeck. Sie ist neben der Inneren Medizin und der Gastroenterologie auch auf den Bereich Reisemedizin spezialisiert und überzeugt: "Gesundheitliche Schäden lassen sich vermeiden, wenn man sich frühzeitig beraten lässt."

Reisemedizin ist individuell
Als Reisemedizinerin des Medizinischen Versorgungszentrums Essen Nord-West am Philippusstift berät Dr. Arnold Reisewillige ganz individuell. Dabei geht es nicht nur um Impfungen gegen Cholera, Typhus und Gelbfieber, sondern um viel mehr. Es werden die Art der Reise, Vorerkrankungen und beabsichtigte Aktivitäten ebenso berücksichtigt, wie die politische Lage und das Klima am Zielort. „Reisemedizin ist komplex, sehr individuell und muss immer aktuell sein“, sagt die leitende Ärztin. Eine Familie mit Kindern brauche eine andere Beratung als ein Rentner-Ehepaar auf Kreuzfahrt oder junge Rucksacktouristen, die viel Kontakt zur einheimischen Bevölkerung haben, in günstigen Hostels schlafen und sich mit einfachen hygienischen Bedingungen zufrieden geben müssen.

Ein wichtiges Thema in der Beratung sind dabei selbstverständlich auch möglicherweise notwendige Impfungen. „Die Beratung sollte deshalb unbedingt rechtzeitig erfolgen“, rät die Medizinerin. Manche Globetrotter kämen erst kurz vor der Abreise. Einige Impfungen bräuchten aber vier Wochen, ehe sie wirkten. Mit einer rechtzeitigen Beratung kann viel Geld gespart werden. Manche als notwendig erachtete Impfung, die einige hundert Euro kostet, ist möglicherweise für die beabsichtigte Art der Reise nicht nötig.

Durchfallerkrankungen: Solche Tücken sollte man kennen
Besonders bei Reisen in ferne Länder können darüber hinaus detaillierte Infos über mögliche Durchfallerkrankungen hilfreich sein und vermeidbare Unannehmlichkeiten während des Urlaubs minimieren. „Grundsätzlich sollten nur verpackte Lebensmittel verspeist werden“, gibt Dr. Arnold Reisenden vorab einen wichtigen Hinweis mit auf den Weg. Dabei gebe es jedoch auch Fallen: „Beispielsweise werden Melonen in manchen Ländern mit verunreinigtem Wasser aufgespritzt, damit ihr Gewicht und damit der Verkaufspreis steigt“, so die Ärztin, “solche Tücken sollte man besser vorab kennen.“

Hinweise gibt Dr. Arnold auch in Bezug auf die richtige Krankenversicherung und einen Reiserücktransport im Krankheitsfall. Der ist bei den meisten Krankenversicherungen nicht inbegriffen, ebenso wenig wie im Ausland entstandene Kosten. „In nicht wenigen Ländern gelten in Bezug auf Gesundheitsleistungen für Touristen andere Preise als für Einheimische“, so Dr. Arnold. Krankenversicherungen würden häufig aber lediglich die Kosten übernehmen, die in Deutschland für eine entsprechende Behandlung anfielen.

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