ICE-Lacke kommen aus Essen

31.10.2018

Mit der Produktion von Lacken schreibt die Westdeutsche Farben GmbH, kurz wefa, eine ganz besondere Erfolgsgeschichte in Essen und der Region. Neben vielen Kundenaufträgen aus dem In- und Ausland hat das mittelständische Unternehmen vor einiger Zeit den Zuschlag für die Lieferung des Lacks für den ICE 4, das neue Flaggschiff der Deutschen Bahn, erhalten.

Die wefa mit Sitz im Essener Stadthafen wurde 1923 in Essen gegründet und feierte im Oktober 95-jähriges Jubiläum. Robert Schramm leitet das Unternehmen inzwischen in dritter Generation. Es war sein Großvater Oscar Brüche, der 1923 die „Westdeutsche Farbenindustrie AG“ gründete, die zunächst mit chemischen Baustoffen handelte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Geschäftsfeld erweitert. Man begann, Farben und Lacke zu entwickeln und zu produzieren.

Schon in den 1980er Jahren entwickelte das Unternehmen als Vorreiter die ersten wasserbasierten Lacke. Mittlerweile setzt wefa fast ausschließlich auf die Entwicklung und Herstellung von wasserbasierten Lacken, zu deren Eigenschaften der Korrosionsschutz und Glanzgrad sowie die Farbtonstabilität und Kratzfestigkeit zählen. Ein weiteres großes Plus: Die wasserverdünnbaren Lacke sind umweltschonend, da deren Hauptkomponente ohne Lösungsmittel hergestellt wird. Bereits heute liegt der Anteil der Produktion von Wasserlacken bei wefa bei rund 90 % – Tendenz stark steigend. Das ist Robert Schramm als geschäftsführenden Gesellschafter sehr wichtig: „Als Unternehmer trage ich eine hohe Verantwortung. Ich lege besonderen Wert darauf, dass unsere Produkte und unsere Produktion nicht umwelt- und gesundheitsgefährdend sind.“

Die rund 50 wefa-Mitarbeiter in Forschung, Produktion und Verwaltung entwickeln, produzieren und vertreiben jährlich über 2.000 t Lack. Sie kommen insbesondere in drei Bereichen zum Einsatz: Bei Schienenfahrzeugen, im Maschinen- und Apparatebau und bei der Wehrtechnik. Inzwischen beliefert wefa über 500 Kunden weltweit. Zu den Kunden gehören französische, österreichische und Schweizer Schienenfahrzeugbetreiber und -konstrukteure. Schon seit über 30 Jahren ist wefa zertifizierter Partner der Deutschen Bahn. Auch der graffitibeständige, graue und rote Lack für die neue ICE-4-Flotte stammt komplett aus Essen. Dazu Andre Boschem, Geschäftsführer der EWG - Essener Wirtschaftsförderung: „Kleine und mittelständische Essener Unternehmen prägen die Wirtschaftskraft unseres Standortes. Mit ihren innovativen Spezialisierungs- und Nischenstrategien gehören sie häufig zu den Marktführern auf ihrem Gebiet und sind sehr erfolgreich.“

Damit das in Zukunft auch so bleibt, arbeitet wefa daran, die Wasserlacke noch widerstandsfähiger zu machen und die Produktionsprozesse ständig zu verbessern. Dabei nutzt wefa auch den Service der EWG - Essener Wirtschaftsförderung. Ob der Zugang zu Netzwerken, die Vermittlung von Hochschulkontakten oder die Beratung zu Fördergeldern – die EWG begleitet das Unternehmen bereits seit vielen Jahren und trägt damit zum Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen in Essen bei.

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