COP24: Gemeinsam den Wandel gestalten

04.12.2018

Am Sonntag, 2. Dezember, startete in polnischen Kattowitz die 24. Weltklimakonferenz COP24 (Conference of the Parties). Noch bis zum 14. Dezember treffen mehr als 20.000 Politikerinnen und Politiker, Diplomatinnen und Diplomaten und Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft aus 196 Vertragsstaaten zusammen, um ihre Klimaschutzinitiativen und –projekte vorzustellen, miteinander ins Gespräch zu kommen, neue Partnerschaften zu schließen und Details zum Pariser Klimaabkommen von 2015 weiter auszuarbeiten. Ziel ist es, in diesem Jahr eine Umsetzungsstrategie der Klimaziele von Paris festzulegen. Auch die Stadt Essen nimmt an der Weltklimakonferenz teil – als Netzwerkmitglied der Grünen Hauptstädte Europas, des Klima-Bündnisses und als Vertreterin der "Urban Transition Alliance".

"Die Städte nehmen im Klimaschutz eine Schlüsselposition ein. Essen trägt als 'Grüne Hauptstadt Europas 2017' Verantwortung dafür, ihre Erfahrungen weiter zu geben und sich in europäischen und globalen Diskussionen einzubringen. Das tun wir in unterschiedlichen internationalen Netzwerken", sagt Simone Raskob, Umwelt-, Bau- und Sportdezernentin der Stadt Essen.

Netzwerk der Grünen Hauptstädte will Rolle im Klimaschutz spielen

In der aktuellen Grünen Hauptstadt Europas 2018, der holländischen Stadt Nijmegen, hatten am 23. November 18 Städte und vier Partner des European Green Capital-Netzwerks ein Bekenntnis zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in den als Grüne Hauptstadt ausgezeichneten Städten unterzeichnet. Während der globalen Klimakonferenz werden die Vertreterinnen und Vertreter des Netzwerks die nationalen Regierungen und internationalen Institutionen dazu auffordern, die wichtige Rolle der Städte zu erkennen und sie frühzeitig in den Prozess der Politikentwicklung einzubeziehen. Mit dem Aufruf zum Handeln sollen Städte europa- und weltweit inspiriert und dazu aufgerufen werden, ihre Rolle als Treiber einer nachhaltigen Entwicklung anzuerkennen und entsprechend zu handeln. Das gemeinsame Bekenntnis der Netzwerkstädte unterstreicht die wichtige Rolle, die Kommunen bei der Transformation zu nachhaltigeren Städten und zur Bekämpfung des Klimawandels spielen.

Urban Transition Alliance: Essen im Austausch mit Städten in den USA und China

Im vergangenen Jahr wurde im Rahmen der COP23 in Bonn die “Urban Transition Alliance” ins Leben gerufen. Seitdem ist die Stadt Essen als Gründungsmitglied im engen Austausch mit Städten beispielsweise aus den USA oder China, die alle eines gemeinsam haben: Sie alle haben sich als Stadt mit einem industriellen Erbe nachhaltig gewandelt und möchten ihre Erfahrungen austauschen und an andere Städte, die den Strukturwandel noch vor sich haben, weitergeben – auch auf der COP24. Das Kooperationsprojekt, an dem auch die Stadt Kattowitz beteiligt ist, wird betreut von ICLEI – Local Governments for Sustainability und gefördert von der Stiftung Mercator.

Klima-Bündnis will unterstützen, Klimaziele zu erreichen

Bereits seit 1993 engagiert sich die Stadt Essen im Klima-Bündnis, dem weltweit größten Städtenetzwerk, das sich für den Klimaschutz einsetzt. In Kattowitz veröffentlicht das Bündnis eine gemeinsame Erklärung. Darin wird gefordert, dass die die lokalen Erfahrungen in den Klimaschutz-Strategien der Europäischen Union und der nationalen Regierungen Berücksichtigung finden und als Grundlage dienen, um nationale und internationale Klimaziele zu definieren und zu erreichen. Gleichzeitig bekräftigten die Mitgliedskommunen ihr Bekenntnis zu dem Klima-Bündnis-Ziel, die Emissionen vor Ort alle fünf Jahre um mindestens zehn Prozent zu senken. Die Stadt Essen arbeitet in erster Reihe im Klima-Bündnis mit: Simone Raskob ist Vorstandsmitglied des Netzwerks.

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