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Verbesserte Behandlungsmethode bei schwarzem Hautkrebs

Studie zur Wirksamkeit von Dabrafenib plus Trametinib

06.06.2019

Forscher des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen und dem Universitätsklinikum Essen haben in Kooperation mit Forschern aus Australien und Frankreich in der aktuellen Ausgabe des renommierten Journals „New England Journal of Medicine“ jetzt über neue Behandlungsmethode bei fortgeschrittenem schwarzen Hautkrebs berichtet.

Die Hautkrebspatienten wurden mit zwei Medikamenten, Dabrafenib und Trametinib, gleichzeitig behandelt; eine Therapieoption, die seit wenigen Jahren auch in Deutschland verfügbar ist. Studienergebnisse einer 5-jährigen Nachbeobachtung wurden jetzt publiziert. Dabei zeigte sich, dass etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten langfristig von dieser Behandlungsmethode profitierte.

„Es wurden 563 Patienten weltweit untersucht und verfolgt, deren Melanomerkrankung entweder nicht operabel oder bereits metastasierend war und so vor 10 Jahren innerhalb eines Jahres verstorben gewesen wären“, so Prof. Dr. Dirk Schadendorf, Leiter der Klinik für Dermatologie am Universitätsklinikum Essen und Wissenschaftler des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) „Die Therapie mit Dabrafenib und Trametinib ist zielgerichtet und ist geeignet für Tumoren, die eine Mutation im Gen BRAF V600 aufweisen.“ Das normale BRAF V600-Protein regt die Zellen im Körper zu einer normalen Zellteilung an. Ist es mutiert, führt es zu unkontrolliertem Zellwachstum und kann Krebs entstehen lassen.

Bereits bekannt war, dass sowohl die Therapie mit dem Medikament Dabrafenib als auch mit dem Medikament Trametinib allein bei einem Teil der Hautkrebspatienten gute Erfolge zeigt. Allerdings entwickeln sich häufig sehr schnell Resistenzen gegen die einzelnen Wirkstoffe.

„Das scheint in der Doppeltherapie besser zu sein“, so Prof. Schadendorf. „Etwa 68% der Patienten sprachen auf diese Form der Therapie gut an d.h. der Tumor schrumpft deutlich. Nach fünf Jahren waren rund ein Drittel der Patienten noch am Leben.“

Die Studie wurde durch die Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline und Novartis unterstützt.

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